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Bischof Dr. Franz Jung

Bischof würdigt Engagement in der Arbeitswelt

Neuer KAB-Diözesanvorstand trifft Bischof Dr. Franz Jung

Würzburg (POW) Der im Herbst 2021 neu gewählte Diözesanvorstand der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) hat Bischof Dr. Franz Jung im Würzburger Bischofshaus getroffen. An dem Gespräch nahmen Vorsitzende Theresia Erdmann, Vorsitzender Robert Reisert, Präses Diakon Peter Hartlaub und Pastoralreferent Bernhard Lutz, stellvertretender Leiter der Hauptabteilung Seelsorge, teil. In dem Gespräch stellte der neu gewählte KAB-Diözesanvorstand Bischof Jung die Arbeit des katholischen Sozialverbands vor. Der Vorstand habe deutlich gemacht, dass die KAB alle Formen der Arbeit – vom klassischen Angestelltenverhältnis über die unbezahlte Heimarbeit bis zur ehrenamtlichen Gemeinwesenarbeit – in den Blick nehme, teilt der Verband mit. Bischof Jung habe sich sehr interessiert an der Arbeit der KAB gezeigt.

Bundesweit engagieren sich laut KAB 80.000 Mitglieder in dem Verband. Die 5000 Mitglieder in der Diözese Würzburg organisierten sich in sieben Stadt- und Kreisverbänden sowie in 100 Orts- oder Interessengruppen. Die Leitung der KAB besteht satzungsgemäß aus einer paritätischen Doppelspitze und hat somit die Gleichstellung von Frau und Mann schon seit 1959 vollzogen. Diese Grundhaltung spiegele sich auch in der Bildungsarbeit wider. „Besonders während der Coronapandemie war die Vereinbarkeit von Familie und Beruf für viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ein echtes Problem“, erklärte hierzu Diözesanvorsitzende Erdmann. „Mit unseren Bildungsveranstaltungen machen wir Angebote, die persönliche Ressourcen erschließen und dazu beitragen, selbst Lösungsstrategien zu erarbeiten.“ Bischof Jung habe das mit dem Hinweis auf die besonderen Probleme von Alleinerziehenden unterstützt, die ihm mehrfach persönlich geschildert worden seien.

Mit ihrer professionellen Sozial- und Arbeitsrechtsberatung leiste die KAB einen wichtigen Beitrag zur Seelsorge in der Diözese Würzburg. Sie stehe auf der Seite von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern, die arbeitsrechtliche oder sozialrechtliche Probleme haben, und begleite diese bis vor die zuständigen Gerichte. Neben den rechtlichen Fragestellungen beinhalte das auch Zeit für ein Gespräch und die seelsorgliche Begleitung. Über die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Arbeitnehmerorganisationen (ACA) vertrete die KAB gemeinsam mit Kolping und Evangelischer Arbeitsgemeinschaft für Soziale Fragen (EAG) die Rechte von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern in den Krankenkassen und der Rentenversicherung. Erfreut sei Bischof Jung darüber gewesen, dass mit Klaus Köhler sogar ein ehrenamtlicher Arbeitsrichter der KAB am Bundesarbeitsgericht in Erfurt tätig ist.

KAB-Diözesanvorsitzender Reisert stellte das neue Projekt der Arbeits- und Soziallotsen vor. Seit Januar 2022 ist die KAB in Unterfranken ergänzend zur Rechtsberatung mit ihren ehrenamtlichen Arbeits- und Soziallotsen aktiv. „Zehn ausgebildete ehrenamtliche Soziallotsen stehen wohnortnah als Erstansprechpartner bei Fragen zum Arbeits- und Sozialrecht zur Verfügung“, erklärte Reisert. Bei Fragen zum Thema Arbeitsrecht, Rente, Krankenversicherung, Sozialversicherung und Pflege stünden die Lotsen Ratsuchenden unter der kostenlosen Hotline 0931 /38665 333 telefonisch zur Verfügung.

Gelebte Spiritualität hat in der KAB eine besondere Bedeutung. So gebe es in der KAB den Gesprächskreis „Glaube im Alltag leben“. Außerdem würden regelmäßig spirituelle Elemente in die Verbands- und Bildungsarbeit integriert. „Gerade das gemeinsame Lesen und Sprechen über die Bibel erschließt die Bedeutung für das eigene Leben“, erklärte KAB-Diözesanpräses Hartlaub.

Bischof Jung sagte, die KAB könne einen sehr guten Beitrag für die pastoralen Räume leisten, gerade mit Blick auf die Bedürfnisse der Menschen. „So kann ihr Verband dabei helfen, die Vision der Diözese Würzburg zu verwirklichen: Christsein unter den Menschen“, sagte der Bischof.

(2522/0731; E-Mail voraus)

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