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Bischof Dr. Franz Jung

„Gegenentwurf zur allgemeinen Betriebsamkeit“

Bischof Dr. Franz Jung würdigt am „Tag des geweihten Lebens“ Rolle der Orden – Sensibilität für das Unerlöste in Kirche und Welt

Würzburg (POW) Mit Mut zum Neuen heiter loslassen: Mit seiner Art zu handeln könne der greise Simeon Vorbild sein für die Ordenschristen. Das hat Bischof Dr. Franz Jung am Fest Darstellung des Herrn, 2. Februar, im Würzburger Exerzitienhaus Himmelspforten betont. „Es ist eine Kunst, im Gebet in Würde Abschied zu nehmen von Dingen, die gut waren, sich aber überlebt haben“, sagte er in seiner Predigt beim „Tag des geweihten Lebens“ in der Hauskapelle. Ordenschristen böten seit alters her den Vorteil der Gemeinschaft und der verlässlichen Präsenz und seien daher erreich- und ansprechbar. „Sie leben kontemplativ, als Gegenentwurf zur allgemeinen Betriebsamkeit.“ Auf diese Weise werde wie bei Simeon mit langem Atem Raum für Gott geschaffen, „um im rechten Augenblick geistesgegenwärtig zu sein“, sagte der Bischof.

Auch die Gottesmutter Maria stehe für einen geisterfüllten Sendungsgehorsam. „Sie erfüllt das Gesetz, ohne dazu verpflichtet zu sein.“ Dahinter stehe kein toter Dienst nach Vorschrift, keine Werkgerechtigkeit. „Im geisterfüllten Gehorsam entsteht Raum, dass Gott an uns handelt, der den Gehorsam in Christus annimmt“, erklärte Bischof Jung. In Jesu Darstellung im Tempel erfolge Hingabe und Annahme in einem: „Der Erstgeborene wird dargebracht und löst die Menschheit aus. Durch ihn geht das Gesetz in Erfüllung und wird aufgehoben.“ Auch der Gehorsam der Ordenschristen werde dadurch fruchtbar, dass diese beständig danach suchten, Gott besser zu dienen.  „Eine gute Liturgie ist Ort und Ausdruck dieser Bereitschaft zur Hingabe“, erklärte der Bischof.

In der Begegnung zwischen Maria und dem greisen Simeon im Tempel wird nach den Worten von Bischof Jung zudem deutlich, wie eng beieinander Freude und Leid im Leben liegen. „Die Wahrheit tut weh, sie macht Unwahrheit und Unwahrhaftigkeit offenbar und provoziert Widerstand.“ Es sei eine Mutprobe, sich dem zu stellen. „Sie als Ordenschristen haben einen besonderen Sinn für das Unerlöste und leiden am Unerlösten in Welt und Kirche mit.“ Die Sensibilität für das Leid sei ein Sinn der Orden: „Sie sind die institutionalisierte prophetisch-kritische Existenz gerade am Rande der Kirche.“ Die Geschichte der Kirche zeige, dass Veränderung oftmals vom Rand her angestoßen wurde.

(0619/0165; E-Mail voraus)

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