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Bischof Dr. Franz Jung

Teilen und Mitteilen als Lebensaufgabe

Bischof Dr. Franz Jung feiert Gottesdienst mit Ehepaaren, die 2020 oder 2021 ihr silbernes Ehejubiläum begehen – Einzelsegen mit Abstand – Coronabedingt keine Begegnung auf dem Kiliansplatz

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Würzburg (POW) Mit rund 90 Ehepaaren aus der ganzen Diözese hat Bischof Dr. Franz Jung am Mittwochabend, 23. Juni, einen Pontifikalgottesdienst gefeiert. Eingeladen waren Ehejubilare, die in den Jahren 2020 und 2021 auf 25 gemeinsame Jahre zurückblicken. Für dieses Lebenszeugnis des Vertrauens auf Jesus Christus dankte der Bischof den Frauen und Männern, mit denen er den Gottesdienst im Würzburger Kiliansdom unter den aktuellen Corona-Beschränkungen feierte. Der Festgottesdienst für Ehejubilare war der dritte von insgesamt 18, die der diesjährigen Kiliani-Wallfahrtswoche vorgeschaltet sind. Gemeinsam erneuerten die Jubelpaare im Dom ihr Eheversprechen. Nach dem Gottesdienst ließen sich die Ehepartner von Bischof Jung und weiteren Priestern und Diakonen mit Abstand segnen. Die traditionelle Begegnung auf dem Kiliansplatz im Anschluss an den Gottesdienst musste aufgrund der Coronapandemie entfallen.

In seiner Predigt erinnerte Bischof Jung an das Jahresmotto der Diözese aus dem Epheserbrief: „Wir aber wollen, von der Liebe geleitet, die Wahrheit bezeugen und in allem auf ihn hin wachsen. Er, Christus, ist das Haupt.“ „Durch Christus haben wir Beziehung miteinander. Diese Christusbeziehung sichtbar zu machen und sie tagtäglich zu konkretisieren, das macht die Sakramentalität der Ehe aus“, erklärte der Bischof. Das Miteinander der Eheleute sei Christuszeugnis und erhalte von ihm her seine besondere Würde und Verpflichtung.

„Die Liebe Christi liegt uns nicht nur zeitlich voraus, sie liegt uns auch inhaltlich voraus. Sie ist so groß, dass sie eingeholt werden muss – ein ganzes Leben lang“, sagte Bischof Jung. Paulus spreche daher vom Wachstum hin zur Fülle Jesu Christi. Dieses Wachstum spiegele sich auch in jeder Paarbeziehung wider, die durch Lebensalter, Verluste und Kommunikation wachsen könne.

Wie der Bischof erläuterte, komme das Altern von allein. „Aber gemeinsam alt werden ist eine herausfordernde Aufgabe, denn der eine altert schneller, der andere langsamer.“ Das hänge damit zusammen, dass es manchen Menschen schwerer falle, an die eigenen Grenzen geführt zu werden und zu spüren, dass Dinge nicht mehr so einfach gehen wie früher. Altern stelle sich zugleich auf der geistlichen Ebene als Indikator dafür da, wie nah oder fern jemand Gott sei. Paulus schreibt dazu im zweiten Korintherbrief: „Darum werden wir nicht müde; wenn auch unser äußerer Mensch aufgerieben wird, der innere wird Tag für Tag erneuert.“

Über die gemeinsamen Jahre hinweg hätten die Eheleute auch Verlusterfahrungen machen müssen. „Verluste, weil die frühere Unmittelbarkeit und Frische in der Partnerschaft abhanden kommt und man sich zurücksehnt nach dem Feuer des Anfangs.“ Es gelte aber auch mit Verlusten von lieben Menschen oder eines Kinds umzugehen, oder der Erfahrung, sich von eigenen Plänen vom Glück zu verabschieden. „Im Weinstockgleichnis Jesu lesen wir das Wort, dass die Reben geschnitten werden müssen, um mehr Frucht zu bringen. Was wir aus dem Weinbau als das Natürlichste kennen, ist übertragen auf das Leben eine herbe Erfahrung: Abschneiden tut weh, Verluste schmerzen, Abschiednehmen kostet Kraft.“ Wie der Bischof weiter ausführte, öffneten sich dem, der solche Erfahrungen als Einladung zu neuem Wachstum verstehen könne, neue Türen im Blick auf eine gute Zukunft.

Eine bleibende Aufgabe für Eheleute sei das Teilen und Mitteilen. Dort, wo die Kommunikation einzuschlafen drohe, sei die Beziehung in Gefahr. „Sich mitteilen zu können will gelernt sein. Es verlangt, fühlen und wahrnehmen zu können, was einen selbst beschäftigt, dazu zu stehen und es dann auch noch in Worte zu fassen, so dass der andere nachvollziehen kann, was gerade passiert und warum es so ist: Freude, Ängste, Trauer, Unvermögen, Ratlosigkeit, aber auch Trost und Ermutigung“, sagte der Bischof. Christus als das Wort Gottes selbst ermutige und befähige die Menschen, sich ganz in Liebe mitzuteilen. „Die reifen Früchte der Liebe erachtet Jesus als Lebenszeugnis, das Gott verherrlicht. Ich wünsche Ihnen von Herzen, in diesem Herrn zu bleiben und nie aufzuhören mit dem Wachstum.“

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mh (POW)

(2621/0600; E-Mail voraus)

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