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Bischof Dr. Franz Jung

Wie umgehen mit Veränderung?

Bischof Jung skizziert beim Tag der Priester, Diakone und pastoralen Berufe den weiteren Verlauf des Prozesses „Pastoral der Zukunft“ – Dank für den Einsatz der Seelsorgerinnen und Seelsorger

Würzburg (POW) Beim Prozess der „Pastoral der Zukunft“ gilt es in naher Zukunft, die zentralen Fragen zu klären. Das hat Bischof Dr. Franz Jung am Dienstag, 10. Juli, beim Kiliani-Tag der Priester, Diakone und pastoralen Berufe betont. „Eine der wichtigsten Klärungen wird sein: Wer berät was mit wem bis wann? Wer muss eingebunden werden, wer muss gehört werden?“, sagte er in seiner Predigt vor rund 800 Personen bei der Pontifikalvesper im Kiliansdom.

Diese Fragen seien zentral, damit alle in diesem Prozess auch die Möglichkeit hätten, sich einzubringen, und dass auch er die Möglichkeit habe, jeden und jedes der Gremien, die dafür kirchenrechtlich vorgesehen sind, zu hören und sein Votum wertzuschätzen, betonte Bischof Jung. „Ich habe mir vorgenommen, die 19 Dekanate jetzt in der nächsten Zeit zu besuchen, bei diesen Besuchen das Gespräch mit den hauptamtlichen Seelsorgern am Nachmittag zu führen, mich abends jeweils mit dem Dekanatsrat zu treffen und einmal zu hören, wie die Einschätzung der Situation vor Ort ist und wie man glaubt, dass es gut weitergehen kann.“

Noch unklar sei für ihn, was gemeint sei, wenn die Rede vom „Pastoralen Raum“ sei. „Vor allem: In welche kirchenrechtliche Form soll nun ein solcher Pastoraler Raum am Ende überführt werden? Bleibt es bei Pfarreiengemeinschaften oder geht die Tendenz hin zu neuen Pfarreien? Eine für mich sehr wichtige Frage, weil es mir ein Anliegen ist, dass wir kirchenrechtlich diese Schritte auch abgesichert gehen.“ Hier bedürfe es noch einmal einer grundsätzlichen Reflexion – „auch vor dem Hintergrund, dass unser Bistum in weiten Teilen sehr ländlich strukturiert ist“. Sein Ziel sei es, eine angemessene Antwort zu finden, die nachhaltig sei und bei der nicht dauernd nachgebessert werden müsse.

Aufgrund dieser Überlegungen werde er auch nicht der mehrfach von Pfarrern an ihn herangetragenen Bitte entsprechen, die Einheiten, die jetzt vor Ort durch die Beratungen gebildet wurden, von bischöflicher Seite in Kraft zu setzen. „Diejenigen, die in der Vakanz als Administratoren eingesetzt wurden, – so haben wir im Allgemeinen Geistlichen Rat beschlossen – werden nach den Maßgaben der Deutschen Bischofskonferenz dann auf sechs Jahre zu Pfarrern ernannt, damit sie eine Handlungssicherheit haben im Amt, aber gleichzeitig auch deutlich wird, dass die nächsten Jahre eine Zeit der flexiblen Beratung sein werden für uns, bis wir Klarheit gefunden haben, wohin uns unser Weg in Zukunft führt.“

Ausdrücklich dankte der Bischof den Mitbrüdern und allen pastoralen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren Dienst. „Ich bin dankbar für jeden Einzelnen, der in unserem Bistum den Dienst tut – auch jetzt in diesen nicht ganz einfachen Zeiten des Umbruchs.“ Es seien vor allem Zeiten, die die Seelsorgerinnen und Seelsorger persönlich im Innersten beträfen. „Immer wenn sich etwas verändert, wenn sich der Rahmen verändert, stellt sich an uns die Frage: Wie gehe ich damit um? Was macht das mit mir? Will ich das überhaupt? Möchte ich mir das zumuten? Und wenn es mir aber zugemutet wird: Wie möchte ich dort meine Rolle finden?“ Es sei keine banale Frage, sondern eine Frage von einem tiefen, existentiellen Ernst, eine Frage, die von jeder Seelsorger-Generation anders beantwortet werden müsse, betonte der Bischof.

„Zeiten der Veränderung sind Zeiten der Vertiefung der eigenen Berufung“, erläuterte Bischof Jung weiter. Fortschritt im geistlichen Leben mache nur der, der über sich hinausschaue, der in dieser Situation frage, was der Kirche von Würzburg mehr diene, und wie der Kirche von Würzburg jetzt in dieser Situation mehr geholfen werde. „Es geht um nichts anderes als das Einlösen unseres Taufversprechens: Getauft auf den Tod des Herrn, um mit ihm neu aufzuerstehen zu ihm. Gott, mein Gott bist du, dich suche ich, und nicht mich. ‚Und wenn ich Dich gefunden habe, werde ich mich in Dir finden‘, wie schon Teresa von Ávila einmal so wunderbar dichtete.“ Der Bischof ermunterte dazu, Gott für die Frankenapostel zu danken, die sich selbst vergessen und alles hinter sich gelassen hätten, um aufzubrechen in eine unbekannte Zukunft. „Mögen sie uns mit ihrem Segen Geleit und Ansporn sein, jetzt in diesen nächsten Wochen, Monaten und Jahren des Umbruchs.“ Eine Begegnung auf dem Kiliansplatz schloss sich an die Vesper an.

mh (POW)

(2918/0697; E-Mail voraus)

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