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Bischof Dr. Franz Jung

Sichtbares Zeichen des Glaubens

Hochfest Fronleichnam im Bistum Würzburg – Erstmals seit zwei Jahren wieder Prozessionen in Würzburg, Aschaffenburg und Schweinfurt – Eucharistiefeier mit Bischof Dr. Franz Jung im Kiliansdom – Motto in Würzburg: „Verleih mir ein hörendes Herz“

Würzburg/Aschaffenburg/Schweinfurt (POW) Erstmals seit zwei Jahren werden die Katholiken am Fronleichnamsfest am Donnerstag, 16. Juni, wieder Jesus Christus im eucharistischen Brot durch die Straßen der Städte und Dörfer im Bistum Würzburg begleiten. In den vergangenen beiden Jahren wurden die Prozessionen aufgrund der Coronapandemie abgesagt. In der Bischofsstadt Würzburg steht die Fronleichnamsprozession unter dem Motto „Verleih mir ein hörendes Herz“. „Die neue Welt Gottes ist keine Utopie, sondern die neue Welt ist schon längst Wirklichkeit“, betont Bischof Jung zum Fronleichnamsfest. „Im Zeichen der Eucharistie ist sie real präsent inmitten der Kirche. An uns ist es, das, was wir feiern, auch im alltäglichen Leben und Teilen umzusetzen.“ In Aschaffenburg laden die katholischen Innenstadtpfarreien zu einer gemeinsamen Prozession unter dem Leitwort „Auf dem Weg des Friedens“. In Schweinfurt steht die Fronleichnamsprozession unter der Überschrift „Geht hinaus in die Welt und verkündet das Evangelium“.

Bischof Jung feiert am Fronleichnamstag um 8.30 Uhr ein Pontifikalamt im Würzburger Kiliansdom. Der Domchor und das Bläserensemble am Würzburger Dom gestalten die Messe mit der „Missa Aeterna Christi munera“ von Giovanni Pierluigi da Palestrina, „Tantum ergo“ von Tomas Luis de Victoria und „Exultate Deo“ von Alessandro Scarlatti. Für den Besuch des Pontifikalamts ist keine Anmeldung erforderlich. Der Gottesdienst wird live auf TV Mainfranken (Kabel), auf Bibel TV online, der Bistums-Homepage sowie dem YouTube-Kanal des Bistums Würzburg übertragen.

Gegen 10 Uhr beginnt die Prozession durch die Würzburger Innenstadt. Der Prozessionsweg führt vom Dom über den Kürschnerhof durch die Schönbornstraße und Theaterstraße zum Stationenaltar im Ehrenhof der Residenz. Dort wird an einem Altar das Evangelium verkündet. Zum Abschluss der Statio erteilt Bischof Jung den eucharistischen Segen mit der Monstranz. Danach zieht die Prozession weiter über die Balthasar-Neumann-Promenade, Neubaustraße, Schönthal-, Domerschul- und Plattnerstraße zum Neumünster. Mit dem Segen auf den Treppen des Neumünsters endet die Prozession. Die Texte für die Prozession haben das Referat Verkündigung und Liturgie und das Referat Geistliches Leben des Bischöflichen Ordinariats Würzburg herausgegeben. Sie stehen im Internet unter www.liturgie.bistum-wuerzburg.de zum Download bereit. Neben den Gläubigen der Innenstadtpfarreien begleiten die Mitglieder des Domkapitels und Vertreter des öffentlichen Lebens das Allerheiligste durch die Stadt. Ordensleute, Ritter vom Heiligen Grab, Familiaren des Deutschen Ordens, der Malteserorden, Verbände, Studentenverbindungen und Innungen beteiligen sich ebenfalls an der Prozession.

Die katholischen Pfarreien in Aschaffenburg laden unter dem Leitwort „Auf dem Weg des Friedens“ zu einer gemeinsamen Fronleichnamsprozession ein. Sie beginnt um 9 Uhr mit einer heiligen Messe auf dem Stiftsplatz mit Dekan Martin Heim. Das Motto stamme aus dem Benediktus des Zacharias, erklärt Heim. Dieses schließe mit den Worten: „Durch die barmherzige Liebe unseres Gottes wird uns besuchen das aufstrahlende Licht aus der Höhe, um allen zu leuchten, die in Finsternis sitzen und im Schatten des Todes, und unsre Schritte zu lenken auf den Weg des Friedens.“ Im Eröffnungsgottesdienst auf dem Stiftsplatz soll unter anderem das große Hoffnungspotenzial dieses Textes auf die durch den Ukrainekrieg hervorgerufene Konfliktsituation gedeutet werden. Vom Stiftsplatz ziehen die Gläubigen zum Altar der Muttergottespfarrei am Schloss Johannisburg. Dann geht der Zug über den Marktplatz zur Sankt-Agatha-Kirche. Nächste Station ist am Altar der Pfarrei Herz Jesu am Herstallturm. Anschließend zieht die Prozession wieder zum Altar am Stiftsplatz. Dort empfangen die Gläubigen den Schlusssegen und singen das Te deum. Die Blaskapelle „Melomania“ aus Obernau begleitet die Prozession. Neben den Gläubigen der Innenstadtpfarreien beteiligen sich Vertreter der Politik, der katholischen Verbände und Vereine, Innungen sowie die Katholischen Missionen der Italiener, Kroaten und Polen.

Das Leitthema der Schweinfurter Fronleichnamsprozession lautet „Geht hinaus in die Welt und verkündet das Evangelium“. Die Prozession beginnt um 9 Uhr an der Heilig-Geist-Kirche. Anschließend ziehen die Gläubigen über die Schultesstraße und Rüfferstraße. Am Sankt Josefs-Krankenhaus wird eine Statio gefeiert. Danach führt die Prozession über Roßbrunnstraße, Spitalseeplatz, Friedrich-Stein-Straße, Ignaz-Schön-Straße und Moritz-Fischer-Straße zur Pfarrkirche Sankt Kilian, in der die Eucharistie gefeiert wird. Nach der Eucharistiefeier zieht die Prozession mit dem Allerheiligsten auf dem gleichen Weg zurück zur Heilig-Geist-Kirche. Bei einem kurzen Halt vor dem Sankt Josefs-Krankenhaus wird den Kranken, Besuchern und dem Personal des Krankenhauses der eucharistische Segen gespendet. Vor der Heilig-Geist-Kirche endet die Prozession mit dem eucharistischen Segen. Falls die Prozession aufgrund von Regen ausfallen sollte, finden um 9.15 Uhr in der Heilig-Geist-Kirche sowie um 10 Uhr in der Pfarrkirche Sankt Kilian Eucharistiefeiern statt.

Aktuelles Lexikon: Fronleichnam

Das Fronleichnamsfest geht auf eine Vision der Lütticher Nonne Juliana im Jahr 1209 zurück. Die Ordensfrau hatte dabei die Kirche als Mondscheibe gesehen, bei der ein schwarzer Fleck das Fehlen eines Festes zu Ehren der heiligen Eucharistie anzeigte. Der Bischof von Lüttich führte 1246 ein solches Fest ein, das unter österlich-freudigen Vorzeichen das Abendmahlgedächtnis vom Gründonnerstag aufgriff. Aus diesem Grund wurde der Termin auf den zweiten Donnerstag nach Pfingsten angesetzt. 1264 ordnete Papst Urban IV., der frühere Archidiakon von Lüttich, den Festtag für die gesamte katholische Kirche an.

Zentrale Aussage von Fronleichnam ist, dass Jesus seinen Leib und damit sich selbst gibt. Auf diese Weise stiftet er ein fortlebendes Gedächtnismahl, in dem er selbst gegenwärtig ist. Dieses Mahl ist Zentrum kirchlichen Lebens. Das Fest, vor allem die Prozession, bringt zum Ausdruck, dass Jesus mit seinem Volk zieht. Dabei steht mehr die Freude an Jesu Gegenwart im Mittelpunkt als sein Leidensweg. Zwar bildet das eucharistische Brot das Zentrum der Feier, seit der Neuordnung der Liturgie gilt Fronleichnam jedoch gleichzeitig als „Fest des kostbaren Blutes“, das früher am 1. Juli gefeiert wurde. Der eucharistische Leib Christi wird in der oft reich verzierten Monstranz unter einem über vier Stäbe gespannten Tuch, dem so genannten „Himmel“, durch die Straßen getragen. Der Ort und seine Bewohner werden gesegnet, daher wird die Prozession auch als öffentliche Veranstaltung gesehen, die das Gemeinwesen betrifft. Die Prozession macht üblicherweise an vier Stationen halt. An jeder Station wird aus dem Evangelium vorgelesen und der eucharistische Segen erteilt. Die Vierzahl bezieht sich auf die vier Himmelsrichtungen. Oft werden in der Prozession Fahnen, Bilder, Figuren und Reliquien mitgetragen.

(2422/0705; E-Mail voraus)

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