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Bischof Dr. Franz Jung

„Kirche vor Ort erlebbar machen“

Bischof Dr. Franz Jung ruft zu Spenden am Diaspora-Sonntag auf – Kollekte am 21. November kommt Katholiken in Skandinavien, dem Baltikum und der deutschen Diaspora zugute

Würzburg (POW) Um Spenden und Gebet für die Katholiken in Skandinavien, dem Baltikum und der deutschen Diaspora bittet Bischof Dr. Franz Jung am Diaspora-Sonntag, 21. November. „Die Botschaft der Liebe Gottes weiterzutragen, gehört zur Identität der Jüngerinnen und Jünger Jesu“, schreibt der Bischof in seinem vorab veröffentlichten Aufruf zum Diaspora-Sonntag. „Auch in der Diaspora Nord- und Ostdeutschlands, Nordeuropas und des Baltikums sind katholische Christen Botschafter der Liebe Gottes.“ Der Text wird am Sonntag, 14. November, in allen Gottesdiensten im Bistum Würzburg verlesen. Die diesjährige Aktion des Bonifatiuswerks steht unter dem Motto „Werde Liebesbote!“. Die Kollekte am Diaspora-Sonntag kommt Katholiken zugute, die in Nord- und Ostdeutschland sowie in Nordeuropa und dem Baltikum in einer extremen Minderheitensituation ihren Glauben leben.

In Regionen, in denen die große Mehrheit anders- oder nichtgläubig ist, gäben katholische Christen – oft unter schwierigen Bedingungen – ein Zeugnis christlicher Gottes- und Nächstenliebe in Gebet, Wort und Tat, heißt es in dem Aufruf. Das Bonifatiuswerk unterstütze sie mit jährlich etwa 1200 Projekten. „So hilft es dabei, Atemräume des Glaubens zu schaffen und Kirche vor Ort erlebbar zu machen. Kinder und Jugendarbeit wird gefördert sowie der Dienst an jenen, die am Rande der Gesellschaft stehen.“ Doch die Kirche in der Minderheit brauche „unsere geistliche und finanzielle Solidarität“.

Die Kollekte am 21. November kommt ausschließlich dem Bonifatiuswerk zugute. Dieses unterstützt katholische Christen überall dort, wo sie in einer extremen Minderheitensituation ihren Glauben leben. Es fördert so die Seelsorge in den Bereichen der Deutschen und Nordischen Bischofskonferenz – Schweden, Norwegen, Dänemark, Finnland und Island – sowie in den baltischen Staaten Estland und Lettland. Sie wird den Gemeinden und Initiativen in der Diaspora als „Hilfe zur Selbsthilfe“ objekt- und projektgebunden zur Verfügung gestellt, zum Beispiel für den Bau und die Renovierung von Kirchen und Gemeindezentren, Jugend- und Bildungshäusern, katholischen Kindergärten und Schulen, für Fahrzeuge sowie für die Kinder- und Jugendseelsorge. Mit rund 13 Millionen Euro wurden im Jahr 2020 nach Angaben des Hilfswerks insgesamt 771 Projekte in der Diaspora Deutschlands, Nordeuropas und des Baltikums gefördert. Im Bistum Würzburg wurden im Jahr 2020 insgesamt 172.000 Euro bei Kollekten und in Einzelspenden für die Diasporahilfe gegeben. Bei der traditionellen Kollekte zum Diaspora-Sonntag wurden rund 71.000 Euro gesammelt. Weitere Informationen im Internet unter www.bonifatiuswerk.de.

(4621/1102; E-Mail voraus)

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