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Spiele, Spaß und ein großes Danke

Diözesanes Dankeschönfest für Sternsingergruppen aus dem Bistum Würzburg – Gottesdienst mit Bischof Dr. Franz Jung – Workshops im Kilianeum

Würzburg (POW) Bei Schnee und Kälte sind sie in den Tagen um Dreikönig von Haus zu Haus gezogen, um den Segen zu den Menschen zu bringen. Mit einem Dankeschönfest hat die Diözese Würzburg den Sternsingerinnen und Sternsingern für ihr Engagement gedankt. Rund 260 Kinder und Jugendliche aus dem ganzen Bistum mit ihren Begleitpersonen kamen am Samstag, 17. Januar, in das Kilianeum in Würzburg, um einen Tag voller Spaß und Spiele zu verbringen und mit Bischof Dr. Franz Jung einen Gottesdienst zu feiern. „Vielen Dank, liebe Kinder und Jugendliche, dass Ihr als Sternsingerinnen und Sternsinger in den kältesten Tagen hinausgezogen seid, um die Frohe Botschaft von Haus zu Haus zu bringen und mit der größten Aktion von Kindern für Kinder die weltweite Not zu lindern. Es ist ein wunderbares Zeugnis des Glaubens und Eures Engagements, für das ich Euch nicht genug danken kann“, sagte der Bischof.

Organisiert wurde das Programm von der Kirchlichen Jugendarbeit (kja) Diözese Würzburg, der Diözesanen Fachstelle Ministrant*innenarbeit, dem Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) Diözesanverband Würzburg und dem Pastoralen Raum Würzburg Süd-Ost.

Im Kilianeum wurden Spiele und Workshops angeboten. Das Angebot reichte vom Basteln von Armbändern und Schlüsselanhängern über Informationen zum Leben in Brasilien und Kolumbien bis hin zu Führungen durch die Würzburger Residenz und Rollenspielen. Beim Kerzenziehen entstanden kunterbunte Kerzen, und zwischendurch ging es zur Popcorn-Maschine im Café Dom@ain. Schlangen bildeten sich beim großen Menschenkicker und den übrigen Bewegungsangeboten in der Turnhalle. Am Vormittag wurden zudem Führungen im Dunkelcafé angeboten.

Beim Film „Willi in Bangladesch“ erhielten die Kinder einen Einblick in das Problem der Kinderarbeit. Sie lernten Nour und Tazim kennen. Weil seine Eltern krank sind, geht Tazim nicht mehr in die Schule, sondern arbeitet in einer Fabrik, die Töpfe herstellt. Dafür bekommt er umgerechnet 1,50 Euro am Tag. Der Zwölfjährige wünscht sich, wieder in die Schule gehen zu können. Mit den Spendengeldern der Aktion Dreikönigssingen wird eine Stiftung unterstützt, die sich dafür einsetzt, dass die Kinder weniger arbeiten müssen und zur Schule gehen können. Mit ihrer Hilfe konnte Nour, die seit ihrem sechsten Lebensjahr nur gearbeitet hat, wieder zur Schule gehen. Wenn sie groß ist, möchte sie Anwältin werden.

Dann legten die Kinder und Jugendlichen noch einmal ihre Sternsingergewänder an und setzten die goldenen Kronen auf. In einer Prozession zogen sie vorbei an der Residenz und um das Burkardushaus herum bis zum Kiliansdom. Dort blickten zwei Sternsinger stellvertretend darauf, was eigentlich das Schöne am Sternsingen ist – den Segen „an ganz viele Menschen verteilen“, Spenden sammeln, die Freude der Menschen sehen, die besucht wurden. Jesus habe den Menschen Hilfe, Trost und Aufmerksamkeit geschenkt. „Auch wir sollen Gottes Licht verbreiten“, schlossen die beiden Sternsinger: „Jeder von uns kann dieses Licht in sich tragen, immer und überall.“

Bischof Jung sprach mit den Jungen und Mädchen über das Evangelium von den Sterndeutern. Es endet mit dem Satz: „Weil ihnen aber im Traum geboten wurde, nicht zu Herodes zurückzukehren, zogen sie auf einem anderen Weg heim in ihr Land.“ Die Kinder wussten genau, warum die Heiligen Drei Könige das taten: „Weil sie es gesagt bekommen haben“ – „Weil Herodes Jesus töten wollte“, antworteten sie. Sie seien einen anderen Weg gegangen, um Jesus zu schützen, bestätigte der Bischof. „Immer wenn wir merken, dass wir Jesus vergessen, dass wir vielleicht etwas Dummes getan haben, dass wir gar keine Zeit mehr haben zum Beten, dann ist es wichtig, auf einem anderen Weg nach Hause zurückzukehren. Einem Weg, auf dem wir Jesus schützen als das Wichtigste in unserem Leben.“

Die Sterndeuter hätten den großen Umweg auch gemacht, um möglichst vielen Menschen von dem zu erzählen, was sie erlebt hatten, fuhr der Bischof fort. „Das habt Ihr auch gemacht. Ihr habt den Segen an die Türen geschrieben und in jedes Haus gebracht. Wir müssen den Menschen von dem erzählen, was uns erfüllt, und dass wir in Christus einen großen Schatz gefunden haben.“

Die drei Könige seien im Herzen ganz erfüllt gewesen von dem, was sie erlebt hatten. „Sie haben nicht nur andere beschenkt, sondern sind auch mit einer großen Dankbarkeit beschenkt worden“, schloss Bischof Jung. Auch auf das Kommen der Sternsingerinnen und Sternsinger hätten viele Menschen gewartet. „Ihr habt hoffentlich oft diese Dankbarkeit gespürt. Wer etwas Gutes tut, erfährt oftmals, dass er mehr bekommt, als er gegeben hat.“

sti (POW)

(0426/0084; E-Mail voraus)
 

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