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Bischof Dr. Franz Jung

Birett und Kapitelskreuz überreicht

Bischof Dr. Franz Jung und Dompropst Weihbischof Ulrich Boom führen Domkapitular Stefan Gessner ins Amt ein

Würzburg (POW) Der ernannte Domkapitular Dompfarrer Stefan Gessner (49) ist am Dienstagmorgen, 27. April, im Kiliansdom in seine neue Aufgabe eingeführt worden. Die Mitglieder des Domkapitels zu Würzburg hatten den Ordinariatsrat am Dienstag, 30. März, zum Domkapitular an der Kathedralkirche zu Würzburg gewählt und Bischof Dr. Franz Jung im Anschluss die Wahl des Domkapitels bestätigt (siehe POW-Bericht vom 30. März 2021).

Bei der Einführungsfeier in der Krypta des Kiliansdoms erinnerte Bischof Jung an Petrus Canisius, den ersten deutschen Jesuiten und zweiten Apostel Deutschlands. Dieser habe sich vor rund 500 Jahren erschüttert über die Zustände bei den Bischöfen und Domkapiteln Deutschlands gezeigt und dafür das Bild „Petrus schläft und Judas wacht“ gebraucht. Damit habe er aufrütteln wollen und dazu ermutigt, endlich mit neuer Ernsthaftigkeit, Einfachheit und Entschiedenheit anzufangen. Es gehe darum, nicht andere bekehren zu wollen, sondern sich selbst, betonte der Bischof. 60.000 Kilometer habe Petrus Canisius bei seiner Tätigkeit zu Fuß zurückgelegt. Er sei sich dabei für nichts zu schade gewesen und habe sich zum Beispiel um die Pflege Pestkranker gekümmert, aber auch um die Soldatenseelsorge und die Schriftstellerei. Zudem habe er großen Wert darauf gelegt, Priester, Volk und Kinder durch Bildung zu erneuern. Das Lebensmotto des Petrus Canisius sei „Halte durch!“ gewesen. „Er war ein Mann mit großem Herzen, geprägt von einer Herz-Jesu-Frömmigkeit“, betonte der Bischof. Bischof Friedrich von Wirsberg habe ihn daher darum gebeten, die ersten 18 Jesuiten nach Würzburg zu entsenden – gegen den Widerstand des Domkapitels. „Unter seine Fürbitte stelle ich Ihre heutige Aufnahme ins Domkapitel und danke Ihnen für Ihren Dienst“, sagte der Bischof zu Gessner.

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Nachdem der Sekretär des Domkapitels, Domkapitular Monsignore Dr. Stefan Rambacher, die Ernennungsurkunde verlesen und Bischof Jung die Urkunde überreicht hatte, legte Gessner in lateinischer Sprache das Glaubensbekenntnis ab. Anschließend überreichte ihm der Bischof das Evangeliar. Nach der Ablegung des Kapitelseids durch Gessner überreichte Dompropst Weihbischof Ulrich Boom dem neuen Domkapitular Kapitelskreuz und Birett.

In seiner Ansprache dankte Gessner Bischof und Domkapitel für das entgegengebrachte Vertrauen. Er zitierte aus der Predigt des Bischofs bei der Chrisammesse vor wenigen Wochen, in der dieser zu Geschwisterlichkeit statt nur Mitbrüderlichkeit aufgerufen hatte. „Das Domkapitel muss vorleben, was wir von anderen erwarten“, betonte Gessner.

Bei der anschließenden Eucharistiefeier im Kiliansdom führte Dompropst Weihbischof Boom den neuen Domkapitular an seinen Platz im Chorgestühl. In seiner Predigt erinnerte der Weihbischof daran, dass bei der Ausbreitung des Glaubens an den Auferstandenen laut Apostelgeschichte die Jünger Jesu erstmals in Antiochia als Christen bezeichnet worden seien. „Der Name sagt, um was es geht. An ihrem Handeln und in ihrem Lebensstil ist zu erkennen, für wen sie stehen – bis in unsere Tage: In Würzburg, Baunach, überall auf der Welt nennt man die Leute immer noch Christen.“ Dabei sei die Nachfolge Jesu immer ein Nachgehen, Nachlaufen, ja Nachhinken. „Unser Vermögen ist begrenzt, was ich vermag, hat menschliche Grenzen und Unzulänglichkeiten. Aber an uns, die wir Jesus folgen, besonders aber bei denen, die in besonderer Verantwortung stehen, soll der Gute Hirte erkennbar sein“, sagte der Weihbischof. Papst Franziskus sage, gute Hirtinnen und Hirten sollten dem Menschen vorangehen und ihnen die Angst vor dem Ungewissen und dem Morgen nehmen. Sie sollten mitten unter den Menschen sein und den Gestank der Welt nicht fürchten. Zudem seien sie gefordert, den Menschen nachzugehen und dafür zu sorgen, dass keiner verlorengehe, und zugleich darauf zu vertrauen, dass die Menschen ein Gespür haben für guten Weidegrund. Es gelte, hoffnungsvoll und zuversichtlich den Weg zu gehen, „weil der Gute Hirte uns vorangeht, unter uns ist und uns nachgeht“.

mh (POW)

(1721/0408; E-Mail voraus)

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