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Bischof Dr. Franz Jung
Kiliani-Wallfahrtswoche 2019

Alltag unterbrechen und Neues wagen

Wallfahrt der Dekanate Alzenau, Aschaffenburg-Ost, -West und -Stadt, Bad Neustadt, Miltenberg, Obernburg, Würzburg-links- und -rechts des Mains und Tag der Pfarrhausfrauen – Bischof Dr. Franz Jung feiert mit rund 800 Gläubigen Gottesdienst im Kiliansdom – Bischof Jung: „Ohne Anbetung keine Erneuerung“

Würzburg (POW) Mit rund 800 Männern und Frauen aus den Dekanaten Alzenau, Aschaffenburg-Ost,
-West und -Stadt, Bad Neustadt, Miltenberg, Obernburg, Würzburg-links- und -rechts des Mains sowie mit den Pfarrhausfrauen hat Bischof Dr. Franz Jung am Dienstagvormittag, 9. Juli, einen Pontifikalgottesdienst im Würzburger Kiliansdom gefeiert. Er gedachte der drei Frankenapostel Kilian, Kolonat und Totnan, „um uns an den Ursprung unseres Glaubens zu erinnern“. An den Beginn des Gottesdienstes stellte der Bischof das Motto der Kiliani-Wallfahrtswoche: „Denn Gott hat uns nicht einen Geist der Verzagtheit gegeben, sondern den Geist der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit.“ Das Wort aus dem zweiten Timotheusbrief hätten sich auch die drei Frankenapostel zu Herzen genommen, „um die Liebe zu Jesus Christus, die Besonnenheit und den Glauben im Herzen der Menschen einzupflanzen“.

Mit der Wanderschaft um Christi Willen hätten die drei Frankenapostel die Lebensform des Grünen Martyriums gewählt, erklärte der Bischof. Fünf Aspekte würden das Grüne Martyrium kennzeichnen, die auch in der momentanen Umbruchssituation des Bistums Inspiration und Anregung sein können. Als ersten Aspekt nannte der Bischof die Askese. „Das bedeutet, das Alltägliche zu unterbrechen, einen Schritt zur Seite zu gehen und zu schauen, was bisher gelebt und praktiziert wird.“ Anstatt sich von negativen Beobachtungen wie den Rückgang der Kirchenbesucher ängstigen zu lassen, könne man einen anderen Blickwinkel einnehmen und nach dem Positiven fragen: „Was suchen die Menschen eigentlich und wo suchen sie nach dem Leben, nach Gott?“

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Im zweiten Aspekt käme es auf die innere Verfügbarkeit und Offenheit für Veränderungen an. „Bin ich denn wirklich bereit, etwas Neues anzugehen? Würde ich mich umstellen?“, fragte Bischof Jung die Wallfahrer und Pfarrhausfrauen. Das dritte Merkmal des Grünen Martyriums sei die Suche nach dem endzeitlichen Reich Gottes. Auch Kilian und seine Begleiter waren diesem Reich auf der Spur. So forderte der Bischof die Gläubigen auf, es den Aposteln gleich zu tun und den Blick einmal nach außen zu richten, um zu sehen, wo Gott schon wirke.

In der Anbetung liege der vierte Aspekt des Grünen Martyriums. „Ohne Anbetung keine Erneuerung“, betonte der Bischof. „Durch das Gebet erlangt der Mensch die nötige Freiheit und Sendung, Neues anzupacken.“ Der fünfte Aspekt ginge für die drei Frankenapostel mit dem endgültigen Verzicht auf das alte Leben einher. „Wir werden immer wieder vom Alten eingeholt und messen das Neue mit dem Alten“, gab Bischof Jung zu bedenken. „Damit ist und bleibt es ein Martyrium, weil es nie leicht ist, das Alte hinter sich zu lassen.“

Die Fürbitten gestalteten Vertreterinnen der Berufsgemeinschaft der Pfarrhausfrauen. Ihnen dankte der Bischof zum Abschluss des Gottesdienstes: „Ein ausdrückliches Dankeschön an alle Pfarrhausfrauen, die immer dafür sorgen, dass das Haus unserer Geistlichen ein gastliches Haus ist.“

Im Anschluss an den Gottesdienst konnten sich die Wallfahrer noch einzeln den Pilgersegen geben lassen. Danach war auf dem Kiliansplatz Zeit für Begegnung und Gespräch. Dietmar Weimer (72), Helma Weber (73) und Fritz Weber (76) aus dem Dekanat Miltenberg waren am vergangenen Sonntag bereits nach Walldürn gewallt und freuten sich, der drei Frankenapostel nun auch in Würzburg zu gedenken. „Für unseren Glauben sind sie große Vorbilder“, sagte Fritz Weber. Arno Fuchs (74) aus dem Dekanat Aschaffenburg verband die diesjährige Kiliani-Wallfahrt mit einem besonderen Erlebnis: „Am Sonntag wird mein Enkel getauft. Er heißt Kilian wie unser Frankenapostel.“ „Später fahren wir mit dem Schiff noch nach Veitshöchheim und schauen uns den Schlossgarten an“, erzählte Evi Postler (58). Mit 50 Personen aus der Pfarreiengemeinschaft „Um den Michaelsberg, Heustreu“ ist sie aus dem Dekanat Bad Neustadt angereist. Besonders angetan von der Predigt und vom Bischof waren Ellen Grimm (71), Sabine Kram (41), Ruth Kram (67) und Renate Bernard (54) aus Hausen und Trennfurt (Dekanat Obernburg). „Vom Grünen Martyrium habe ich noch nie etwas gehört. Der Bischof hat es sehr anschaulich und einprägsam erklärt“, sagte Ruth Kram. Ellen Grimm war vom Auszug sehr ergriffen: „Ich war sehr bewegt, als der Bischof in Stille vor dem Schrein der Frankenapostel stand.“

rh (POW)

(2819/0760; E-Mail voraus)

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