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„Würzburg ist eine tolle Location“

Im Gespräch
Bischof Dr. Franz Jung blickt auf die Frühjahrsvollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz in Würzburg

Würzburg (POW) Von Montag, 23. Februar, bis Donnerstag, 26. Februar, hat die Vollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) in Würzburg getagt. Neben der Wahl des neuen Vorsitzenden stand unter anderem auch ein Pressegespräch zum Thema „Dialog zwischen Christen und Muslimen“ auf dem Programm. Im Interview zieht Bischof Dr. Franz Jung ein Fazit der vergangenen Tage.

POW: Welche Themen wurden bei der Frühjahrsvollversammlung beraten?

Bischof Dr. Franz Jung: Jenseits der Wahl des neuen Vorsitzenden war ein ganz großer Punkt der Studientag zum Thema christlich-islamischer Dialog. Dazu gibt es eine Arbeitshilfe: Wie gestaltet sich dieser Dialog? Wer sind die Akteure? Was sind die momentanen Konflikte? Ein großes Thema war Gewalt und Islam. Wie geht man differenziert mit diesem Thema um? Wie äußern sich die offiziellen Vertreter – oder auch nicht, was ja auch eine Belastung ist, wenn man miteinander ins Gespräch kommen will. Ich war in der Arbeitsgruppe mit Dr. Timo Güzelmansur, Leiter der Christlich-Islamischen Begegnungs- und Dokumentationsstelle (CIBEDO) der DBK. Er gab Einblick in die sehr differenzierte Arbeit, die dort gemacht wird, um den Kontakt herzustellen, Gespräche zu führen und einen Modus zu entwickeln, wie man mit Problemen gut umgehen kann.

Es gab zwei weitere große Themen. Da war zum einen die Frage nach einer diakonischen Pastoral. Das ist ja mein Leib- und Magenthema: caritative Pastoral, pastorale Caritas. Dazu gibt es eine sehr gute Arbeitshilfe, die nicht nur theoretisiert, sondern aus zwei ganz konkreten Feldern Rückschlüsse zu ziehen versucht. Und es gibt ein Papier, das auch unser Bistum aufgreift, nämlich zur Ehrenamtsförderung. Wir haben jetzt eine eigene Stelle für Ehrenamtsförderung eingerichtet. Denn vieles wird an den Gemeinden hängen und an dem, was die Christinnen und Christen vor Ort in Gang setzen.

POW: Es geht dabei auch um Wertschätzung für das Ehrenamt?

Bischof Jung: Es ist vor allem eine Ermutigung. Und es geht um die Frage: Was sind die Rahmenbedingungen, um Menschen dafür zu gewinnen, ehrenamtlich tätig zu sein? Also sie zu schätzen, ihnen Begleitung zu geben, aber natürlich auch, sie in Entscheidungen mit einzubinden. Es geht um das Thema Synodalität. Jemand macht etwas, wenn er oder sie sagt: Ich darf mitgestalten und bin nicht nur derjenige, der Jobs erledigt, die kein anderer macht. Ich möchte gerne auch meinen Anteil beitragen. Es geht darum, diese Menschen auch ernst zu nehmen.

POW: Das Bistum Würzburg war Gastgeber dieser Vollversammlung. Welches Fazit ziehen Sie?

Bischof Jung: Es war super. Ich habe viele Rückmeldungen bekommen. Alle haben sich hier sehr wohl und gut aufgehoben gefühlt. Ich glaube, wir haben das Beste gegeben, angefangen von der tollen Dommusik über die Verpflegung bis hin zum Bistumsabend. Es war ein wunderbarer Abend, und wir haben uns noch mal als Bistum präsentiert. Aber es war auch sehr schön, dass die Vollversammlung jetzt einmal im Herzen der Stadt war. Viele haben gesagt, sie würden Würzburg immer nur von Himmelspforten her kennen. Und jetzt war in der Mittagspause mal Zeit, um Kirchen anzuschauen, am Main spazieren zu gehen oder in der Stadt etwas zu besorgen. Und das war eigentlich sehr, sehr schön.

POW: War das schon ein Vorgeschmack auf den Deutschen Katholikentag im Mai?

Bischof Jung: Natürlich haben wir die Werbetrommel gerührt und ich hoffe, dass möglichst viele zum Katholikentag kommen. Würzburg ist wirklich eine tolle Location. Wir haben jetzt als Bistum und als Gastgeber gezeigt, was wir können. Und das hat allen Spaß gemacht, auch meinem Team.

Interview: Anna-Lena Ils (Hörfunkredaktion)

(1026/0228; E-Mail voraus)

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