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Das kontemplative Gebet gestärkt

Veranstaltungsformat „Geistliche Zeit“ mit Bischof Dr. Franz Jung erreichte insgesamt 210 Gottesdienstbeauftragte, Kommunionhelferinnen und -helfer

Würzburg (POW) Was heißt kontemplativ beten? Und wie geht das? Ausgehend von diesen Fragen hat eine Projektgruppe mit Bischof Dr. Franz Jung, Pastoralreferentin Gabriele Saft vom Referat Spiritualität und Liturgiereferent Dr. Stephan Steger das Veranstaltungsformat „Geistliche Zeit“ für die Gottesdienstbeauftragten sowie Kommunionhelferinnen und -helfer im Bistum entwickelt. In den vergangenen zwei Jahren wurden über das Bistum verteilt sieben Termine angeboten: in Maria Bildhausen, Schneppenbach, Antonia-Werr-Zentrum im Kloster Sankt Ludwig, Maria Limbach, Würzburg, Miltenberg und zuletzt Gemünden. Insgesamt nahmen 210 Personen teil. Die Resonanz sei „überraschend groß“ gewesen, schreibt die Projektgruppe.

Jeweils einen Vormittag lang nahmen sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Zeit für geistliche Impulse, Erfahrungsaustausch, Stille und Gebet. Als Einstieg waren sie eingeladen, ihr persönliches Gebet und ihren Glauben mit Hilfe eines mitgebrachten Gegenstands vorzustellen. Bereits hier habe sich eine wichtige Facette kontemplativen Betens gezeigt: Kontemplation lebe davon, den Kontakt zu Gott im Laufe eines Tages durch eigene Gebetsweisen oder Erinnerungszeichen zu halten, wie Rosenkranz, Ikone oder persönliche „Reliquien“ aller Art.

Auf diese bereichernde Runde sei ein Impuls von Bischof Jung über den Vers „Dein Angesicht, Herr, will ich suchen“ aus Psalm 27 gefolgt. Ausgehend von diesem Vers legte der Bischof dar, wie die Suche nach dem Angesicht Gottes die Gebetssprache der Psalmen durchzieht. Das tiefe menschliche Bedürfnis, ein persönliches Gegenüber zu haben, finde in Jesus Christus ein göttliches Angesicht. In ihm schaue Gott den Menschen an und hebe damit den Fluch des Sündenfalls auf, der zur Folge hatte, dass sich Adam und Eva vor dem Angesicht des Herrn versteckten.

Im Anschluss an diesen Impuls war Raum und Zeit, der Frage nachzugehen, wo jeder und jede Einzelne das Angesicht Christi im Alltag schaut. Ausgewählte Gebetsverse der Psalmen gaben den Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Möglichkeit zur persönlichen Meditation und zum Austausch in Kleingruppen. Alles mündete in eine gemeinsame Zeit der Stille in der Kirche. Eine kurze Andacht beschloss die „Geistliche Zeit“.

„Sehr positiv wurde von den Teilnehmenden empfunden, dass dieses Angebot der Vertiefung des persönlichen Betens diente. Sie mussten nichts lernen und nichts leisten. Es war ein geistlicher Vormittag, der wohltuend und gemeinschaftsfördernd wahrgenommen wurde, auch und gerade durch die Zeiten der gemeinsamen Stille und des Hörens“, schreibt die Projektgruppe und zieht das Fazit: „Kontemplatives Beten zu fördern ist eine lohnende Aufgabe, die weitere Vertiefung lohnt.“

(0426/0068; E-Mail voraus)

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