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Zeichen des guten Miteinanders

104. Deutscher Katholikentag
Kardinal László Német und drei Bischöfe tragen sich ins Goldene Buch der Stadt Würzburg ein

Würzburg (POW) Die Stadt Würzburg hat beim 104. Deutschen Katholikentag hochrangige Kirchenvertreter im Wappensaal des Rathauses empfangen. Kardinal László Német, serbischer Ordensgeistlicher von den Steyler Missionaren und Erzbischof von Belgrad, trug sich ins Goldene Buch der Stadt ein. Ebenso Bischof Heiner Wilmer, Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz und ernannter Bischof von Münster, Bischof Dr. Franz Jung und Christoupolis Emmanuel Sfiatkos, Vikarbischof der Griechisch-Orthodoxen Metropolie von Deutschland. „Mit Ihrer Unterschrift reihen Sie sich ein in die Chronik einer Stadt, die seit dem Wirken der Frankenapostel Kilian, Kolonat und Totnan tief im christlichen Glauben verwurzelt und gleichzeitig eine moderne, weltoffene europäische Kommune ist“, sagte Oberbürgermeister Martin Heilig. Er dankte den Kirchenmännern für den Besuch und die Wertschätzung, die sie damit gegenüber der Stadt zeigten. Bischof Jung wiederum dankte für die „schöne Geste“, die zeige, wie gut das Miteinander von Stadt und Kirche sei.

Es sei ein besonderes Privileg für ihn, den Kardinal und die drei Bischöfe gemeinsam mit Tausenden von Menschen während des 104. Deutschen Katholikentags in Würzburg begrüßen zu dürfen. Der Wappensaal als Ort passt nach den Worten Heiligs dazu hervorragend. Hier kämen regelmäßig Menschen zusammen. Die Fahnen der Partnerstädte stünden zudem für „lebendige Verbindungen in alle Welt mit vielen wunderbaren Kontakten und Traditionen“.

Würzburg zeige sich aktuell von seiner lebendigsten Seite, erklärte Heilig weiter. „Als Ausrichtungsort dieses tollen christlichen Treffens erleben wir, wie sich unsere Straßen und Plätze in Orte der Begegnung, des Gebets und des intensiven Dialogs verwandeln. Ihr Besuch ist ein Moment des Innehaltens und der gegenseitigen Wertschätzung zwischen der Stadt und der Kirche.“

Heilig würdigte Kardinal Német, 2022 zum Erzbischof von Belgrad ernannt und von Papst Franziskus 2024 zum ersten serbischen Kardinal der jüngeren Kirchengeschichte ernannt, als Vertreter einer synodalen und dialogorientierten Kirche. Er fungiere als Brückenbauer zwischen Ost- und Westeuropa. Diese Erfahrung als Brückenbauer mache seine Anwesenheit in einer Zeit, die nach Orientierung und Zusammenhalt sucht, „unschätzbar wertvoll“.

Bischof Wilmer leite künftig mit Münster das mittlerweile größte Bistum Deutschlands. Im Februar wurde er in Würzburg zum Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz gewählt. „Das unterstreicht das enorme Vertrauen, das Ihre Mitbrüder in Ihre Person, Ihre theologische Klugheit und Ihre Gabe zur Moderation setzen.“ Für das verantwortungsvolle Amt in einer Phase großer Transformationsprozesse in der Kirche wünschte der Oberbürgermeister Wilmer viel Kraft.

Bischof Jung charakterisierte Heilig als „entscheidungsstark, empathisch und wortgewandt, gerade auch gegenüber den Engagierten in den Gemeinden vor Ort“. Er sei zudem sehr sportlich, was er beim Residenzlauf vor drei Wochen bewiesen habe.

Bischof Sfiatkos wirke in Berlin in der Griechisch-Orthodoxen Gemeinde mit dem „wunderbaren Namen ‚Christi Himmelfahrt‘“ und sei zugleich der erste in Deutschland geborene Vikarbischof der Griechisch-Orthodoxen Metropolie von Deutschland. „Sie sind also ein wahrer Brückenbauer über Glaubensrichtungen hinweg und ein absoluter Fürsprecher der Demokratie.“ Dieses Bekenntnis passe hervorragend zum Katholikentag mit seinen Demokratie-Schwerpunkten.

mh (POW)

(2126/0505; E-Mail voraus)

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