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Bischof Jung ruft zu „Verantwortung füreinander“ auf

Vinzenztag 2026
Festgottesdienst beim Vinzenztag in Kleinostheim

Kleinostheim (POW) Beim Vinzenztag in Kleinostheim (Landkreis Aschaffenburg) hat Bischof Dr. Franz Jung am Sonntag, 27. September, einen Festgottesdienst mit der unterfränkischen Caritasfamilie gefeiert. Der Tag stand unter dem diesjährigen Leitwort der Caritas „Zusammen geht was – Caritas verbindet Generationen“. Die Vinzenzpreise für ehrenamtliches Engagement im Sinne der Nächstenliebe wurden nach dem Gottesdienst vor rund 250 geladenen Gästen in der Maingauhalle verliehen.

„Nach ,lieben' ist ,helfen' das schönste Zeitwort der Welt“, sagte Kleinostheims Pfarrer Heribert Kaufmann zu Beginn des Festgottesdienstes in der Pfarrkirche Sankt Laurentius. Mitarbeitende und Ehrenamtliche der Caritas bezeichnete er als Lebenshelferinnen und -helfer. Als Pfarrer von Kleinostheim habe Domkapitular Monsignore Clemens Bieber, Vorsitzender des Diözesan-Caritasverbandes (DiCV Würzburg), seinerzeit „viele Spuren hinterlassen“. Man freue sich daher, dass Kleinostheim bei seinem letzten Vinzenztag als Caritasvorsitzender Gastgeber sei.

Bischof Jung betonte vor den zahlreichen haupt- und ehrenamtlichen Caritasmitarbeitenden sowie vielen Vertreterinnen und Vertretern des öffentlichen Lebens Jesus Christus als Mitte des Tuns. Gottes Sohn führe Menschen zusammen. „Jung und Alt gestalten Zukunft gemeinsam“, sagte der Bischof. In seiner Predigt ging er auf das Zusammenspiel der Generationen ein.

Das veranschaulichte er beeindruckend an der antiken Darstellung des Aeneas, der Vater und Sohn – und auch die Götter – aus dem brennenden Troja rettet. Über die Pietas Romana führte der Bischof zur Pietas Christiana hin, die er als „Fundament unseres Handelns“ bezeichnete. Zentral sei dabei die gegenseitige Fürsorge: „Zukunft entsteht dort, wo Generationen Verantwortung füreinander übernehmen.“

Bischof Jung machte dabei auch klar: „Nicht nur Troja brennt. Auch bei uns brennt es allenthalben.“ Einsamkeit, fehlende Begegnungsräume und die Zukunftsfähigkeit der Sozialsysteme seien Herausforderungen, denen in der aktuellen gesellschaftlichen Situation begegnet werden müsse. Hierbei Verantwortung füreinander zu übernehmen sei eine große Aufgabe.

Das generationenübergreifend tätige Haus Sankt Vinzenz von Paul in Kleinostheim, das heuer 30-jähriges Bestehen feiert, bezeichnete Bischof Jung als „vorbildlichen Ort, um die Pietas Christiana einzuüben“. Als Bischof sei er dankbar, „dass wir als Kirche auch so etwas auf die Beine stellen“. Kirche sei kein Paralleluniversum, sondern bringe sich in die Gemeinden ein und sei damit auch ein starker Partner für die Politik. Den Caritaslern dankte der Bischof für ihr Engagement.

Nach den Fürbitten für unterschiedliche Generationen, nach Gabenbereitung und Kommunion dankte am Schluss des Gottesdienstes Domkapitular Bieber dem Bischof für seine „ermutigende Predigt“. Er leitete mit der Ankündigung von „drei konkreten Beispielen für das ,Zusammen geht was‘“ auf den anschließenden Festumzug und die Verleihung der Vinzenzpreise in der Maingauhalle über.

hela (Caritas)

(4026/0910; E-Mail voraus)

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