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Bischof Dr. Franz Jung

Begonnenes neu ausloten

Bischof Dr. Franz Jung stellt das Jahr 2020 unter Wort aus dem Epheserbrief – Neue Umschreibung der Pastoralen Räume als Herausforderung

Würzburg (POW) Als Ermutigung an alle, das einmal Begonnene wieder neu auszuloten, hat Bischof Dr. Franz Jung das Jahresmotto des Bistums Würzburg für 2020 beim Pontifikalgottesdienst zum Jahresschluss am Dienstag, 31. Dezember, gedeutet. Es lautet: „So sollt ihr dazu fähig sein, die Länge und Breite, die Höhe und Tiefe zu ermessen und die Liebe Christi zu erkennen, die alle Erkenntnis übersteigt“ und ist an den Epheserbrief angelehnt. Wie der Bischof ausführte, stelle sich im Bistum Würzburg für das neue Jahr vor allem die Herausforderung, die neuen Pastoralen Räume zu umschreiben. „Paulus spricht vom Vermessen der geistlichen Geographie.“

Durch die Menschwerdung des Gottessohnes bestehe eine unlösbare Verbindung von Zeit und Ewigkeit. Im Galaterbrief werde Christus als Mittler zur größeren Fülle hin bezeichnet. „Diese Fülle wird in den vier Dimensionen erschlossen“, erklärte der Bischof mit Blick auf das Jahresmotto. Maria sei als Mutter der Kirche den Christen Vorbild und Hilfe beim Ausloten der Fülle der Liebe Christi.

Es gelte zum Beispiel, die Höhe der Liebe Christi zu erkennen. „Gott wird Mensch, damit wir Menschen Anteil erhalten an der göttlichen Natur: Unser Herz ist mit Christus zu Gott erhoben.“ Marias Herz sei immer im Staunen und in der dankbaren Anbetung zu Gott erhoben gewesen. „Durch die Taufe ist uns die Sehnsucht nach Gott im Herzen eingepflanzt“, sagte Bischof Jung. Wichtig seien daher regelmäßige Zeiten und Orte des Gebets, um das Herz zu erheben.

Auch die Tiefe der Liebe Christi lasse sich erkennen. „Gott steigt in der Menschwerdung in die Tiefen und Abgründe unseres Lebens und unserer Existenz.“ Nicht umsonst werde Weihnachten in der dunkelsten Nacht des Jahres gefeiert. Maria könne als „Königin der Märtyrer“ Vorbild sein, da sie als einzige am Ende unter dem Kreuz verbleibe. „Sie weiß um die Niederlagen im Leben, sie geht in die Tiefe.“ In der Feier der Eucharistie wird nach den Worten des Bischofs deutlich, dass das Lamm Gottes die Sünde der Welt hinwegnehme. „Bringen wir das Unerlöste, das Gebrochene in unserem Leben immer neu dem Herrn, um es wandeln zu lassen zu neuem Leben.“

Die Breite der Liebe Christi werde in dessen Menschwerdung in Betlehem deutlich. „Sie betrifft die ganze Menschheit, ist kein lokales Ereignis. Der Himmel öffnet sich über der Welt.“ Daher sei die Kirche dazu berufen, Sakrament des Heils für die Welt zu sein. Das bedeute, dass es keinen Rückzug und kein Kreisen um den eigenen Kirchturm geben dürfe. „Kirche will Hoffnungszeichen sein für die Menschen.“ Maria als „Mutter vom guten Rat“ sehe immer, wo Not herrscht, wie schon bei der Hochzeit von Kana deutlich werde. Durch die Firmung werde jeder Gläubige für den Dienst an den anderen berufen. „Wir sind konkret aufgerufen, uns mit dem dienenden Christus hinabzubeugen zu den Armen und Hilfsbedürftigen und dazu Bündnispartner zu suchen“, betonte der Bischof. Er ermunterte die Gläubigen, sich in die Welt senden zu lassen und prophetisch und anwaltschaftlich für Schwache die Stimme zu erheben.

Auch die Länge der Liebe Christi lässt sich laut Bischof Jung erkennen. „In der Menschwerdung geht die Verheißung an die Väter in Erfüllung.“ Nichts von dem gehe verloren, was vor Christus war, sondern es gewinne seinen wahren Sinn. „Zugleich bekommt die Geschichte in Christus ein Ziel und eine Richtung“, sagte der Bischof. Durch das Sakrament der Buße seien die Gläubigen eingeladen, immer neu umzukehren, „um den Ursprung einzuholen in größerer Treue zum Anfang“. Für die Gläubigen heiße das, gute Verwalter und Treuhänder zu sein und die Tradition als lebendige Tradition fortzuschreiben. Dazu gehöre, ausdauernd auf dem Weg zu bleiben, ohne stehenzubleiben. Das gelte auch für den „Synodalen Weg“ der geistlichen Erneuerung der Kirche, „die Christus als Ursprung und Ziel neu in den Blick nimmt“.

mh (POW)

(0120/0034; E-Mail voraus)

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