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	 xmlns:n="http://typo3.org/ns/GeorgRinger/News/ViewHelpers"><channel><title>Nachrichten</title><link></link><description></description><language>de-DE</language><copyright>Diözese Bistum Würzburg</copyright><pubDate>Sat, 17 Oct 2026 14:31:52 +0200</pubDate><lastBuildDate>Sat, 17 Oct 2026 14:31:52 +0200</lastBuildDate><atom:link href="https://bischof.bistum-wuerzburg.de/aktuell/feed.rss" rel="self" type="application/rss+xml" /><generator>TYPO3 EXT:news</generator><item><guid isPermaLink="false">news-75650</guid><pubDate>Mon, 12 Oct 2026 11:00:00 +0200</pubDate><title>Pietà des Käppele zieht für die Dauer der Renovierung um</title><link>https://bischof.bistum-wuerzburg.de/aktuell/na-detail/ansicht/pieta-des-kaeppele-zieht-fuer-die-dauer-der-renovierung-um/</link><description>Würzburg (POW) Bischof Dr. Franz Jung feiert am Mittwoch, 14. Oktober, dem Festtag des heiligen Burkard, um 18.30 Uhr in der Würzburger Pfarrkirche Sankt Burkard einen Pontifikalgottesdienst. Konzelebrant ist Weihbischof Paul Reder. Dabei wird das Marien-Gnadenbild des Würzburger Käppele begrüßt. </description><content:encoded><![CDATA[<p></p><p><span style="font-size:10pt"><span style="font-family:Arial,sans-serif">Die Darstellung der Pietà bekommt für die Dauer der Innenrenovierung der Wallfahrtskirche auf dem Nikolausberg in der benachbarten Kirche einen Platz, damit sie weiterhin für die Gläubigen zugänglich ist. Ende 2028 sollen die Arbeiten im Käppele abgeschlossen sein und das Gnadenbild an seinen angestammten Ort zurückkehren. </span></span></p><p><span style="font-size:10pt"><span style="font-family:Arial,sans-serif">(4226/0972; E-Mail voraus)</span></span></p>]]></content:encoded><category>Veranstaltungen</category><category>Weihbischof Paul Reder</category><category>Bischof Franz Jung</category><category>Würzburg</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-75640</guid><pubDate>Mon, 12 Oct 2026 09:15:11 +0200</pubDate><title>Bischof Jung: „Den Glauben wachhalten“</title><link>https://bischof.bistum-wuerzburg.de/aktuell/na-detail/ansicht/bischof-jung-den-glauben-wachhalten/</link><description>Altötting (bp/POW) Bischof Dr. Franz Jung hat am Freitag, 9. Oktober, in der Altöttinger Basilika Sankt Anna einen Gottesdienst zur Eröffnung des siebten Adoratio-Kongresses für eucharistische Anbetung gefeiert. </description><content:encoded><![CDATA[<p>In seiner Predigt ging Bischof Jung auf das Evangelium ein, in dem Jesus zu seinen Jüngern sprach: „Sorgt euch nicht um euer Leben und darum, ob ihr etwas zum Essen habt, noch um euren Leib und darum, dass ihr etwas anzuziehen habt.“ Wie der Bischof betonte, müsse es die erste Sorge der Gläubigen sein, „das Reich zu verkünden und die Hände frei zu haben, in der Begegnung mit dem Anderen das Brot zu erhalten und den Glauben zu teilen”. Die Menschen der Gegenwart erlebten permanent, wie sehr sie von der Sorge um materielles Wohl in Beschlag genommen werden. „Menschen sind nur damit beschäftigt, im Internet sich von morgens bis abends irgendwas zu bestellen, von dem sie glauben, dass es jetzt ihren Hunger und ihren Durst nach Leben stillt.“ Dennoch seien sie permanent auf der Suche nach etwas, das sie scheinbar glücklich mache und letztendlich trotzdem immer wieder leer zurücklasse, sagte Bischof Jung. Er appellierte an die Gläubigen, sich niemals ihren Hunger nach der Eucharistiefeier nehmen zu lassen und die Sehnsucht für immer wachzuhalten. Weitere Informationen im Internet unter&nbsp;<span style="font-size:10.0pt"><span style="font-family:&quot;Arial&quot;,sans-serif"><a href="https://www.bistum-passau.de/artikel/adoratio-2026-tag-1" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">https://www.bistum-passau.de/artikel/adoratio-2026-tag-1</a>.</span></span></p><p>(4226/0970; E-Mail voraus)</p>]]></content:encoded><category>Kurzmeldungen</category><category>Bischof Franz Jung</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-75590</guid><pubDate>Fri, 09 Oct 2026 09:36:01 +0200</pubDate><title>Bischof Jung: Wichtig ist das „Feuer des Geistes“</title><link>https://bischof.bistum-wuerzburg.de/aktuell/na-detail/ansicht/bischof-jung-wichtig-ist-das-feuer-des-geistes/</link><description>Würzburg (POW) In seinem Vorwort für die November-Ausgabe der Missionszeitschrift „Mariannhill“ der Mariannhiller Missionare betont Bischof Dr. Franz Jung die Bedeutung der inneren Haltung für den kirchlichen Auftrag. </description><content:encoded><![CDATA[<p>Unter Berufung auf ein Zitat des 1976 ermordeten Bischofs Adolph Schmitt unterstreicht Bischof Jung, dass tief religiöse Missionsbegeisterung das essenzielle Fundament jeglicher Missionsarbeit sei. Gerade in Zeiten knapper Ressourcen komme es darauf an, zuerst das „Feuer des Geistes“ im Herzen zu entfachen, anstatt primär auf die materiellen Mittel zu blicken. Anlässlich des 50.&nbsp;Jahrestages der Ermordung von Bischof Schmitt reist Bischof Jung auf Einladung von Provinzial Pater Christoph Eisentraut nach Südafrika und Simbabwe. Die Reise zu Beginn der Adventszeit dient dazu, das langjährige Wirken der Mariannhiller Missionare zu würdigen, die Ordensniederlassungen kennenzulernen und im Sinne des adventlichen Aufbruchs über die Erneuerung des Missionsauftrags nachzudenken.</p><p>(4226/0953; E-Mail voraus)</p>]]></content:encoded><category>Kurzmeldungen</category><category>Bischof Franz Jung</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-75431</guid><pubDate>Thu, 01 Oct 2026 17:22:18 +0200</pubDate><title>Bischof Jung und Weihbischof Reder in Bischöfliche Kommissionen gewählt</title><link>https://bischof.bistum-wuerzburg.de/aktuell/na-detail/ansicht/bischof-jung-und-weihbischof-reder-in-bischoefliche-kommissionen-gewaehlt/</link><description>Fulda/Würzburg (POW) Bei der Herbst-Vollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) vom 28. September bis 1. Oktober in Fulda sind Bischof Dr. Franz Jung und Weihbischof Paul Reder als Mitglieder in Bischöfliche Kommissionen gewählt worden.</description><content:encoded><![CDATA[<p>Bischof Jung wurde in die Kommission „Gesellschaft und caritative Fragen“ gewählt. Außerdem ist er weiterhin Mitglied in der Bischöflichen Fachgruppe für Fragen des sexuellen Missbrauchs und von Gewalterfahrungen. Darüber hinaus nimmt Bischof Jung seit 2020 die Aufgabe als Vorsitzender des Verbandsrats des Verbands der Diözesen Deutschlands (VDD) wahr. Weihbischof Reder wurde in die Kommissionen „Missionarische Pastoral und kirchliche Dienste“ sowie „Medien“ gewählt.</p><p>(4126/0924; E-Mail voraus)</p>]]></content:encoded><category>Kurzmeldungen</category><category>Weihbischof Paul Reder</category><category>Bischof Franz Jung</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-75364</guid><pubDate>Tue, 29 Sep 2026 10:03:08 +0200</pubDate><title>Vinzenzpreise würdigen Engagement für ein solidarisches Miteinander</title><link>https://bischof.bistum-wuerzburg.de/aktuell/na-detail/ansicht/vinzenzpreise-wuerdigen-engagement-fuer-ein-solidarisches-miteinander/</link><description>„Sankt Agatha – Kirche am Markt“ in Aschaffenburg erhält ersten Preis des Diözesan-Caritasverbands – Auszeichnungen auch für Initiativen in Randersacker und Schweinheim</description><content:encoded><![CDATA[<p class="Dachzeile1"><strong>Kleinostheim </strong>(POW) Mit drei Vinzenzpreisen hat der Diözesan-Caritasverband Würzburg (DiCV) bei der Feier des Vinzenztags am Sonntag, 27. September, in Kleinostheim ehrenamtliches Engagement für das Gemeinwohl ausgezeichnet. Der mit 2500 Euro dotierte erste Preis ging an den Verein „Sankt Agatha – Kirche am Markt“ in Aschaffenburg. Den zweiten Preis (2000 Euro) erhielt der Verein für Krankenpflege und Altenhilfe Sankt Elisabeth Randersacker, den dritten Preis (500 Euro) nahm die Gemeinschaftsinitiative Schweinheim (GIS) entgegen. Bischof Dr. Franz Jung überreichte den Preisträgern die Urkunden.</p><p>Nach dem <a href="https://pow.bistum-wuerzburg.de/aktuelle-meldungen/detailansicht/ansicht/bischof-jung-ruft-zu-verantwortung-fuereinander-auf/" target="_blank">Festgottesdienst</a> in der Pfarrkirche Sankt Laurentius versammelten sich die Gäste in der Maingauhalle zur Preisverleihung. Domkapitular Monsignore Clemens Bieber, Vorsitzender des Diözesan-Caritasverbands, begrüßte unter anderem Bischof Jung. Musikalisch gestaltete der Gitarrist Florian Wöber die Feier. Bieber erinnerte auch an seine eigene Zeit in Kleinostheim: Von 1992 bis 2009&nbsp;war er Pfarrer der Pfarrei Sankt Laurentius. Im Mittelpunkt des Vinzenztags stehe der Gedanke, „einander zum Nächsten“ zu werden.</p><p>„Zusammen geht was“, betonte Christopher Franz, Vorstand des Caritasverbands für den Landkreis und die Stadt Aschaffenburg. Solidarität und gemeinsames Handeln seien notwendig, ebenso die Zusammenarbeit von Caritas und Pastoral sowie von Caritas und Diakonie. Entscheidend seien Menschen vor Ort, die Verantwortung übernehmen und anpacken. Auch das Ehrenamt sei eine wichtige Säule des gesellschaftlichen Zusammenhalts.</p><p>Martin Wienand, Geschäftsführer des Hauses Sankt Vinzenz von Paul in Kleinostheim, hob hervor, dass die Caritas Traditionen und Generationen verbinde. Eine wichtige Säule sei zudem das Ehrenamt, das die Menschen trage. Seine Einrichtung, die in diesem Jahr 30 Jahre bestehe, sei vom caritativen Miteinander geprägt, betonte Wienand. „Wir als Christen wollen in die Welt hineinwirken.“</p><p>Kleinostheims Bürgermeister Dennis Neßwald fragte, was die Gesellschaft zusammenhalte und Menschen miteinander verbinde. „Zusammen können wir mehr erreichen – zusammen geht was“, sagte er. Zukunft entstehe dort, wo verschiedene Generationen gemeinsam Verantwortung übernähmen. Landrat Dr. Alexander Legler verwies auf die Zusammenarbeit von Kirchen, Kommunen und anderen Trägern. Engagement und Aufmerksamkeit füreinander könnten dazu beitragen, Einsamkeit zu verhindern und Lebensqualität zu schaffen. Der evangelische Dekan Rudi Rupp warb dafür, christliche Nächstenliebe auch in einer zunehmend unsicheren Welt sichtbar zu halten.</p><p>Den ersten Preis erhielt „Sankt Agatha – Kirche am Markt“. Der Verein wurde im Juni 2025 gegründet und verfolgt das Ziel, die Aschaffenburger Pfarrkirche Sankt Agatha zu einem multifunktionalen Ort zu entwickeln. Dort sollen geistliche, kulturelle und soziale Angebote ihren Platz finden. Die Laudatio hielt Martin Schwarzkopf, Chefredakteur des „Main-Echo“.</p><p>Der zweite Preis ging an den Verein für Krankenpflege und Altenhilfe Sankt Elisabeth Randersacker. Dessen Sozialstation, die aus der früheren Gemeindeschwesternarbeit hervorgegangen ist, betreut fast 30 Menschen. Darüber hinaus unterstützt der Verein ukrainische Flüchtlinge und beteiligt sich an der Finanzierung der Kirchenheizung. Rund 200 Mitglieder gehören dem Verein an. „Man sieht, was ein kleiner Verein alles bewirken kann“, sagte Eva Maria Linsenbreder, Bezirks- und Kreisrätin, bei ihrer Würdigung.</p><p>Die Gemeinschaftsinitiative Schweinheim erhielt den dritten Preis. Sie richtet sich an Menschen unabhängig von Alter, Geschlecht oder sozialer Herkunft und bezieht auch Menschen mit Autismus ein. Zu den Angeboten gehören unterschiedliche Formen der Nachbarschaftshilfe und ein Mittagessen für Bedürftige. Eugen Hain vom Caritasrat würdigte die Initiative als Beispiel für gesellschaftliche Orientierung und gegenseitigen Halt.</p><p>Nach dem gemeinsamen Mittagessen konnten die Gäste das Haus Sankt Vinzenz von Paul besichtigen. Bei Kaffee und Kuchen klang der Vinzenztag in Kleinostheim aus.</p><p class="text-right"><span style="font-size:10pt"><span style="font-family:Arial,sans-serif"><i>sl (Caritas)</i></span></span></p><p><span style="font-size:10pt"><span style="font-family:Arial,sans-serif">(4026/0911; E-Mail voraus)</span></span></p><p><span style="font-size:10pt"><span style="font-family:Arial,sans-serif"><b><i><u>Hinweis für Redaktionen:</u></i></b><i> Fotos abrufbar im Internet </i></span></span></p>]]></content:encoded><category>Berichte</category><category>Bischof Franz Jung</category><category>Aschaffenburg</category><category>Würzburg</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-75363</guid><pubDate>Tue, 29 Sep 2026 09:57:21 +0200</pubDate><title>Bischof Jung ruft zu „Verantwortung füreinander“ auf</title><link>https://bischof.bistum-wuerzburg.de/aktuell/na-detail/ansicht/bischof-jung-ruft-zu-verantwortung-fuereinander-auf/</link><description>Festgottesdienst beim Vinzenztag in Kleinostheim</description><content:encoded><![CDATA[<p class="Dachzeile1"><strong>Kleinostheim</strong> (POW) Beim Vinzenztag in Kleinostheim (Landkreis Aschaffenburg) hat Bischof Dr. Franz Jung am Sonntag, 27. September, einen Festgottesdienst mit der unterfränkischen Caritasfamilie gefeiert. Der Tag stand unter dem diesjährigen Leitwort der Caritas „Zusammen geht was – Caritas verbindet Generationen“. Die Vinzenzpreise für ehrenamtliches Engagement im Sinne der Nächstenliebe wurden nach dem Gottesdienst vor rund 250 geladenen Gästen in der Maingauhalle verliehen.</p><p>„Nach ,lieben' ist ,helfen' das schönste Zeitwort der Welt“, sagte Kleinostheims Pfarrer Heribert Kaufmann zu Beginn des Festgottesdienstes in der Pfarrkirche Sankt Laurentius. Mitarbeitende und Ehrenamtliche der Caritas bezeichnete er als Lebenshelferinnen und -helfer. Als Pfarrer von Kleinostheim habe Domkapitular Monsignore Clemens Bieber, Vorsitzender des Diözesan-Caritasverbandes (DiCV Würzburg), seinerzeit „viele Spuren hinterlassen“. Man freue sich daher, dass Kleinostheim bei seinem letzten Vinzenztag als Caritasvorsitzender Gastgeber sei.</p><p>Bischof Jung betonte vor den zahlreichen haupt- und ehrenamtlichen Caritasmitarbeitenden sowie vielen Vertreterinnen und Vertretern des öffentlichen Lebens Jesus Christus als Mitte des Tuns. Gottes Sohn führe Menschen zusammen. „Jung und Alt gestalten Zukunft gemeinsam“, sagte der Bischof. In seiner Predigt ging er auf das Zusammenspiel der Generationen ein.</p><p>Das veranschaulichte er beeindruckend an der antiken Darstellung des Aeneas, der Vater und Sohn – und auch die Götter – aus dem brennenden Troja rettet. Über die Pietas Romana führte der Bischof zur Pietas Christiana hin, die er als „Fundament unseres Handelns“ bezeichnete. Zentral sei dabei die gegenseitige Fürsorge: „Zukunft entsteht dort, wo Generationen Verantwortung füreinander übernehmen.“</p><p>Bischof Jung machte dabei auch klar: „Nicht nur Troja brennt. Auch bei uns brennt es allenthalben.“ Einsamkeit, fehlende Begegnungsräume und die Zukunftsfähigkeit der Sozialsysteme seien Herausforderungen, denen in der aktuellen gesellschaftlichen Situation begegnet werden müsse. Hierbei Verantwortung füreinander zu übernehmen sei eine große Aufgabe.</p><p>Das generationenübergreifend tätige Haus Sankt Vinzenz von Paul in Kleinostheim, das heuer 30-jähriges Bestehen feiert, bezeichnete Bischof Jung als „vorbildlichen Ort, um die Pietas Christiana einzuüben“. Als Bischof sei er dankbar, „dass wir als Kirche auch so etwas auf die Beine stellen“. Kirche sei kein Paralleluniversum, sondern bringe sich in die Gemeinden ein und sei damit auch ein starker Partner für die Politik. Den Caritaslern dankte der Bischof für ihr Engagement.</p><p>Nach den Fürbitten für unterschiedliche Generationen, nach Gabenbereitung und Kommunion dankte am Schluss des Gottesdienstes Domkapitular Bieber dem Bischof für seine „ermutigende Predigt“. Er leitete mit der Ankündigung von „drei konkreten Beispielen für das ,Zusammen geht was‘“ auf den anschließenden Festumzug und die <a href="https://pow.bistum-wuerzburg.de/aktuelle-meldungen/detailansicht/ansicht/vinzenzpreise-wuerdigen-engagement-fuer-ein-solidarisches-miteinander/" target="_blank" class="external-link">Verleihung der Vinzenzpreise</a> in der Maingauhalle über.</p><p class="text-right"><span style="font-size:10pt"><span style="font-family:Arial,sans-serif"><i>hela (Caritas)</i></span></span></p><p><span style="font-size:10pt"><span style="font-family:Arial,sans-serif">(4026/0910; E-Mail voraus)</span></span></p><p><span style="font-size:10pt"><span style="font-family:Arial,sans-serif"><b><i><u>Hinweis für Redaktionen:</u></i></b><i> Fotos abrufbar im Internet </i></span></span></p>]]></content:encoded><category>Berichte</category><category>Bischof Franz Jung</category><category>Aschaffenburg</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-75304</guid><pubDate>Sat, 26 Sep 2026 15:22:38 +0200</pubDate><title>„Seien Sie ein Segen für die Menschen“</title><link>https://bischof.bistum-wuerzburg.de/aktuell/na-detail/ansicht/seien-sie-ein-segen-fuer-die-menschen/</link><description>Bischof Dr. Franz Jung weiht vier Männer zu Diakonen ─ Feierlicher Gottesdienst im Kiliansdom</description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Würzburg</strong> (POW) Bei einem Pontifikalgottesdienst am Samstag, 26. September, im Würzburger Kiliansdom hat Bischof Dr. Franz Jung unter Handauflegung und Gebet Dr. Bernd Reitwiesner (55) aus Kirchschönbach, Julian Thurn (33) aus Würzburg und Steffen Willinger (42) aus Marktheidenfeld zu Ständigen Diakonen geweiht. Thurn verpflichtete sich zudem, zukünftig zölibatär zu leben. Ebenso empfing der Mariannhillerbruder Anthony Nonso Dim (34) aus Würzburg die Diakonenweihe, der auf dem Weg zur Priesterweihe ist. Der Bischof begrüßte die rund 450 Gläubigen im Dom, die gekommen waren, um die <a href="https://pow.bistum-wuerzburg.de/aktuelle-meldungen/detailansicht/ansicht/vier-maenner-werden-diakone/" target="_blank" class="external-link">neuen Diakone</a> „auf ihrem Weg im Gebet zu begleiten und zu bestärken“. Die Feier wurde live auf der <a href="https://www.bistum-wuerzburg.de/glaube-leben/gottesdienste/uebertragungen/" target="_blank" class="external-link">Homepage</a> und dem <a href="https://www.youtube.com/@bistumw%C3%BCrzburg" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">YouTube</a>-Kanal des Bistums übertragen.</p><p>An dem Gottesdienst nahmen unter anderem Weihbischof Paul Reder, Regens des Priesterseminars und Ausbildungszentrums im Bistum Würzburg, Generalvikar Dr. Jürgen Vorndran, Subregens Domvikar Dr. Christian Lutz, Bischöflich Beauftragter für den Ständigen Diakonat, Pastoralreferentin Monika Urbasik, Ausbildungsleiterin für den Ständigen Diakonat, und zahlreiche Domkapitulare, Priester und Diakone sowie Familien und Freunde der neuen Diakone teil. Die Ministrantinnen und Ministranten kamen auch aus den Heimat- und Praktikumsgemeinden der Weihekandidaten.</p><p>In seiner Predigt legte der Bischof das Evangelium von der Aussendung der Jünger für den diakonalen Dienst aus. Jesus habe die Jünger jeweils zu zweit ausgesandt. „Ausgesandt wird man nie allein, sondern immer im Team“, sagte Bischof Jung. Das Miteinander bestärke im gemeinsamen Zeugnis und diene der gegenseitigen Korrektur, Hilfe und Unterstützung. „Der diakonale Dienst ist immer Dienst am Team und im Team, gerade in unseren Pastoralen Räumen.“ Jesus habe den Jüngern Vollmacht über die „unreinen Geister“ gegeben, fuhr der Bischof fort. Diese gebe es in großer Zahl, von Neid und Eifersucht bis zu Machtspielchen und übler Nachrede. Die im Weihegebet geforderte Lauterkeit im Wesen sei aber kein dauerhafter Charakterzug, sondern müsse täglich neu errungen werden, etwa durch das Stundengebet.</p><p>Bevor sich die Jünger auf den Weg machen, nehme Jesus ihnen alles weg, fuhr der Bischof fort: „Kein Brot, keine Vorratstasche, kein Geld, kein zweites Hemd…“ Dahinter verbergen sich nach seinen Worten zwei Aufträge: „Ihr habt keine Botschaft, Ihr seid die Botschaft“ und „Bewahrt Euch die Geistesgegenwart, wahrzunehmen, was jetzt dran ist.“ Eine Ausnahme sei der Wanderstab. Dieser stehe dafür, auf dem geistlichen Weg nicht stehen zu bleiben. Er erinnere daran, sich vom Herrn in die Weite führen und an die Orte senden zu lassen, an denen man am meisten gebraucht werde. Jesu Aufforderung „Bleibt in dem Haus, in dem ihr einkehrt“ bedeute, nicht vor Herausforderungen wegzulaufen, sagte Bischof Jung: „Bei jedem Stellenwechsel nimmst Du Dich selber mit.“ Jesus gebe aber auch die Freiheit, weiterzugehen, wenn man in einem Ort nicht aufgenommen werde. „Unsere Aufgabe ist es, zu säen, zu gießen und zu hegen.“ Es sei eine Gnade, zu merken, dass die Arbeit Frucht trage. Doch es sei die Aufgabe Gottes, Wachstum zu schenken. Er wünschte den Männern „von ganzem Herzen“, dass sie mit ihrem Dienst „ein Segen sind für die Menschen, zu denen Sie gesandt sind, die auf Sie warten, die ein Wort des Trostes, der Ermutigung und des geistlichen Zuspruchs brauchen“.</p><p>Zu Beginn der Weihe rief Subregens Lutz die Kandidaten einzeln auf. Sie versprachen, ihr Leben an Jesus Christus auszurichten und ihm besonders in den Armen, Kranken, Heimatlosen, Notleidenden und allen Ausgegrenzten zu dienen. Dem Bischof gelobten sie Gehorsam. Thurn und Dim erklärten außerdem ihre Bereitschaft, zukünftig zölibatär zu leben. Während der Anrufung der Heiligen lagen die Weihekandidaten als Zeichen der Hingabe an Christus ausgestreckt auf dem Boden. Danach legte ihnen Bischof Jung schweigend die Hände auf und sprach das Weihegebet. Nach der Weihe wurden die Diakone mit Stola und Dalmatik bekleidet und bekamen das Evangelienbuch überreicht. Anschließend umarmten der Bischof und die für die Ausbildung Verantwortlichen die Neugeweihten als Zeichen der brüderlichen Verbundenheit. Die Ehefrauen von zwei Weihekandidaten erklärten bereits zu Beginn der Messe ihre Bereitschaft, den Dienst ihres Ehemannes zu unterstützen.</p><p>Im Namen der Neugeweihten dankte Reitwiesner am Ende des Gottesdienstes allen, die die Männer auf ihrem bisherigen Weg begleitet und an der Feier im Dom mitgewirkt haben. Besonders dankte er den Familien und Freunden für ihre Unterstützung und im Namen von Dim dessem Orden und den Mitbrüdern „für die Unterstützung und Toleranz“ auf dem Weg zum Diakon. „Danke dem Herrgott für die Energie, Motivation und vor allem die Gesundheit, die er uns geschenkt hat für diesen langen Weg. Danke Euch allen für das kräftige Mitfeiern, Mitbeten, Mitsingen.&quot;</p><p>Domorganist Professor Stefan Schmidt, der Chor der Pfarrkirche Sankt Johannes der Täufer aus Schlüsselfeld (Landkreis Bamberg) unter der Leitung von Martin Popp und der Chor der Pfarreiengemeinschaft Würzburg-Heidingsfeld unter der Leitung von Katja Neubauer begleiteten den Weihegottesdienst musikalisch. Die Kollekte war für das Jugendförderprojekt „Laudato Si“ von Mariannhillerpater Patrick Musumba in Msata, Chalinze (Region Pwani) in Tansania bestimmt. Dort werden gebrauchte Fahrzeugreifen gesammelt und zu langlebigen Pflastersteinen recycelt. Mindestens 40 Jugendliche erhalten dort eine praktische Ausbildung in Reifenrecycling, Produktion, Arbeitssicherheit und Grundlagen des Unternehmertums. An den Gottesdienst schloss sich eine Begegnung an.</p><p class="text-right"><em>sti (POW)</em></p><p>(4026/0903; E-Mail voraus)</p><p><em><strong>Weitere Bilder finden Sie hier:</strong><a href="https://bistum-wuerzburg.px.media/share/17904263571k9N7XCoY1YbZG" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">https://bistum-wuerzburg.px.media/share/17904263571k9N7XCoY1YbZG</a></em><br />&nbsp;</p>]]></content:encoded><category>Berichte</category><category>Bischof Franz Jung</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-75240</guid><pubDate>Thu, 24 Sep 2026 11:45:59 +0200</pubDate><title>Ein Jahrhundert voller Menschlichkeit</title><link>https://bischof.bistum-wuerzburg.de/aktuell/na-detail/ansicht/ein-jahrhundert-voller-menschlichkeit-1/</link><description>Bahnhofsmission Schweinfurt begeht Jubiläum – Bischof Jung schickt Grußwort</description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Schweinfurt </strong>(POW) Seit 1926 ist die Bahnhofsmission Schweinfurt für Menschen da, die Unterstützung, ein offenes Ohr, Hilfe am Bahnsteig oder einfach einen Ort zum Ankommen brauchen. Beim Festakt zum 100-jährigen Jubiläum ist deutlich geworden: Die Herausforderungen haben sich verändert – das Prinzip Mitmenschlichkeit ist geblieben, heißt es in einer Pressemitteilung.</p><p>Unter dem Motto „100 Jahre Bahnhofsmission. Ein Jahrhundert voller Hilfe, Hoffnung und Menschlichkeit“ hatten die Träger IN VIA Würzburg und Diakonie Schweinfurt am Freitag, 18. September, zum Jubiläum ins Mehrgenerationenhaus in Schweinfurt eingeladen. Bereits im Mai hatte die Bahnhofsmission mit Gästen und Ehrenamtlichen gefeiert. Die Vorstände Martina Fallmann (IN VIA Würzburg) und Carsten Bräumer (Diakonie Schweinfurt) unterstrichen die Bedeutung der niedrigschwelligen Anlaufstelle an Gleis 1: Ohne Anmeldung und unabhängig von Herkunft, Religion oder sozialem Status sei hier jeder willkommen. Fallmann betonte, die Bahnhofsmission sei mehr als Hilfe in einer akuten Notlage: „Manchmal bedeutet sie ganz einfach: Da ist jemand.“</p><p>Schweinfurts Oberbürgermeister Ralf Hofmann würdigte die Bahnhofsmission als festen und wichtigen Bestandteil des sozialen Netzes von Stadt und Landkreis. Sie helfe unbürokratisch und vertraulich. Aus eigener Erfahrung als Hospitierender berichtete Hofmann von interessanten Gesprächen und Begegnungen. Was die Bahnhofsmission so einzigartig mache, sei die Bandbreite ihrer Angebote und ihre Fähigkeit, Brücken zwischen Menschen zu bauen. Er plädierte für „armutssensibles Handeln“ und lobte die Empathie und Menschlichkeit der Hilfestation.</p><p>Auch Landrat Florian Töpper betonte die Bedeutung der Bahnhofsmission für den gesellschaftlichen Zusammenhalt im Raum Schweinfurt. Er warnte vor rechtsextremen Tendenzen in der Gesellschaft und warb für Demokratie und einen starken Sozialstaat. Besonders hob er das Engagement der größtenteils ehrenamtlich Mitarbeitenden hervor, für die „die Würde des Menschen“ an erster Stelle stehe.&nbsp;<br />Ein Grußwort von Bischof Dr. Franz Jung verlas Domkapitular Monsignore Clemens Bieber, Vorsitzender des Diözesan-Caritasverbandes. Der Bischof bezeichnete die Bahnhofsmission als „unverzichtbaren Dienst“ für Kirche, Gäste und Gesellschaft. Sie gebe den Schwachen bewusst Raum und setze damit ein Zeichen gegen ihre Ausgrenzung. Für die Kirche sei sie ein Ort gelebter Nächstenliebe – ganz im Sinne des Matthäusevangeliums, nach dem jede Zuwendung an den Nächsten und Fremden einer Begegnung mit Christus selbst gleichkommt. Für die Gäste schließe sie „ohne Bedarfsermittlung und Formulare“ eine oft übersehene Lücke im sozialen Netz. Sie sei „ein Rastplatz für alle, die in den alltäglichen Kämpfen einen Moment der Ruhe und Zuwendung benötigen“. Zugleich würden hier gesellschaftliche Problemlagen sichtbar. Mit Blick auf die Zukunft verwies Bischof Jung auf wirtschaftliche Herausforderungen und die Finanzierung zuschussbedürftiger Einrichtungen.</p><p>Wie sehr sich die Aufgaben der Bahnhofsmission im Laufe der Zeit verändert haben, zeigte ein Blick in ihre Geschichte: Nach dem Zweiten Weltkrieg half die von katholischer und evangelischer Kirche wiedergegründete Bahnhofsmission Geflüchteten und Kriegsheimkehrenden, später unter anderem (Fahr-)Schülerinnen und Schülern, Arbeitslosen und Menschen ohne festen Wohnsitz. Nach der Grenzöffnung 1989 kamen viele Menschen aus Ostdeutschland nach Schweinfurt und strandeten zunächst am Bahnhof. Heute gehe es neben sozialen, psychischen und finanziellen Problemen zunehmend auch um Einsamkeit. Angebote wie „Ellens Treff“, Männerfrühstück und „Beauty Day“ schafften Möglichkeiten für Begegnung und Teilhabe. Daneben bleibe auch die Reisehilfe ein wichtiger Bestandteil der Arbeit. Unverzichtbar seien dabei die Mitarbeitenden. Sie hören zu, vermitteln weiter, helfen konkret – und bleiben manchmal einfach bei einem Menschen, der gerade niemanden hat.</p><p>Bahnhofsmissions-„Mutmacherin“ Susanne Brand stellte die Arbeit unter das biblische Wort „Ich war fremd und ihr habt mich aufgenommen“. Nicht „Was kannst du?“, sondern „Was brauchst du?“ stehe im Mittelpunkt. Landtagsabgeordnete Martina Gießübel betonte, dass in der Bahnhofsmission niemand fragen müsse, ob er willkommen sei. Hier gebe es unkomplizierte Hilfe, ein offenes Ohr oder einfach eine Tasse Kaffee. Zum Jubiläum galt der Dank besonders den Ehrenamtlichen. Sie schenkten etwas, das sich nicht in Zahlen messen lasse: Zeit, Aufmerksamkeit und Menschlichkeit.</p><p>Die Bahnhofsmission Schweinfurt wird getragen von IN VIA Würzburg, einem Fachverband im Diözesan-Caritasverband Würzburg, sowie der Diakonie Schweinfurt. Weitere Informationen zur Arbeit der Bahnhofsmission und zum Ehrenamt unter Telefon 09721/85950 oder E-Mail <a href="mailto:info@bahnhofsmission-sw.de">info@bahnhofsmission-sw.de</a>.</p><p>(4026/0897; E-Mail voraus)<br />&nbsp;</p>]]></content:encoded><category>Berichte</category><category>Bischof Franz Jung</category><category>Schweinfurt</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-75210</guid><pubDate>Tue, 22 Sep 2026 16:41:25 +0200</pubDate><title>Zwischen Aufbruch und Rückkehr</title><link>https://bischof.bistum-wuerzburg.de/aktuell/na-detail/ansicht/zwischen-aufbruch-und-rueckkehr/</link><description>Pilgergruppe aus Assisi zurück in Unterfranken – Eine Woche voller geistlicher Impulse auf den Spuren des heiligen Franziskus</description><content:encoded><![CDATA[<p class="western"><span style="line-height:100%"><b>Assisi/Würzburg</b> (POW) Nach sieben Tagen ist die Pilgergruppe aus Assisi nach Unterfranken zurückgekehrt. An ihrem letzten Tag in der Stadt des heiligen Franziskus blieb Zeit für Reflexion und Ausblicke. Die Gruppe feierte am Sonntag, 20. September, die heilige Messe im ältesten Teil der Basilika San Francesco in Assisi. Sie kam im Kellergewölbe in einem original erhaltenen Raum zusammen, in dem Brüder gelebt haben sollen, die Franziskus noch zu Lebzeiten gekannt hätten.</span></p><p class="western"><span style="line-height:100%">Bischof Dr. Franz Jung gab in seiner Predigt die Beschreibung des Biographen Thomas von Celano wider, der aufgeschrieben habe, wie Franziskus den vollkommenen Bruder beschrieb: „Wer ist der vollkommene Bruder oder die vollkommene Schwester des heiligen Franziskus?“ Dabei seien bestimmte Eigenschaften wichtig gewesen: „Der Glaube, die Einfalt und Reinheit, die Höflichkeit, die schöne und fromme Redeweise, die Gabe der Beschauung, das tugendhafte, immerwährende Gebet, die Geduld, die körperliche und geistliche Kraft, die Liebe und die Unruhe.“ Wenn Franziskus an diese Eigenschaften des vollkommenen Bruders gedacht habe, seien ihm ganz bestimmte Brüder eingefallen. Er habe zu jeder Eigenschaft einen Namen und eine Person vor Augen gehabt, zum Beispiel den Glauben des Bruders Bernhard oder die Einfalt und Reinheit des Bruders Leo. „Denn: Den vollkommenen Bruder gibt es nicht. Den vollkommenen Bruder bildet die Gemeinschaft miteinander.“ Niemand habe alles. „Nur zusammen, jeder mit seiner besonderen Gabe, bilden sie den vollkommenen Bruder in der Gemeinschaft der Kirche und in der Gemeinschaft des Ordens.“</span></p><p class="western"><span style="line-height:100%">Der heilige Franziskus, der sich durch jeden seiner Brüder beschenkt gewusst habe, sei zugleich dankbar und demütig gewesen. Oft würden wir im Alltag erst an die Macken der anderen denken. Deshalb sei es eine gute geistliche Übung, „von jedem an das Beste zu denken, was er hat“. Es sei wichtig, sich in Bezug auf die Mitmenschen zu fragen: „Warum ist der eine oder die andere wichtig für unsere Gemeinschaft?“</span></p><p class="western"><span style="line-height:100%">„Ich habe nicht alles, ich kann nicht alles, aber ich muss auch nicht alles wissen. Auch als Bischof nicht“, sagte Bischof Jung. Er vertraue auf die Gemeinschaft der Kirche und darauf, dass sich jeder zu seiner Zeit einbringen würde. „Es geht darum, neidlos und demütig zu fragen: Was bringen wir gemeinsam zustande? Wir sind alle miteinander der ideale Bruder.“ Die Vollkommenheit bestehe darin, miteinander die Charismen, die Gaben des Heiligen Geistes, so zusammenzubringen, dass etwas Gutes entstehe. „Wir gemeinsam als Pilgerinnen und Pilger Gottes müssen raus aus der Reserve. Hier bin ich und jetzt trage ich meinen Teil bei, den ich beitragen kann, damit es gut wird. Nur miteinander und nicht gegeneinander. In Demut ohne Neid, in Dankbarkeit für die Fülle der Gaben und das Lob des Herrn. Dafür, dass er uns so viele Brüder und Schwestern geschenkt hat.“ Der heilige Franziskus habe vor seinem Tod in der Portiunkula nochmal auf Assisi geschaut und die Stadt gesegnet.</span></p><p class="western"><span style="line-height:100%">Im Anschluss an die Messe konnten die Pilgerinnen und Pilger ihre Andenken von Bischof Jung segnen lassen. Johannes und Cornelia Weismantel, Reiseleiter von spiritel Reisen, gaben den Teilnehmenden gesegnete Schlüsselanhänger mit Engeln mit auf den Weg. Johannes Weismantel richtete seine Dankesworte an die geistlichen Begleiter der Fahrt, die Franziskaner-Minoriten Bruder Josef Fischer, Bruder Markus Scholz und Pater Ivan Penava, sowie Bischof Jung. Ein besonderer Dank ging an Bruder Thomas Freidel, der als Assisi-Pilgerseelsorger die Organisation der Gottesdienste und Führung vor Ort übernahm.</span></p><p class="western"><span style="line-height:100%">Am Nachmittag hatten die Pilgerinnen und Pilger Zeit zur freien Verfügung. Einige wanderten hinauf zur Burg Rocca Maggiore, die oberhalb des historischen Stadtzentrums liegt. Ein Teil der Gruppe machte sich auf den Weg zur Einsiedelei Eremo della Caceri, einem kleinen Klosterbau an einer steilen Waldschlucht, an den sich der heilige Franziskus zum Gebet zurückgezogen haben soll.</span></p><p class="western"><span style="line-height:100%"><i><b>Pilgerinnen und Pilger blicken auf die Woche in Assisi zurück</b></i></span></p><p class="western"><span style="line-height:100%">Es blieb Zeit, um die Woche im Zeichen des heiligen Franziskus Revue passieren zu lassen. Die Pilgerinnen und Pilger haben die Woche ganz unterschiedlich erlebt. Beispielsweise Dietmar Hildenbrand aus Freudenberg. Er war schon einmal vor 20 Jahren mit seiner Frau in Assisi: „Wir haben damals gesagt: Wir müssen unbedingt wieder nach Assisi. Meine Frau ist leider vor acht Jahren verstorben. Wir haben es nicht mehr geschafft, zusammen hierherzukommen. Und an ihrem Sterbetag habe ich wieder mal an Assisi gedacht und dachte mir: Wieso soll ich dann nicht einfach alleine kommen, wenn sie nicht mehr dabei sein kann? Und irgendwie hatte ich das Gefühl, dass sie die ganze Zeit dabei war.“ Ein Moment auf der Reise hat ihn besonders berührt: „Ein Augenblick, an dem ich ganz stark gespürt habe, dass meine Frau da ist, war, als ein Regenbogen direkt auf mein Zimmer gezeigt hat. Und mir war klar: Sie ist jetzt da, denn der Regenbogen hat uns immer viel bedeutet.“</span></p><p class="western"><span style="line-height:100%">Eine Auszeit wollte sich das Ehepaar Jeschke aus Würzburg mit der Pilgerfahrt nach Assisi gönnen. Georg Jeschke sagt: „Wir haben eine große Familie mit sieben Kindern und hatten schon immer den Wunsch, mal ohne Kinder zu verreisen. Deshalb haben wir entschieden: Wir gönnen uns das jetzt mal zu zweit.“ Beeindruckt habe ihn die Stadt Assisi. „Was hier entstanden ist in den letzten 800 Jahren und wie gut es erhalten ist. Es kommt viel rüber von dieser langen Geschichte. Das kann man in den Bauwerken, an den Kirchen und den heiligen Stätten sehr gut nachvollziehen.“</span></p><p class="western"><span style="line-height:100%">Auch seine Frau Julie Jeschke fährt mit einem erfüllten Gefühl zurück nach Würzburg. „Als ich erfahren habe, dass dieses Jahr die 800-Jahr-Feier des Franziskus ist, habe ich mir gedacht, das ist eine Gelegenheit, diesen Ort und den heiligen Franziskus ein bisschen besser kennenzulernen. Ich nehme viele innige Momente mit nach Hause. Jede Station und jeder Ort hatte seinen eigenen Schwerpunkt. Von den Führungen bis dahin, ein bisschen in das Leben des Franziskus einzutauchen, was er erlebt hat, was ihn bewegt hat und wie er und seine Mitbrüder miteinander umgegangen sind.“</span></p><p class="western"><span style="line-height:100%">Einige bleiben auch skeptisch zurück. Zum Beispiel Hans-Georg Bauer aus Lohr-Wombach. Für ihn hatte die Fahrt viele Höhen und Tiefen. „Eigentlich wollte meine Frau die Fahrt gerne machen und ich habe das aus Liebe zu ihr gemacht. Aber der erste Eindruck der Stadt hat mich überwältigt. Trotzdem kam mir alles sehr kommerziell vor.“ Er habe auch nach einer Woche noch Zweifel: „Ob ich das nochmal machen würde? Ich weiß es nicht. Da muss ich noch drüber nachdenken.“ Es blieben trotzdem auch positive Erinnerungen. „Es war sehr interessant, vor allem die anderen Menschen. Faszinierend fand ich, dass eine Person so etwas Großes bewegen kann. Ich fasse es in zwei Worten zusammen: Brich auf. Das ist vielleicht gerade das Richtige für mich.“</span></p><p class="western"><span style="line-height:100%">Bischof Jung zeigte sich sehr zufrieden mit der Fahrt. „Die Tage sind wie im Flug vergangen. Ich habe mich sehr, sehr gefreut, dass diese Fahrt zustandegekommen ist. Ich wollte unbedingt zu meinem Namenspatron nach Assisi, anlässlich des 800. Todestages, des Transitus, des Übergangs vom Tod ins ewige Leben.“ Ihm sei wichtig gewesen, den Pilgerinnen und Pilgern den heiligen Franziskus näherzubringen: „Und zwar aus den Quellenschriften ein Gefühl zu vermitteln, wer dieser Mensch überhaupt war. Ich glaube, das ist an den Orten, wo wir waren, aufgegangen.“ Besonders sei für ihn gewesen, dass er die gesamte Fahrt geistlich konzipiert habe. „Das hat mir viel Spaß gemacht, diese geistliche Woche mit Franziskus zu gestalten. Die Liebe zu Assisi ist wieder neu erwacht.“</span></p><p class="western"><span style="line-height:100%">Neben einer Führung und heiligen Messe in der Basilika San Francesco sowie einer Stadtführung durch Assisi am Mittwoch war die Gruppe am Donnerstag zum Kloster La Verna gefahren, um den <a href="https://pow.bistum-wuerzburg.de/aktuelle-meldungen/detailansicht/ansicht/wer-liebt-macht-sich-verletzlich/" target="_blank" class="external-link">Gedenktag der Stigmatisierung des heiligen Franziskus</a> mitzuerleben. Am Freitag waren die Pilgerinnen und Pilger auf den Spuren der heiligen Klara in Assisi unterwegs, besuchten Santa Chaiara und das Kloster San Damiano. Am Samstag fuhr die Gruppe nach Greccio, um den <a href="https://pow.bistum-wuerzburg.de/aktuelle-meldungen/detailansicht/ansicht/von-der-krippe-zum-gnadenort/" target="_blank" class="external-link">Ort der ersten Weihnachtskrippe</a> zu besuchen sowie am Nachmittag die Basilika Santa Maria degli Angeli mit der Portiunkula.</span></p><p class="western"><span style="line-height:100%">Im Morgenrot machten sich die Reisebusse am Montag, 21. September, um 7 Uhr auf den Weg zurück nach Unterfranken. Gegen 22.30 Uhr erreichten sie ihren ersten Halt Dettelbach. Danach fuhren sie über Würzburg nach Veitshöchheim und Schweinfurt.</span></p><p class="western text-right"><span style="line-height:100%"><i>Aus Assisi berichtet Judith Reinders (POW)</i></span></p><p class="western"><span style="line-height:100%"><span style="font-size:10pt">(</span><span style="font-size:10pt">3926</span><span style="font-size:10pt">/</span><span style="font-size:10pt">0894</span><span style="font-size:10pt">; E-Mail voraus)</span></span></p><p class="western"><span style="line-height:100%"><span style="font-size:10pt"><i><u><b>Weitere Bilder finden Sie hier</b></u></i></span><span style="font-size:10pt"><i><u><b>:</b></u></i></span><span style="font-size:10pt"><i><a href="https://bistum-wuerzburg.px.media/share/1790081054GvXCdnM4ufnhgb" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">https://bistum-wuerzburg.px.media/share/1790081054GvXCdnM4ufnhgb</a></i></span></span></p>]]></content:encoded><category>Berichte</category><category>Bischof Franz Jung</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-75173</guid><pubDate>Mon, 21 Sep 2026 09:00:17 +0200</pubDate><title>Von der Krippe zum Gnadenort</title><link>https://bischof.bistum-wuerzburg.de/aktuell/na-detail/ansicht/von-der-krippe-zum-gnadenort/</link><description>Pilgergruppe aus dem Bistum Würzburg besichtigt in Greccio die erste Weihnachtskrippe – Bischof Dr. Franz Jung predigt zu Menschwerdung und Umkehr</description><content:encoded><![CDATA[<p class="Dachzeile1"><strong>Assisi/Greccio/Würzburg</strong> (POW) Dass mitten im September bei 27 Grad Außentemperatur „Oh du Fröhliche“ erklingt, ist kein Zufall. Es steht für einen besonderen Ort, den die Pilgergruppe aus dem Bistum Würzburg in Assisi am Samstag, 19. September, besucht hat: die Einsiedelei Greccio, die vom Rieti-Tal oben in einer Felslandschaft entdeckt werden kann. Dort hat der heilige Franziskus im Jahr 1223, wie der Biograph Thomas Celano berichtet, das erste lebendige Krippenspiel inszeniert, um den Menschen die Weihnachtsgeschichte zu vergegenwärtigen. Ihm sei es darum gegangen, „Weihnachten mit allen Sinnen zu erleben“. Der Ausflugstag stand daher im Zeichen der Menschwerdung, an die Greccio in besonderer Weise erinnern wolle.</p><p>Auf der Hinfahrt in Reisebussen gab Bischof Dr. Franz Jung einen Impuls zu Franziskus' Verbindung zur Schöpfung. Im Sonnengesang zeige sich, mit welcher Ehrfurcht Franziskus der Schöpfung begegnet sei. „Alles ist auf Gott ausgerichtet“, und alles sei mit der Kirche verbunden. Franziskus habe einen mystischen Zugang zur Schöpfung gehabt. Er habe in allem Jesus Christus gesehen, daher sei die Schöpfung für ihn „ein Geschenk und ein Ort der Begegnung mit dem lebendigen Gott“ gewesen.</p><p>Nach einem kurzen Aufstieg kam die Gruppe an der Mariengrotte, dem authentischen Ort der Krippeninszenierung, an. Hier habe Franziskus lebendige Tiere und ein Kind in eine Krippe gestellt, um an die Weihnachtsgeschichte zu erinnern. Diese Art der Krippendarstellung berühre Menschen bis heute. Weihnachten sei „das große Fest des Friedens und der Versöhnung zwischen Himmel und Erde“. So heißt es im Lied „Ich steh an deiner Krippe hier, oh Jesu, du mein Leben“, das die Pilgerinnen und Pilger in der Grotte sangen.</p><p>Bischof Jung sagte, der Biograph Celano habe von der ersten Weihnachtsfeier in Greccio berichtet: Franziskus habe das Geheimnis von Weihnachten sehen, spüren, nachempfinden und mit diesem in Kontakt kommen wollen. Ähnlich wie in La Verna, dem Berg, auf dem Franziskus die Stigmata, die Wundmale Jesu Christi, empfangen haben soll, habe er erfahren wollen, wie es für Jesus in der Krippe gewesen sein muss. „Wie der große König sich verwundbar gemacht hat und demütig geworden ist. Gott hat sich angreifbar gemacht und ist vom ersten Tag auf Erden den Nachstellungen der Menschen ausgesetzt.“ Franziskus finde das in den Armen und Aussätzigen wieder, und das habe er in dieser Nacht erleben wollen.</p><p>Celano spreche von einer vierfachen Stimme des Franziskus, mit der dieser das Weihnachtsfest erläutert habe: „Da ist die starke Stimme, die von Gott spricht, der sich vom Himmel auf die Erde herablässt. Die sanfte Stimme kündet von der Zärtlichkeit Gottes, der in dem Kind um die Liebe der Menschen bittet. Die klare Stimme kündet davon, dass an Weihnachten die Würde des Menschen erhöht ist, weil Gott in diese Welt eingetreten ist. Die wohlklingende Stimme lädt alle ein, mit Franziskus Gott zu loben. Das große Gotteslob: ,Ehre sei Gott in der Höhe und Frieden den Menschen seiner Gnade.'“</p><p>Wenn Franziskus den Namen Jesu gehört habe, sei er „mit Süßigkeit erfüllt“ worden. Denn der Name Jesu sei das kürzeste Gebet der Kirche. Der Bischof sagte: „Im Namen Jesu treten wir in seine Gegenwart, handeln wir und beten wir zum Vater. Im Namen Jesu werden wir auch mit unseren Schwestern und Brüdern im Gottesdienst an Weihnachten zur Familie.“ Celano habe geschrieben: „Immer war Franziskus mit Jesus beschäftigt. Jesus trug er stets im Herzen, Jesus im Mund, in den Ohren, in den Augen, in den Händen. Jesus war ihm allgegenwärtig, er war der Grund seines Lebens.“ Die Gruppe hielt einen kurzen Moment der Stille im Namen Jesu, den Franziskus in jener Nacht als Süße und als Mitte seines Lebens erfahren habe.</p><p><em><strong>Gottesdienst in der Portiunkula-Kapelle</strong></em></p><p>Nach einer freien Zeit zur Besichtigung von Greccio fuhr die Gruppe zur Basilika Santa Maria degli Angeli in der Ebene unterhalb von Assisi. In ihr befinden sich die Sterbekapelle des heiligen Franziskus und die Portiunkula-Kapelle, in der die Gruppe die heilige Messe feierte und über deren besondere Bedeutung Bischof Jung in seiner Predigt sprach. „Franziskus weiß, dass Gott überall ist. Und trotzdem brauchte er, wie jeder Mensch, Orte auf dieser Welt, mit denen wir besonders viel verbinden.“ Kirchen seien dabei besondere Orte, um Gott zu begegnen. Die Portiunkula sei eine „kleine Kirche in der Kirche“. Der Name lasse sich mit „kleine Portion“ oder „Portiönchen“ übersetzen.</p><p>Dem heiligen Franziskus habe diese Kirche viel bedeutet. Er habe zwar besitzlos und in Armut gelebt, „dieses kleine Stückchen Erde“ jedoch für sich haben wollen. Die Stätte sei mit vielen wichtigen Ereignissen aufgeladen gewesen. Franziskus habe seinen Brüdern gesagt: „Ihr dürft diesen Ort niemals aufgeben und euch nicht vertreiben lassen.“ Hier hörte er, den Quellen nach, 1208 das Evangelium von der Aussendung, bei der die Jünger nichts mitnehmen sollen. Hier kleidete er 1212 Klara von Assisi ein, mit der sich die Pilgergruppe am Tag zuvor beschäftigt hatte. Franziskus nahm sie in der Portiunkula-Kapelle in die Gemeinschaft auf, und ihr geistlicher Weg begann. Hier starb er am 3. Oktober 1226 auf seinen ausdrücklichen Wunsch hin, denn er wollte den Transitus, den Übergang, an diesem Ort feiern. Die Portiunkula sei damit ein Ort, an dem „franziskanisches Leben in Reinform gelebt“ werde.</p><p>Der Ort habe jedoch auch eine Bedeutung über den Franziskanerorden hinaus. 1216 sei Franziskus an den damaligen Papst Honorius III. herangetreten und habe gesagt: „Dieser Ort ist ein besonderer Gnadenort für mich, aber er soll auch ein Gnadenort für alle werden.“ Er wolle andere auf den Weg des Heils mitnehmen. Daher bat er den Papst: „Ich will, dass an diesem Ort jeder, der hierherkommt und aufrichtig um Umkehr bittet, einen Ablass bekommt.“ Es solle ein Ablass sein, für den man nicht bezahlen müsse und der zeitlich nicht limitiert sei. Franziskus habe zum Papst gesagt: „Ich will keine Jahre, ich will Seelen.“</p><p>Dieser Ablass sei eine Einladung zur Wiedergutmachung und ein Zeichen der Umkehr. Wer herkomme, solle die Zusage erhalten, dass die Kirche ihn in ihrem Gebet trage, damit die Sündenstrafe erlassen werde. In diesem besonderen Jubiläumsjahr gelte der Portiunkula-Ablass an jedem franziskanischen Ort der Welt. Er sei verbunden mit der sakramentalen Beichte, dem Gebet für die Anliegen des Heiligen Vaters, dem Empfang der Kommunion und der Wallfahrt als Zeichen der Umkehr und der Neuausrichtung des Lebens. Was Franziskus sich damals erbeten habe, solle nun allen Gläubigen gewährt werden. „Ich will keine Jahre, ich will Seelen: Das gilt für diesen Ort, der die Seele der franziskanischen Gemeinschaft ist.“</p><p>Der Ablass sei nicht mit der Beichte gleichzusetzen, betonte Bischof Jung: „Die Vergebung der Schuld erhält der Mensch durch die sakramentale Beichte. Bei der Frage des Ablasses geht es um die Sündenstrafen. Jedes Böse, was jemand verursacht, hat natürlich auch Folgen. Und es geht darum, diese Folgen abzutragen.“ Doch niemand überblicke vollständig, was er tue. „Der Ablass war eine Einladung, ein sichtbares Zeichen der Umkehr zu setzen und auf das fürbittende Gebet der Kirche zu vertrauen.“ Im Mittelalter habe man versucht, den Menschen eine gewisse Sicherheit zu geben, indem man für die Dauer des Ablasses klare Tage festlegte und ihn mit einer bestimmten Geldsumme verband.</p><p>Am Ende des Tages schlug der Bischof den Bogen zurück zur Krippe: „In der Krippe wird das grundgelegt, was am Ablass, am Ende, durch den Tod am Kreuz, seine Vollendung findet. Gott tritt ein in diese Welt, um diese Welt von innen her zu verwandeln, die Schuld zu vergeben und den Tod in neues Leben zu verwandeln. Das wird den Menschen durch die Zuwendung des Ablasses nach der Sündenvergebung noch einmal zugesprochen, um wirklich diesen Weg der Umkehr zu gehen.“</p><p class="text-right"><em>Aus Assisi berichtet Judith Reinders (POW)</em></p><p>(3926/0889; E-Mail voraus)</p><p><em><strong>Weitere Bilder finden Sie hier:</strong><a href="https://bistum-wuerzburg.px.media/share/1789974466boH4wZeDANSZIJ" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">https://bistum-wuerzburg.px.media/share/1789974466boH4wZeDANSZIJ</a></em></p><p>Am Freitag, 18. September, hat die Würzburger Pilgergruppe mit Bischof Jung die heilige Messe im Kloster Santa Cruce der Klarissen-Kapuzinerinnen in Assisi gefeiert. Im Anschluss besichtigte die Gruppe die Basilika Santa Chiara, die der heiligen Klara gewidmet ist. Am Nachmittag wanderten die Wallfahrerinnen und Wallfahrer den Weg durch Olivenhaine zum Kloster San Damiano hinab, das zirka 30 Minuten vor Assisi liegt. In dem Kloster starb Klara von Assisi, Franziskus verfasste dort seinen Sonnengesang.</p><p><em><strong>Weitere Bilder vom vierten Tag finden Sie hier: </strong><a href="https://bistum-wuerzburg.px.media/share/1789973606ohNa6NHuQl6ki9" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">https://bistum-wuerzburg.px.media/share/1789973606ohNa6NHuQl6ki9</a></em></p>




]]></content:encoded><category>Berichte</category><category>Wallfahrt Assisi</category><category>Bischof Franz Jung</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-75134</guid><pubDate>Sun, 20 Sep 2026 12:00:00 +0200</pubDate><title>Verantwortung füreinander übernehmen</title><link>https://bischof.bistum-wuerzburg.de/aktuell/na-detail/ansicht/verantwortung-fuereinander-uebernehmen/</link><description>Kollekte am Caritas-Sonntag unterstützt Arbeit der Caritas – Leitwort 2026: &quot;Caritas verbindet Generationen&quot;
</description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Würzburg</strong> (POW) An die soziale Verantwortung der Christen hat Bischof Dr. Franz Jung anlässlich des Caritas-Sonntags am Sonntag, 27. September, erinnert. In seinem Aufruf, der im Vorfeld in den Gemeinden der Diözese Würzburg verlesen wurde, bittet der Bischof darum, die vielfältige Arbeit der Caritas durch eine Spende zu unterstützen.<br />Das Leitwort der Caritas-Kampagne 2026 lautet „Zusammen geht was. Caritas verbindet Generationen“. „In diesem Jahr stellt die Caritas das Miteinander der Generationen in den Mittelpunkt, die an vielen Caritas-Orten in unserem Bistum füreinander Verantwortung übernehmen und Menschen in allen Lebensphasen unterstützen“, erläutert der Bischof.<br />Zukunft entstehe dort, wo Generationen miteinander unterwegs seien und Verantwortung füreinander übernähmen. „Wenn die Erfahrungen der Älteren und die Perspektiven der Jüngeren zusammenkommen, wächst die Wahrscheinlichkeit tragfähiger Innovationen, und es gewinnen Verständnis, Solidarität und faire Chancen“, schreibt Bischof Jung.<br />Die Caritas unterstütze Menschen in allen Lebensphasen und stärke Begegnungen und Beziehungen zwischen den Generationen: zwischen dem jungen Freiwilligendienstleistenden und der hochbetagten Seniorin, zwischen der Erzieherin und ihren Kita-Kindern, in ehrenamtlichen Familienpatenschaften und in der Smartphone-Sprechstunde der youngcaritas. „Mit Ihrem Beitrag zur Kollekte unterstützen Sie diese Arbeit“, erklärt der Bischof.</p><p>(3926/0886; E-Mail voraus)<br />&nbsp;</p>]]></content:encoded><category>Berichte</category><category>Bischof Franz Jung</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-75133</guid><pubDate>Fri, 18 Sep 2026 12:14:05 +0200</pubDate><title>„Wer liebt, macht sich verletzlich“</title><link>https://bischof.bistum-wuerzburg.de/aktuell/na-detail/ansicht/wer-liebt-macht-sich-verletzlich/</link><description>Gedenktag der Stigmatisierung des heiligen Franziskus – Pilgergruppe mit Bischof Dr. Franz Jung besucht Kloster auf dem Berg La Verna – Andacht und Prozession mit internationalen Gläubigen</description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Arezzo/Assisi/Würzburg </strong>(POW) In 1100 Metern Höhe ragt ein großes Holzkreuz in den bewölkten Himmel. Hier, auf dem Berg La Verna am südlichen Hang des Monte Penna, soll sich ein Wunder zugetragen haben, das bis heute Menschenmengen auf den Berg strömen und andere zweifelnd zurücklässt: die Stigmatisierung des heiligen Franziskus. Die Pilgergruppe aus dem Bistum Würzburg besuchte den Berg am Donnerstag, 17. September, zum jährlichen Gedenktag.</p><p>Auf der Autobahn betete die Gruppe in den beiden Reisebussen gemeinsam das Morgenlob und Bischof Dr. Franz Jung sowie Bruder Markus Scholz aus dem Kloster Maria Eck in Oberbayern gaben Hintergrundinformationen zur Bedeutung der Stigmatisierung und des Bergs La Verna.</p><p>Den überlieferten Quellen nach habe Franziskus La Verna erstmals im Jahr 1214 bestiegen. Auf dem Berg wurde eine Einsiedelei gegründet, die er und seine Brüder öfters besuchten, um dort in Stille zurückgezogen zu beten. Das letzte Mal sei er im Jahr 1224 auf dem Berg gewesen, als er bereits schwer krank gewesen sei. Bei diesem Aufenthalt soll er die sogenannten „Stigmata“, die Wundmale Christi, empfangen haben. Laut der Quellen sei Christus dem Franziskus in einer mystischen Vision erschienen. Die Wundmale soll er bis zu seinem Tod zwei Jahre später getragen haben.</p><p>Die Teilnehmenden der Pilgerwallfahrt begegneten dem Berg La Verna mit unterschiedlichen Erwartungen. Erika Blankart aus Veitshöchheim sagte: „Ich habe in einer franziskanischen Schule gearbeitet, und da wusste ich schon ein bisschen was. Ich wollte schon immer hierher und das alles einmal live erleben.“ Zum Gedenken an die Stigmata habe sie gemischte Gefühle: „Da muss ich erst noch einen Zugang finden. Das ist für mich schon noch ein bisschen befremdlich. Aber ich finde es faszinierend, wie viele Menschen hierherkommen, um das zu erleben. Da ist ein Bedürfnis nach etwas anderem als der weltlichen Seite.“</p><p>Elisabeth Steinwachs aus Würzburg war zunächst skeptisch: „Für mich persönlich ist es ein neuer spiritueller Weg, bei dem ich mich schwertue, wie das eigentlich war. Letztendlich weiß ich aber auch aus meiner Lebenserfahrung, dass es sehr viele Dinge zwischen Himmel und Erde gibt, die man nicht erklären kann und vielleicht auch gar nicht erklären muss.“</p><p>Scholz erklärte der Gruppe die theologische Bedeutung der Stigmatisierung: „Es ist ein äußeres Zeichen, dass Franziskus ganz tief mit Christus verbunden war.“ Seit dem Beginn seiner Bekehrung im Jahr 1208/1209 sei Franziskus immer mehr wie Christus geworden und oft als „zweiter Christus“ bezeichnet worden. Auch heute suchten Menschen immer noch daran Orientierung, ohne Christus dabei aus dem Blick zu verlieren. „Franziskus ist nicht ein anderer Christus, sondern ein Zeichen, um den Blick auf Christus, die Mitte, immer wieder frei zu halten.“</p><p>Bischof Jung freute sich über die Möglichkeit, den Gedenktag auf dem Berg La Verna zu verbringen: „Es war immer mein Traum, an dem heutigen Gedenktag der franziskanischen Familie auf dem Berg zu sein.“ Die Stigmata seien das Zeichen einer inneren Ausrichtung: „Was am Ende zum Ausdruck kommt, war schon lange im Herzen des Franziskus grundgelegt. Die Botschaft des Friedens, sich noch einmal versöhnen zu lassen mit Gott, weil Christus uns versöhnt und die Leiden der Welt getragen hat.“ Daher sei der Berg La Verna „ein hochaktueller Ort“.</p><p>Bei einer gemeinsamen Messe in der Kapelle San Lorenzo erklärte Bischof Jung in seiner Predigt, das Fest der Stigmatisierung sei ein „Fest der offenen Wunden“. Wie aus der Medizin bekannt, seien offene Wunden, die nicht heilen wollen, eine permanente Gefährdung des Lebens. Dabei sei zwischen physischen und psychischen Wunden zu unterscheiden. Der Bischof sagte: „Es gibt Menschen, die ein Leben lang darunter leiden, was ihnen einmal angetan wurde.“ Seelische Verletzungen entstünden beispielsweise durch Familiengeschichten, Erfahrungen von Gewalt, Beleidigungen, Verlusterfahrungen, das eigene Scheitern oder die Trauer über verpasste Gelegenheiten im Leben. „Die seelischen Wundheilungsstörungen sind oft die, die das Leben viel mehr beeinträchtigen.“</p><p>Der Biograph Thomas Celano lasse keinen Zweifel daran, dass Franziskus' Begegnung mit einem Aussätzigen wegweisend für seinen späteren Erhalt der Wundmale Christi gewesen sei. Franziskus habe sich damals selbst in einer schweren Lebenskrise befunden, hatte die Leitung seines Ordens abgegeben und habe sich im eigenen Orden an den Rand gedrängt gefühlt.</p><p>Als der gekreuzigte Christus ihm erschienen sei, habe Franziskus gespürt: „Man kann diesen Christus nicht aus sicherer Distanz verehren, sondern wer Christus nachfolgt, wird selbst versehrt.“ Deshalb würde der Berg La Verna auch „das franziskanische Golgatha“ genannt.</p><p>Weiter sagte Bischof Jung, der Begriff Stigmatisierung bedeute im heutigen Kontext meist Ausgrenzung. „Franziskus, der Stigmatisierte, hatte ein Gefühl für die Menschen, die am Rand leben.“ Das Gedenken der Stigmatisierung sei somit auch eine Anfrage an die Kirche und ihre Gläubigen: „Wo haben wir einen Blick für die Menschen? Wo verletzen wir als Kirche Menschen?“ In ihrer „bitteren Geschichte“ habe die Kirche Menschen nicht nur zum Heil geführt, sondern auch verletzt. Darin habe „die Kirche oft ihren Auftrag verfehlt“.</p><p>Als christliche Gemeinschaft der Solidarität „müssen wir den Blick haben für das, was um uns herum passiert“. Es sei die Selbstverpflichtung der Kirche, die ganze Gemeinschaft im Blick zu haben. Das Bild der offenen Wunden, die ein Leben beeinflussen, finde einen Ausdruck im Hohen Lied der Liebe im Alten Testament. Dort heiße es: „Ich bin verwundet vor Liebe.“ Wer liebe, mache sich verletzlich. „Im Letzten ist es das, worum es Franziskus geht: das Leid der Welt in den Wunden des Herrn zu bergen, der sich für uns verletzlich macht, weil er uns geliebt hat bis zum Schluss.“</p><p>Um 15 Uhr feierten die Pilger mit den Franziskanerbrüdern die „Non“, das Stundengebet, in der überfüllten Kapelle mit Pilgern aus aller Welt. Dem Gebet stand Massimo Fusarelli vor, Generalminister des Franziskanerordens. Im Anschluss zog die Gebetsgemeinschaft durch den Klostergang zur Kapelle der Stigmata, bevor die unterfränkische Reisegruppe zurück nach Assisi fuhr.</p><p class="text-right"><em>Aus Assisi berichtet Judith Reinders (POW)</em></p><p>(3926/0885; E-Mail voraus)</p><p><em><strong>Weitere Bilder finden Sie hier:</strong><a href="https://bistum-wuerzburg.px.media/share/1789720612LDCsO5QN8Xrm1Y" target="_blank" rel="noreferrer">https://bistum-wuerzburg.px.media/share/1789720612LDCsO5QN8Xrm1Y</a></em></p><p>Am zweiten Tag der Pilgerreise am Mittwoch, 16. September, feierten die Gläubigen aus dem Bistum Würzburg einen Gottesdienst in der Basilika und erkundeten am Nachmittag bei Stadtführungen Assisi.</p><p><em><strong>Weitere Bilder finden Sie hier:</strong></em><span style="line-height:100%"><i><a href="https://bistum-wuerzburg.px.media/share/17897247812bKeR0cgJWvFk2" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">https://bistum-wuerzburg.px.media/share/17897247812bKeR0cgJWvFk2</a></i></span></p>]]></content:encoded><category>Berichte</category><category>Wallfahrt Assisi</category><category>Bischof Franz Jung</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-75082</guid><pubDate>Wed, 16 Sep 2026 15:33:06 +0200</pubDate><title>Auf den Spuren von Franziskus</title><link>https://bischof.bistum-wuerzburg.de/aktuell/na-detail/ansicht/auf-den-spuren-von-franziskus-2/</link><description>Reisegruppe aus der Diözese Würzburg in Assisi – 63 Pilgerinnen und Pilger eine Woche mit Bischof Dr. Franz Jung unterwegs</description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Assisi/Würzburg</strong> (POW) Über 16 Stunden Busfahrt haben Pilgerinnen und Pilger aus Unterfranken in der Nacht von Montag, 14. September, auf Dienstag, 15. September, auf sich genommen. Ihr Ziel: der Wallfahrtsort Assisi in der italienischen Region Umbrien. Der Geburts- und Sterbeort des heiligen Franziskus, des Begründers des Franziskanerordens.</p><p>Gemeinsam mit drei Brüdern des Würzburger Franziskaner-Minoriten-Klosters und dem Reiseunternehmen spiritel hatte Bischof Dr. Franz Jung zu dieser Pilgerfahrt eingeladen. 63 Männer und Frauen aus Unterfranken sind dem Ruf gefolgt. Aus verschiedenen Orten des Bistums wie Aschaffenburg, Dettelbach, Haßfurt, Schweinfurt, Veitshöchheim und Würzburg wurden die Teilnehmenden von zwei Bussen abgeholt. Durch Österreich und Italien fuhren sie über den Brenner Richtung Italien.</p><p>Bischof Jung war besonders daran gelegen, die Reise nach Assisi in diesem Jahr anzutreten: „Zum Gedenken an den 800. Jahrestag des ,Transitus', also des ,Übergangs', des Todes, von Franziskus.“ Der Gedenktag wird jährlich am Abend des 3. Oktobers gefeiert. Am 4. Oktober ist der eigentliche Namenstag des Heiligen, somit auch der Namenstag von Bischof Jung. Das von Papst Leo XIV. ausgerufene franziskanische Jubiläumsjahr begann am 10. Januar 2026 und läuft noch bis zum 10. Januar 2027. Mit dem diesjährigen Jubiläumsjahr geht in Assisi ein seit 2023 dauerndes Gedenken zu Ende. Dem Jubiläum des 800. Todestages von Franziskus waren der 800. Jahrestag der Ordensregel, der ersten Krippe von Greccio, der Stigmatisation, also der Wundmale des Franziskus, sowie des Sonnengesangs des Heiligen vorausgegangen.</p><p>Bischof Jung lud die Pilgerinnen und Pilger ein, bei der Fahrt die Quellen sprechen zu lassen. Es gebe kaum einen Heiligen in der katholischen Kirche, von dem es so viele schriftliche Überlieferungen gebe. In seiner Lebensgeschichte werde eindrücklich beschrieben, wie Franziskus sich aus seiner Familie löste, um seinen eigenen Weg der Christusnachfolge zu gehen. „Er begab sich auf eine dramatische Suche, bis er gefunden hatte, was zu ihm passte“, sagte der Bischof. Dabei stelle das zwölfte Jahrhundert eine Zeit der Suche dar. Reformen und Fragen nach der Entwicklung der Kirche seien laut geworden. Darin schlug die Stunde des heiligen Franziskus. „Franziskus' Botschaft lautete: Wir müssen wieder zum Evangelium zurückkehren. Das soll der Rahmen unserer Reise sein. In den kommenden Tagen wollen wir versuchen, dem heiligen Franziskus auf die Spur zu kommen.“ Franziskus als Figur sei für die damalige Zeit provokant gewesen und bleibe bis heute eine Provokation. Es gelte, sich von ihm als Vorbild inspirieren, aber auch hinterfragen zu lassen.</p><p>Während der Busfahrt gab Bischof Jung verschiedene Impulse zum Leben des heiligen Franziskus mit auf den Weg. Für jeden Impuls hielt der Bischof Anregungen zum Austausch untereinander bereit. Zum Beispiel: „Was bedeutet es für uns, wenn man das Evangelium heute wörtlich nehmen will?“ oder „Wann hat mich das letzte Mal ein Wort des Evangeliums getroffen?“ Die Pilgerinnen und Pilger im Bus kamen dadurch miteinander ins Gespräch.</p><p>Kurzweiliger fühlte sich die lange Fahrt auch dank der Gebete und Gesänge an. Gemeinsam wurde unter anderem der Sonnengesang des heiligen Franziskus gebetet. Mit der Niederschrift des Gebets begann dieser ein Jahr vor seinem Tod, als er bereits schwer erkrankt und fast erblindet war. Bischof Jung gab den Pilgerinnen und Pilgern mit auf den Weg: „Stimmt ein in das große Gotteslob anstatt in die große Klage. Unser Modus ist die Dauerklage, der Modus des Franziskus ist das Gotteslob.“ Das Gebet sei laut Bischof Jung „das höchste Loblied auf Gott“.</p><p>Nach der Ankunft in Assisi bezog die Pilgergruppe ihre beiden Hotels, die direkt am Eingang zum historischen Stadtkern mit Blick über die Berglandschaft liegen. Danach hatten sie Zeit, anzukommen und die Stadt zu erkunden. Der Tagesausklang fand beim gemeinsamen Abendessen statt.</p><p>Die Pilgergruppe wird bis Montag, 21. September, in Assisi bleiben. Geplant ist unter anderem eine private Führung mit anschließender Messfeier in der Basilika. Weitere Programmpunkte sind eine Fahrt zum Monte Alverna, ein Besuch der Stadt Arezzo sowie die Besichtigung der ersten Weihnachtskrippe in Greccio.</p><p class="text-right"><em>Aus Assisi berichtet Judith Reinders (POW)</em></p><p>(3926/0873; E-Mail voraus)</p><p><em><strong>Weitere Bilder finden Sie hier:</strong><a href="https://bistum-wuerzburg.px.media/share/1789549382JK6yggf7Mh26aC" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">https://bistum-wuerzburg.px.media/share/1789549382JK6yggf7Mh26aC</a></em><br />&nbsp;</p>]]></content:encoded><category>Berichte</category><category>Wallfahrt Assisi</category><category>Bischof Franz Jung</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-75049</guid><pubDate>Mon, 14 Sep 2026 16:55:38 +0200</pubDate><title>„Es war einfach ein Kunstgenuss“</title><link>https://bischof.bistum-wuerzburg.de/aktuell/na-detail/ansicht/es-war-einfach-ein-kunstgenuss/</link><description>Teilnehmende der Romwallfahrt der Kirchenchöre wieder zurück im Bistum Würzburg</description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Rom/Brixen</strong> (POW) Nachdem am Samstag, 12. September, im Brixner Dom in Südtirol der letzte Ton des Blasorchesters verklungen war, flüsterte Diözesanmusikdirektor Rainer Aberle ein leises „Bravo“ an Chor und Orchester. Es war der gebührende Abschluss der Romwallfahrt der Kirchenchöre, die mit einer Eucharistiefeier für die Pilgerinnen und Pilger endete. Nach einer Woche mit vielen zu Fuß und mit dem Bus zurückgelegten Kilometern, sieben Eucharistiefeiern und Tausenden Tönen sind die 520 Wallfahrerinnen und Wallfahrer wieder gut im Bistum Würzburg angekommen.</p><p>Am Sonntag, 6. September, brachen die Pilgernden zusammen mit Bischof Dr. Franz Jung nach Italien auf. Nach zwei langen Reisetagen kamen sie am Montagabend, 7. September, in Rom an. Was folgte, waren drei ereignisreiche Tage in der Ewigen Stadt. Die Pilger besuchten die Sehenswürdigkeiten wie das Pantheon, die Spanische Treppe und den Trevi-Brunnen. Auch zahlreiche Kirchen standen auf dem Programm. So wurden mit der „Basilica di San Giovanni in Laterano“ (Lateranbasilika), „San Paolo fuori le mura“ (Sankt Paul vor den Mauern) und „San Pietro in Vaticano“ (Petersdom) gleich drei der vier römischen Papstbasiliken besucht. Zudem war eine Eucharistiefeier in der Sant’Ignazio-Kirche vor allem für Bischof Jung etwas Besonderes. In der Kirche des heiligen Ignatius und des Jesuitenordens wurde Bischof Jung am 10. Oktober 1992 zum Priester geweiht. Im Anschluss an die Messe bezeichnete er sein Gefühl während des Gottesdienstes mit den Worten: „Es hat sich angefühlt wie nach Hause kommen.“</p><p>Am Mittwoch, 9. September, folgte, was viele im Nachhinein als den Höhepunkt der Reise bezeichneten – die Papstaudienz mit anschließendem Gottesdienst im Petersdom. Mit rund 22.000 Gläubigen aus Dutzenden Ländern jubelten die Pilgernden aus dem Bistum Würzburg auf dem Petersplatz besonders, als Papst Leo XIV. sie direkt ansprach und ihnen für das Glaubensbekenntnis dankte. „Erinnern wir uns daran, dass es unsere höchste Berufung ist, Gott zu loben und zu preisen“, sagte Papst Leo. Doch damit nicht genug. Am Nachmittag durften die Chöre zusammen mit Bischof Jung Eucharistie feiern – im Petersdom. Im Zentrum des Christentums, in einer bedeutsamen Kirche, kam die Kraft der Chöre noch einmal besonders zum Vorschein. So wurden viele der Touristen im Petersdom magnetisch vom Chorgesang angezogen. Doch die Romwallfahrt war damit noch nicht vorbei.</p><p><iframe src="https://bistumwuerzburg.podigee.io/372-romwallfahrt-der-kirchenchore-2026/embed?context=external&amp;theme=default" style="border: 0" frameborder="0" height="150" width="100%"></iframe></p><p>Das Wetter wechselte am Donnerstag von sommerlicher Wärme zu einem Gewitter. Doch das konnte die gute Laune der Wallfahrerinnen und Wallfahrer nicht brechen. In der Sankt-Cecilia-Kirche im römischen Stadtteil Trastevere zeigten sich die Pilgerinnen und Pilger unbeeindruckt. Die kleine Kirche wurde nicht zufällig als Ort für einen Gottesdienst ausgesucht. Die heilige Cäcilia von Rom ist Schutzpatronin der Kirchenmusik. Eine Fügung, welche die Kirchenchöre sowie der Kammerchor unter der Leitung von Christian Stegmann ein weiteres Mal mit Klängen würdigten, die in diesen Kirchen eigentlich gar nicht üblich sind. So schwärmte nach dem Gottesdienst ein italienischer Priester, der die Kirche zufällig besuchte, vom Gesang: „Wir haben in Italien nicht so eine starke Chorkultur, also ist es wunderbar, so etwas zu hören. Großes Kompliment.“ Nach drei Tagen in Rom reisten die Chöre am Freitag, 11. September, wieder in Richtung Würzburg, bevor am Samstag, 12. September, die Wallfahrt in Brixen offiziell endete.</p><p>Zum Abschluss dankte Diözesanmusikdirektor Aberle allen Beteiligten der Chorwallfahrt: den Organisatoren, seinem Team der Fachstelle Kirchenmusik, den Busleiterinnen und Busfahrern sowie dem Blasorchester. „Die Mühe, die wir auf uns genommen haben, mit den Proben und der Organisation, hat sich wirklich gelohnt.“ Aberle dankte auch Bischof Jung: „Ein herzliches Vergelts Gott für die vergangenen Tage. Die Lust, mit der Sie Tag für Tag zum Gottesdienst gekommen sind, war wirklich schön.“ Letztlich wurde den wohl wichtigsten Akteuren gedankt: den Chorsängerinnen und Chorsängern. „Ohne Euch wäre diese Reise nicht möglich.“ Besonders hob er den Gesang während des Abschlussgottesdienstes hervor. „Heute war das einfach ein Kunstgenuss. Ich habe jedes Stück mit Euch genossen.“ Auch Bischof Jung blickte positiv auf die Romwallfahrt zurück. „Es war wirklich schön zu sehen, wie in dieser Woche eine Gemeinschaft entstanden ist. Vor allem bei den Gottesdiensten war dieses Gefühl besonders stark.“</p><p>Die Teilnehmenden zogen ebenfalls ein positives Fazit. Trotz eines sehr anstrengenden Programms habe es Spaß gemacht, sagte Gabriele Berthold aus Würzburg. „Ich fand es sehr beeindruckend. Die Stadt, aber auch die Gottesdienste.“ Auch für die Pilgerin Claudia Wirt hat sich die Reise gelohnt. „Es war schön, das alles zu erleben, besonders das Gefühl der Gemeinschaft. Ich bin selber kein Sänger, aber ich würde es trotzdem jederzeit wieder machen.“</p><p>Dass die Wallfahrerinnen und Wallfahrer auch nach sieben Tagen Wallfahrt noch nicht genug hatten, zeigte sich auf der Rückfahrt. Selbst im Bus wurden noch kurz vor Würzburg wieder Lieder angestimmt. So gehen die Chöre wieder in ihre Pfarreien, um in deutlich kleinerer Zahl zu singen. Was aber vielleicht bleibt, ist dieses so oft betonte Gefühl von Gemeinschaft.</p><p class="text-right"><em>Aus Rom berichtet Paul Frigger (POW)</em></p><p>(3826/0861; E-Mail voraus)</p><p><strong><em>Alle Fotos finden Sie hier: <a href="https://bistum-wuerzburg.px.media/share/1789395131uJamIsQI3lcAZk" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">https://bistum-wuerzburg.px.media/share/1789395131uJamIsQI3lcAZk</a></em></strong><br />&nbsp;</p><p><iframe title="Romwallfahrt der Kirchenchöre des Bistums Würzburg 2026" width="560" height="315" src="https://peertube.katholisch.social/videos/embed/7JkSXRXJG8oYrMvb6vscWL" allow="fullscreen" sandbox="allow-same-origin allow-scripts allow-popups allow-forms" style="border: 0px;"></iframe></p>]]></content:encoded><category>Berichte</category><category>Bischof Franz Jung</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-75004</guid><pubDate>Fri, 11 Sep 2026 14:18:53 +0200</pubDate><title>Chorklänge im Petersdom</title><link>https://bischof.bistum-wuerzburg.de/aktuell/na-detail/ansicht/chorklaenge-im-petersdom/</link><description>Emotionaler Tag in der Vatikanstadt – Nach der Papstaudienz feiert Bischof Jung mit den Wallfahrern im Petersdom Eucharistie</description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Rom/Vatikanstadt </strong>(POW) Als sich frühmorgens am Mittwoch, 9. September, die Menschenmassen auf den Petersplatz drängen, ist die Aufregung bei den 520 Pilgerinnen und Pilgern aus dem Bistum Würzburg groß. Das Highlight der Romwallfahrt der Kirchenchöre und Ziel der Pilgerreise ist erreicht: der Vatikan mit dem Petersdom. Doch nicht nur das. An diesem sonnigen Tag nehmen die Mitglieder der Kirchenchöre an einer Papstaudienz teil. Nach den strengen Sicherheitskontrollen werden sie in das vordere Drittel des Petersplatzes geleitet. Ein Blick nach rechts und links macht die weltkirchliche Dimension dieses Moments deutlich. Würzburger Pilgerinnen und Pilger sitzen neben Gläubigen aus Polen, Brasilien und Spanien. Zu Beginn der Audienz sind es laut Vatican News 22.000 Menschen, die sich auf dem Petersplatz versammelt haben.<br />Je mehr Zeit vergeht und je voller der Platz wird, desto spürbarer steigt die Anspannung. Um 9.50 Uhr regen sich dann die ersten Köpfe, Kameras und Handys. Als Papst Leo XIV. plötzlich auf der Videoleinwand erscheint, ertönt Jubel. Langsam arbeitet sich das Papamobil an den Gläubigen vorbei. Auf der Leinwand ist zu sehen, wie der Papst Kinder segnet und den Gläubigen mit beeindruckender Ruhe zuwinkt. Stetig kommt er näher – bis er schließlich, nur für einen kurzen Moment, an den Würzburger Pilgerinnen und Pilgern vorbeifährt. „Papa!“, „Leo!“, rufen Hunderte Menschen.<br />In seiner Ansprache hebt der Papst die Bedeutung der Menschenwürde für die Gegenwart hervor. Die Würde von Personen hänge nicht von individuellen Fähigkeiten, Reichtum oder gesellschaftlicher Position ab. „Menschsein heißt immer Beziehung, Gemeinschaft und Teilhabe mit Gott und anderen.“ Mensch zu sein bedeute, sich selbst als ein Geschenk zu begreifen, welches mit anderen geteilt werden solle. Als sei es nicht bedeutend genug, eine Rede des Papstes auf dem Petersplatz zu hören, dürfen sich die Chorsängerinnen und -sänger über einen speziellen Gruß des Papstes freuen. Er dankt den Würzburger Pilgerinnen und Pilgern für ihr Glaubensbekenntnis. „Erinnern wir uns daran, dass es unsere höchste Berufung ist, Gott zu loben und zu preisen. Sein Lob sei immer in eurem Mund.“ Ein Gruß, der bei den Wallfahrerinnen und Wallfahrern Jubel erzeugt.<br />Allein dieses Erlebnis wäre genug, um diesen Tag und die ganze Romwallfahrt unvergesslich zu machen. Doch es ist nur das erste Highlight eines ereignisreichen Tages. Nach einer kurzer Mittagspause versammeln sich alle Pilgernden im Petersdom. Viele schwärmen noch immer von der Audienz.&nbsp;<br />Die prunkvollen Verzierungen und das Gefühl, in einem der wichtigsten Orte des Christentums zu stehen, lassen im Petersdom viele Pilgernde staunen. Stetig führt es die Gruppe in den hinteren Teil der Kirche. Vorbei an Papstgräbern, Denkmälern und der Bronzestatue des heiligen Petrus. In der „Cathedra Sancti Petri Apostoli“, der Apsis der Basilika, ist alles für einen Gottesdienst vorbereitet. Langsam füllen sich die Stuhlreihen mit Sängerinnen und Sängern. Nach kurzem Einsingen beginnt die Eucharistiefeier mit Bischof Dr. Franz Jung. Die gewaltige Stimmkraft der Pilgernden unter der Leitung von Diözesanmusikdirektor Rainer Aberle schallt durch den Petersdom. Und während die Kommunion gespendet wird, ist es der Kammerchor unter der Leitung von Christian Stegmann, welcher trotz leiserer Klänge diesen Moment für viele besonders macht.<br />An der Absperrung, die von dem Sicherheitspersonal der Basilika errichtet wurde, sammeln sich immer mehr Touristen. Sie zücken ihre Handys, filmen das Innere des Doms oder lauschen einfach der Musik. Es ist nebensächlich, dass viele die deutschen Verse nicht verstehen. Ein Sicherheitsmitarbeiter berichtet mit strahlenden Augen, dass es der schönste Gottesdienst gewesen sei, den er von einer ausländischen Gruppe erlebt habe: „Vielen Dank, ich habe mich wie im Himmel gefühlt.“<br />Auch Bischof Jung hebt in seiner Predigt die Besonderheit dieses Moments hervor. „Wie schön, dass wir hier in der Hauptkirche des Christentums zusammen Gottesdienst feiern dürfen.“ Er zeigt auf den großen Bischofsthron, welcher in der „Cathedra Sancti Petri Apostoli“ über dem Altar zu schweben scheint. Es ist ein Thron aus vergoldeter Bronze, flankiert von zwei Engelsstatuen, und er ist fast 15 Meter hoch. Er wird gesäumt von vier fast sechs Meter hohen Statuen, die griechische und lateinische Kirchenlehrer darstellen. Doch der große, goldene Bischofsthron ist nur eine Schutzhülle. Im Inneren soll ein antiker Holzthron sein, welcher einmal der eigentliche Bischofsstuhl des heiligen Petrus gewesen sein soll. „Als ich 1990 nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion hier in den Petersdom kam, in einer Zeit, in der Machthaber gestürzt wurden, habe ich diesen leeren Thron angeschaut. Auf einmal traf es mich: Bei uns muss niemand gestürzt werden“, berichtet Bischof Jung. „Dieser Thron ist leer. Denn er gebührt im Letzten nur Christus. Und alle, ob Papst, Bischof oder Priester, haben die Aufgabe, diesen Platz für Christus freizuhalten.“ Deswegen würden diejenigen seliggepriesen, die sich nicht selbst groß machen. „Es werden die seliggepriesen, die hungern und dürsten nach Gerechtigkeit. Wir sind als Christen gerufen, diesen Hunger mitzuempfinden und ihn mit Christus zu sättigen.“<br />Nach dem Gottesdienst bittet Bischof Jung zwei Pilgernde nach vorne: Margaretha und Manfred Schmidt feiern an diesem Tag ihr 50. Ehejubiläum. „Es geht hier in der Basilika des heiligen Petrus um die Treue bis in den Tod. Um das, was sich Eheleute am Tag ihrer Trauung versprechen. Danke für dieses wunderbare Zeugnis.“ Dann spendet Bischof Jung dem Ehepaar zum Ehejubiläum im Petersdom den Segen.<br />Nach einem ereignisreichen Tag werden die Wallfahrerinnen und Wallfahrer noch durch den Petersdom geführt. Zweifelsohne für viele ein anstrengender Tag, doch auch ein unvergesslicher.</p><p class="text-right">Aus Rom berichtet Paul Frigger (POW)</p><p>(3826/0856; E-Mail voraus)</p><p><em><strong>Weitere Bilder finden Sie hier: </strong><a href="https://bistum-wuerzburg.px.media/share/1789128955cOYpL6WyBVD52v" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">https://bistum-wuerzburg.px.media/share/1789128955cOYpL6WyBVD52v</a></em></p>]]></content:encoded><category>Berichte</category><category>Bischof Franz Jung</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-74967</guid><pubDate>Wed, 09 Sep 2026 11:58:12 +0200</pubDate><title>„Mein Herz geht auf“</title><link>https://bischof.bistum-wuerzburg.de/aktuell/na-detail/ansicht/mein-herz-geht-auf/</link><description>Dritter Tag der Romwallfahrt der Kirchenchöre – Auf dem Programm standen Stadtführungen und die erste Eucharistiefeier in Rom</description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Rom </strong>(POW) Am dritten Tag der Romwallfahrt, Dienstag, 8. September, haben die Kirchenchöre aus dem Bistum Würzburg eine Führung durch die Ewige Stadt erhalten und die erste Eucharistiefeier in Rom gefeiert. Am Vormittag besuchten die 520 Pilgerinnen und Pilger eine der berühmtesten Basiliken Roms und der ganzen Welt. Die „Basilica di San Giovanni in Laterano“, auf Deutsch „Lateranbasilika“, ist eine der sieben Pilgerkirchen Roms und die Bischofskirche des Papstes. In acht Gruppen wurden die Pilgerinnen und Pilger von Tourguides durch die Basilika geführt. Die erste Station, die heilige Pforte der Basilika, zeigte gleich zu Beginn die Bedeutung der Kirche. Als eine der vier Heiligen Pforten Roms war sie im Heiligen Jahr 2025 geöffnet. Auch im Inneren boten sich für die Reisenden eindrucksvolle Anblicke. Besonders die goldene Decke der Kirche zog die Blicke der Besucherinnen und Besucher auf sich. Eine der Chorgruppen entschied sich spontan, ein Ständchen zu singen.</p><p>Nach dem Besuch der Lateranbasilika ging es weiter auf eine Stadtführung durch Rom. Mit dem Bus wurden Kolosseum und der Circus Maximus passiert, bevor es zu Fuß zum Pantheon ging. Nach einer kleinen Mittagspause besuchten die Pilgerinnen und Pilger außerdem die Spanische Treppe und den Trevi-Brunnen. Die vollen Straßen, zahlreiche Touristen sowie die hohen Temperaturen ermüdeten so manche Pilger. Dennoch waren alle wieder für den Gottesdienst in der „Sant’Ignazio di Loyola in Campo Marzio“ zum Singen bereit.</p><p>Für Bischof Dr. Franz Jung war die Eucharistiefeier in der Kirche des heiligen Ignatius und des Jesuitenordens zugleich eine Reise in die eigene Vergangenheit. Er wurde am 10. Oktober 1992 in dieser Kirche mit neun Mitbrüdern zum Priester geweiht. Bereits zu Beginn des Gottesdienstes sprach der Bischof über die besondere Verbindung zu diesem Ort: „So wie das Herz bei Ihrem Gesang aufgeht, geht mir das Herz auf, wenn ich in diese Kirche komme.“ Er habe viele Stunden in der Kirche verbracht und freue sich, dass an diesem Ort gemeinsam der Gottesdienst gefeiert werde. Auch die Verbindung des Jesuitenordens zur Musik und zum Gesang griff Bischof Jung auf. „Lange hieß es: Der Jesuit singt nicht.“ Doch mit der Zeit habe der Orden verstanden, dass Musik eine der wichtigsten Formen der Evangelisierung sei. So habe die Musik auch zu seiner Studienzeit eine große Rolle gespielt.</p><p>Die Pilgerinnen und Pilger der Kirchenchöre füllten das Gotteshaus mit festlichen Klängen. Unter der Leitung von Diözesanmusikdirektor Rainer Aberle gestalteten der große Chor und die Blasmusiker gemeinsam den Gottesdienst musikalisch. Die Musik zog auch zahlreiche Touristen an. Immer wieder zückten sie ihre Handys, um die Eindrücke von der besonderen Atmosphäre festzuhalten. Andere wiederum verweilten noch einige Minuten länger, um dem Gesang zu lauschen.</p><p>Im Anschluss an den Gottesdienst blickte Bischof Jung noch einmal auf die Atmosphäre während des Gottesdienstes zurück. „Es hat sich angefühlt wie nach Hause kommen.“ Dass dies zugleich der erste große Gottesdienst der Pilger aus dem Bistum Würzburg in Rom gewesen sei, habe die Feier zusätzlich besonders festlich gemacht. „Die Gottesdienste sind die Punkte, an denen wir alle zusammenkommen, und da merkt man, wie alle im Singen zu einer großen Gemeinschaft werden.“</p><p>Nach einem ereignisreichen Tag in Rom stieg bei den Pilgerinnen und Pilgern bereits die Vorfreude auf den nächsten Höhepunkt der Wallfahrt: die Papstaudienz mit anschließender Eucharistiefeier im Petersdom am vierten Tag der Reise.</p><p class="text-right">Aus Rom berichtet Paul Frigger (POW)</p><p>(3726/0849; E-Mail voraus)</p><p><em><strong>Weitere Bilder finden Sie hier:</strong>&nbsp;<a href="https://bistum-wuerzburg.px.media/share/1788957522lwTqWhcwNlzLyu" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">https://bistum-wuerzburg.px.media/share/1788957522lwTqWhcwNlzLyu</a></em></p>


]]></content:encoded><category>Berichte</category><category>Bischof Franz Jung</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-74954</guid><pubDate>Tue, 08 Sep 2026 11:52:41 +0200</pubDate><title>Singend unterwegs zur Ewigen Stadt</title><link>https://bischof.bistum-wuerzburg.de/aktuell/na-detail/ansicht/singend-unterwegs-zur-ewigen-stadt/</link><description>Nach zwei herausfordernden Reisetagen sind die Kirchenchöre aus dem Bistum Würzburg in Rom angekommen</description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Würzburg/Verona/Rom</strong> (POW) Die insgesamt 520 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Romwallfahrt der Kirchenchöre aus dem Bistum Würzburg haben erfolgreich ihre Pilgerreise begonnen und sind ohne Zwischenfälle in der Ewigen Stadt angekommen. Am Sonntag, 5. September, starteten die neun Busse frühmorgens unter anderem in Würzburg und Aschaffenburg.&nbsp;</p><p>Um 7.30 Uhr kamen erstmals alle Reisenden zu einem Morgenlob in der Wallfahrtskirche „Zu Unserer Lieben Frau“ in Schönenberg in der Nähe von Ellwangen zusammen. Nach einem kurzen, ersten Einsingen zum Wachwerden begrüßte Bischof Dr. Franz Jung die Pilgerinnen und Pilger. Er betonte die besondere Kraft des Glaubens, die im Singen stecke: „Wer singt, der betet doppelt.“ Zudem dankte er allen, die sich auf den Weg gemacht hätten. In der Kirche wurde trotz früher Stunde bereits die gewaltige Kraft der Kirchenchöre hörbar. Nach kurzer Pause ging es weiter Richtung Süden.&nbsp;</p><p>Im Innsbrucker „Stift Wilten“ trafen sich die Sängerinnen und Sänger erneut, diesmal für die erste Eucharistiefeier der Reise. Die Blasmusiker, die an der Pilgerreise teilnehmen, erzeugten unter der musikalischen Leitung von Diözesanmusikdirektor Rainer Aberle eine besondere Stimmung, die zusammen mit dem Chorgesang die ganze Stiftskirche erfüllte. In seiner Predigt sprach Bischof Jung über den besonderen Bund, der durch einen Chor entstehe. „Menschen, die aus dem Glauben zusammenkommen, sind eine besondere Gemeinschaft. Hier ist es egal, wer jemand ist. Das Entscheidende ist der Glaube.“&nbsp;</p><p>Der zweite Reisetag, Montag, 7. September, startete in der Nähe von Verona. Schon in der Frühe ertönte im Bus mal ein lautes, mal ein leises „Roma, Roma, Roma“. Immer höher auf der Tonleiter. Die ersten Singübungen für eine Eucharistiefeier in einer besonderen Kirche. In der Basilika Sant' Andrea im italienischen Mantua liegen der Überlieferung nach die Reliquien des heiligen Blutes Christi. Die Basilika existiert seit 1514 und ist ein berühmtes Pilgerziel. Nach dem Gottesdienst bildeten die Pilgerinnen und Pilger eine lange Schlange, um in der Krypta nach und nach die Reliquien in Augenschein zu nehmen ‒ zweifellos ein erstes Highlight der Reise.&nbsp;</p><p>Danach stand den Reisenden der restliche Weg bis nach Rom bevor, der immer wieder durch lange Staus deren Geduld auf die Probe stellte. Am späten Montagabend kamen alle gesund und halbwegs munter in der Ewigen Stadt an.</p><p class="text-right">&nbsp;Aus Rom berichtet Paul Frigger (POW)</p><p>(3726/0847; E-Mail voraus)</p><p><strong><em>Weitere Bilder finden Sie hier:</em>&nbsp;</strong><em><a href="https://bistum-wuerzburg.px.media/share/1788956794sst736xxRPwoIx" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">https://bistum-wuerzburg.px.media/share/1788956794sst736xxRPwoIx</a></em></p>

]]></content:encoded><category>Berichte</category><category>Bischof Franz Jung</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-74865</guid><pubDate>Wed, 02 Sep 2026 11:05:49 +0200</pubDate><title>Bischof Jung half bei der Weinlese</title><link>https://bischof.bistum-wuerzburg.de/aktuell/na-detail/ansicht/bischof-jung-half-bei-der-weinlese/</link><description>Escherndorf/Würzburg (POW) Zum Beginn der Weinlese hat es Bischof Dr. Franz Jung auch in diesem Jahr wieder in den Weinberg gezogen.</description><content:encoded><![CDATA[<p>Im Weingut Rainer Sauer in Escherndorf half er am Montag, 31.&nbsp;August, für einen Tag mit bei der Ernte von Trauben der Sorten Bacchus und Müller-Thurgau. Sein Fazit: „Ein tolles Erlebnis, in einem hochmotivierten Team zu arbeiten. Klasse, was man da in kurzer Zeit gemeinsam hinbekommt. Und einfach herrlich, die Pause in den Weinbergen mit einer wunderbaren Sicht auf die Mainschleife und die Vogelsburg“, sagte der Bischof. Nach einem langen Tag im Weinberg lese sich das Gleichnis von den Arbeitern im Weinberg (Mt 20) nochmal anders. „Da kann man dann den Ärger der Arbeiter der ersten Stunde lebhaft nachvollziehen“, erklärte er lachend.</p><p>(3626/0833; E-Mail voraus)</p><p><em><strong>Hinweis für Redaktionen:</strong> Foto abrufbar im Internet</em></p>]]></content:encoded><category>Kurzmeldungen</category><category>Bischof Franz Jung</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-74710</guid><pubDate>Mon, 24 Aug 2026 16:13:19 +0200</pubDate><title>Bischof Jung begrüßt Würzburger Kreuzbergwallfahrer</title><link>https://bischof.bistum-wuerzburg.de/aktuell/na-detail/ansicht/bischof-jung-begruesst-wuerzburger-kreuzbergwallfahrer/</link><description>Würzburg (POW) Bischof Dr. Franz Jung hat am Montagnachmittag, 24. August, die 316 Würzburger Kreuzbergwallfahrer im Würzburger Kiliansdom begrüßt und ihnen nach einer kurzen Statio den Eucharistischen Segen erteilt. </description><content:encoded><![CDATA[<p>Fünf Tage lang waren die Frauen und Männer unter dem Motto „Hab Mut, steh auf!“ zum Heiligen Berg der Franken und zurück unterwegs. „Sie sehen, Herr Bischof: Die Kreuzbergwallfahrt ist jung“, sagte Pfarrer Andreas Kneitz, Präses der Kreuzbruderschaft, unter dem Applaus der Gläubigen. Er dankte allen, die an der Wallfahrt beteiligt waren und zu deren Gelingen beitrugen. „Ihr seid das Herz der Wallfahrt. Vergelts Gott!“ Besonderen Dank sprach Kneitz der Vorstandschaft aus, die das ganze Jahr hindurch gefordert sei. Erfreut zeigte er sich zudem, dass 22&nbsp;neue Mitglieder der Bruderschaft beigetreten seien. Wie die Malteser mitteilten, waren 15&nbsp;ehrenamtliche Sanitäterinnen und Sanitäter von den Maltesern Würzburg und Abersfeld (Landkreis Schweinfurt) fast 300 Stunden im Einsatz und haben rund 60-mal Hilfe geleistet. Vor allem mussten sie sich um wunde Füße und Blasen kümmern, viermal Kreislaufprobleme behandeln und einen Pilger ins Krankenhaus transportieren lassen.</p><p class="text-right"><em>mh (POW)</em></p><p><em>(3526/0808; E-Mail voraus)</em></p><p><em><strong>Weitere Bilder finden Sie unter:&nbsp;<a href="https://bistum-wuerzburg.px.media/share/1787581119gvnbuvlCEOwRFl" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">https://bistum-wuerzburg.px.media/share/1787581119gvnbuvlCEOwRFl</a></strong></em></p>]]></content:encoded><category>Kurzmeldungen</category><category>Bischof Franz Jung</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-74662</guid><pubDate>Wed, 19 Aug 2026 12:20:00 +0200</pubDate><title>Stellungnahme von Bischof Dr. Franz Jung anlässlich des Rücktritts von Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann als Bischof von Speyer am 19. August 2026</title><link>https://bischof.bistum-wuerzburg.de/aktuell/na-detail/ansicht/stellungnahme-von-bischof-dr-franz-jung-anlaesslich-des-ruecktritts-von-bischof-dr-karl-heinz-wiesemann-als-bischof-von-speyer-am-19-august-2026/</link><description>„Die Nachricht vom Rücktritt Bischof Karl-Heinz Wiesemanns habe ich heute Mittag mit großem Bedauern aufgenommen. </description><content:encoded><![CDATA[<p>Wir kennen uns ja schon sehr lange. Als Generalvikar habe ich gerne mit ihm zusammengearbeitet. Seit unserer gemeinsamen Zeit schätze ich ihn als nachdenklichen Menschen und umsichtigen Theologen. Ganz überrascht hat mich der Amtsverzicht Bischof Wiesemanns allerdings nicht. Seit seiner gesundheitsbedingten Auszeit erzählte er öfters davon, wie sehr ihn die Bürde des Amtes drücke. Beim Katholikentag in Würzburg sprach er zuletzt vor einem großen Publikum offen über die Depressionen, mit denen er zu kämpfen hatte. In seiner persönlichen und aufrichtigen Art hat er damit viele Menschen berührt, aber auch selbst noch einmal deutlich gemacht, wie sehr ihn das belastet. Ich freue mich, dass für ihn nun mit der Emeritierung ,eine Zeit des Aufatmens‘ kommt (Apg 3,20) und wünsche ihm, dass er für sich eine gute Perspektive entwickeln kann. Für seinen bischöflichen Dienst und unser vertrauensvolles Miteinander in der Metropolie Bamberg wie auch in der Deutschen Bischofskonferenz danke ich ihm sehr herzlich.“</p><p>(3426/0797; E-Mail voraus)</p><p><em><strong>Hinweis für Redaktionen: </strong>Fotos abrufbar im Internet</em></p>]]></content:encoded><category>Kurzmeldungen</category><category>Bischof Franz Jung</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-74408</guid><pubDate>Thu, 30 Jul 2026 13:32:41 +0200</pubDate><title>Spuren in den Herzen hinterlassen</title><link>https://bischof.bistum-wuerzburg.de/aktuell/na-detail/ansicht/spuren-in-den-herzen-hinterlassen-1/</link><description>Schwester Katharina Merz als Leiterin des Gymnasiums der Sankt-Ursula-Schule verabschiedet – Pontifikalgottesdienst im Kiliansdom und Festakt in der Schule – Bischof Jung: „Unendlich viel Energie, Zeit und Liebe investiert“ – Kreative Aktionen der Schulgemeinschaft – Dank für Sachverstand und Hingabe</description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Würzburg </strong>(POW) Knallrote Luftballons formen vor dem Altar das Wort „Danke“, ein buntes Steuerrad lehnt am Ambo, und in einem herzerwärmenden Video wünschen alle Schülerinnen „Freude, Gesundheit und viele schöne Momente“: Schwester Katharina Merz, Oberin des Ursulinenklosters Würzburg, hat das Schulschiff Sankt-Ursula-Schule nach insgesamt 31 Jahren als Schulleiterin verlassen. Von 1995 bis 2024 leitete sie die Realschule, seit 2009 auch das Gymnasium. Beim Gottesdienst zum Schuljahrsende im Würzburger Kiliansdom und einer Feier in der Sankt-Ursula-Schule wurde sie am Mittwoch, 29. Juli, als Leiterin des Gymnasiums verabschiedet. Merz habe „unendlich viel Energie, Zeit und Liebe in die Schulleitung und in ihre Schulen investiert“, sagte Bischof Dr. Franz Jung: „Für Ihr überzeugendes Engagement über mehr als 30 Jahre danke ich Ihnen von Herzen. Bleiben Sie behütet und gesund!“</p><p>Der Gottesdienst stand unter dem Motto „Alles hat seine Zeit – dankbar loslassen – mutig weitergehen“. Diese Feier sei ein besonderer Moment des Übergangs, sagte Domvikar Dr. Matthias Leineweber, Priester in der Schulpastoral an der Sankt-Ursula-Schule Würzburg. Merz habe die Schule über viele Jahre hinweg geprägt, getragen und gestaltet. Zugleich gehe die Leitung der Schule nun in weltliche Hände über. „Wir danken für das Gewachsene und vertrauen darauf, dass Gott auch den neuen Weg begleitet.“</p><p>Schülerinnen brachten rote Luftballons in den Altarraum, die dort das Wort „Danke“ formten. Jeder Buchstabe hatte zudem eine eigene Bedeutung. Das „D“ stehe für Dank – für Begleitung, Freundschaften, und besonders Merz für ihre Zeit, Geduld und Sorge um die Schule: „Sie haben uns gezeigt, dass Schule mehr ist als Lernen und Leistung.“ „A“ wie Anerkennung sprachen die Schülerinnen Merz für ihre Bereitschaft aus, Verantwortung zu tragen und Entscheidungen zu treffen. „N“ wie Nächstenliebe habe Merz vorgelebt: „Viele von uns haben gespürt, dass Sie nicht nur auf Regeln und Leistungen geschaut haben, sondern auf den Menschen dahinter.“ „K“ wie Kollegialität stehe für Gemeinschaft, Zusammenarbeit und Miteinander. „E“ wie Empfindsamkeit „verbinden wir besonders mit Ihnen. Sie hatten ein offenes Ohr für die Anliegen anderer. Wir wünschen Ihnen für Ihren neuen Weg Gottes Segen, Menschen, die Sie begleiten, und viele Momente, in denen Sie spüren: Ihr Wirken an unserer Schule bleibt in Dankbarkeit lebendig.“</p><p>Als Symbol für das Licht, das immer weitergetragen wird, wurde am Altar eine Kerze entzündet. Eine Ordensschwester und eine Schülerin hielten das Licht, damit Merz daran eine zweite Kerze entzünden konnte, die sie wiederum an ihren Nachfolger Studiendirektor im Kirchendienst Norbert Siemer übergab, bislang stellvertretender Leiter des Gymnasiums. „Licht ist nicht dazu da, bewahrt zu werden, indem man es festhält. Licht ist dafür da, weitergegeben zu werden. Es lebt davon, dass wir es weitertragen, in unserem Handeln, in unserem Miteinander, in dem, was wir aus dieser Schule machen“, hieß es.</p><p><em><strong>Bischof Jung: „Danke für Ihr mutiges, bärenstarkes Vorbild“</strong></em></p><p>Gleich vier Heilige zog Bischof Jung in seiner <a href="https://pow.bistum-wuerzburg.de/aktuelle-meldungen/detailansicht/ansicht/danke-fuer-diese-lebensleistung/" target="_blank" class="external-link">Predigt</a> heran, um Merz zu charakterisieren. Kunstlehrerin Anne-Rose Volk hatte dazu eigens vier Porträts angefertigt, die im Altarraum aufgestellt waren.&nbsp;So bedeute der Name der heiligen Ursula, nach der die Schule benannt ist, „kleine Bärin“. Wie eine Bärin habe auch Merz „mit großer Entschiedenheit“ für ihre Schülerinnen und die Schule gekämpft. Der Bischof erinnerte an die Großkundgebung „Fünf vor zwölf“ gegen die finanzielle Benachteiligung von Privatschulen durch den Freistaat im Jahr 2022 in München. Diese habe zu einer Verbesserung der Refinanzierung der Privatschulen geführt. „Danke für dieses mutige, bärenstarke Vorbild, das auch die künftige Schulleitung wie die Freisinger Bischofskonferenz in Zukunft brauchen werden angesichts klammer Kassen.“</p><p>Die heilige Angela, die Gründerin der Ursulinen, heiße übersetzt die „Engelgleiche“, fuhr der Bischof fort. Wie jeder Engel habe auch Merz eine „glasklare Vision“ gehabt: „Sie lautet, jede einzelne Schülerin wertzuschätzen, jede einzelne wahrzunehmen mit ihren Begabungen und Talenten. Und jeder die Förderung angedeihen zu lassen, die sie für ihre weitere Entwicklung braucht.“ Merz sei es gelungen, dieses Feuer für ihre Mission auch in anderen zu entzünden, die in der Schule ihren Dienst tun. „Dieses Feuer zu hüten, wird die Aufgabe der künftigen Schulleitung sein.“</p><p>Die heilige Katharina, eine hochgebildete, selbstbewusste Frau, gelte unter anderem als Patronin des katholischen Bildungswesens. Auch Merz habe junge Frauen dazu ermutigen wollen, selbstbewusst in die Zukunft zu gehen und auch Führungsrollen zu übernehmen. In einem Lobgedicht auf die heilige Katharina heiße es, sie habe sich um Verheißungen gekümmert, nicht um irdische Widrigkeiten. Das passe zu Merz‘ Engagement als Leiterin der Realschule (ab 1995) und des Gymnasiums (ab 2009) sowie bei der Renovierung der Schule über sieben Jahre bei laufendem Betrieb, erklärte der Bischof.</p><p>Merz sei nicht nur Schulleiterin, sondern leite auch den Konvent der Ursulinen. Der heilige Antonius sei bis heute an der Außenwand der Antoniterkirche zu sehen. 1725 hätten die Ursulinen das leerstehende Antoniterkloster gekauft, um dort ihren Konvent und ihre Schule einzurichten. Antonius habe die Mönche gelehrt, an einem Ort zu bleiben, ohne vor sich oder vor den Herausforderungen des Lebens wegzulaufen, und er habe sie die Kunst des Zusammenlebens gelehrt. Auch Merz habe diesen Ort als ihre geistliche Heimat angenommen und gestaltet. Sie habe ihr Leitungsamt „mit großer Hingabe, Sorgfalt und Liebe zu ihren Schwestern ausgeübt“, betonte Bischof Jung. Er wünschte Merz die innere Freiheit, loslassen zu können. Das bedeute, dankbar auf das Erreichte zu schauen, aber auch der nachfolgenden Schulleitung die Freiheit einzuräumen, die Dinge so zu gestalten, wie sie es für richtig erachte.</p><p><em><strong>Symbolische „Steuerübergabe“ an die künftigen Schulleiter Siemer und Retsch</strong></em></p><p>Zum Abschluss des Gottesdienstes übergab Merz ein symbolisches Steuerrad an ihren Nachfolger Norbert Siemer und dessen künftigen Stellvertreter Studiendirektor im Kirchendienst Harald Retsch, derzeit Mitglied der Schulleitung. Seit 1712 hätten sich die Ursulinen „mutig auf den Weg gemacht, eine Schule aufzubauen“. Ihre Vision gelte es weiterzutragen und das Sankt-Ursula-Schiff weiter in die Zukunft zu steuern. „Wir alle helfen zusammen im Bewusstsein, dass es letztlich nur den einen großen Steuermann gibt. Fahrt in Gottes Namen!“ Siemer zitierte einen Seemannsspruch aus seiner norddeutschen Heimat: „Gott ist mein Lotse, Gott ist mein Steuermann.“ Mit Gottes Segen werde der Weg der Schule als Gemeinschaft weitergehen und die Fahrt gelingen. „Fahren wir hinaus und freuen wir uns auf das, was kommt, dankbar verbunden mit dem, was uns an Mut und Zuversicht durch Schwester Katharina und die Schwestern des Konvents mit auf den Weg gegeben wurde.“</p><p>Die Schülersprecherinnen begrüßten Siemer in der neuen Rolle als „Steuermann“ und wünschten ihm für die neue Aufgabe viel Erfolg. Ihr Dank galt Merz für ihre Geduld, ihre Entscheidungen zum Wohl der Schule, ihr Zuhören und ihre Ermutigung. „Sie haben Spuren hinterlassen in unserer Schule, in unseren Herzen, in unseren Erinnerungen.“</p><p>Die „Domband“ mit Schülerinnen und Lehrern der Sankt-Ursula-Schule unter der Leitung von Lucia Herr sowie ein Projektchor unter der Leitung von Claudia Breitfeld gestalteten die Feier musikalisch.</p><p><em><strong>Grußworte: Dankbarkeit und ein Apfelbäumchen mit guten Wünschen</strong></em></p><p>Lang war die Liste der Grußredner, die bei der anschließenden Feier in der Sankt-Ursula-Schule ihre Dankbarkeit und guten Wünsche vorbrachten. Die Verabschiedung von Merz sei zugleich der Abschied von einer „jahrhundertealten Tradition“, sagte Missionsbenediktinerin Schwester Dr. Hanna Sattler, stellvertretende Direktorin des Katholischen Schulwerks in Bayern. Nun gebe es in ganz Bayern keine allgemeinbildende Schule mehr mit einer Ordensfrau oder einem Ordensmann an der Spitze. Doch Sattler nannte die Entscheidung „zukunftsorientiert und realistisch“: „Ihnen geht es darum, dass es mit der Schule und der Gemeinschaft gut weitergeht.“ Sie übergab Merz die „Ehrenauszeichnung für Sachverstand und Hingabe“.</p><p>Merz strahle „Ruhe, Beharrlichkeit und ein tiefes Gottvertrauen“ aus, sagte Dr. Christoph Robert, Ministerialbeauftragter für die Gymnasien in Unterfranken. Er attestierte ihr eine „unglaubliche Freiheit des Geistes“. Er schätze ihr Lächeln, ihr Wissen und ihre Menschlichkeit. Schulen in kirchlicher Trägerschaft seien eine große Bereicherung für das Bildungssystem, fuhr Robert fort. Die Schülerinnen ermunterte er, ihre Talente zu nutzen und Verantwortung zu übernehmen: „Lasst Euch nie sagen, dass Ihr etwas nicht könnt.“ Joachim Spatz, dritter Bürgermeister der Stadt Würzburg, dankte im Namen der Stadtgesellschaft für Merz‘ Engagement „in der Mitte und im Herzen der Stadt“. Die Ursulinen hätten Mädchenbildung in einer Zeit ermöglicht, in der dies gesellschaftlich noch nicht selbstverständlich gewesen sei. Doch zum Wissen brauche es auch einen Kompass. „Wissen ohne Herz birgt Gefahren. Ich habe Sie als Menschen kennengelernt, der das Herz sprechen lässt. Wir brauchen Menschen wie sie.“</p><p>Schwester Johanna Ankenbauer und Schwester Rut Baumann überreichten Merz ein Apfelbäumchen mit „Äpfeln“, auf die jede Schwester ein persönliches Wort geschrieben hatte. „Dieser Tag ist eine historische Zäsur für die Schwestern, die Schule und den Orden. Wir wissen, wie schwer dieser Schritt für Dich ist.“ Doch die Schule gehe in gute Hände über. „Gott bleibt an dieser Schule und trägt unser Werk in die Zukunft.“ Für den Elternbeirat dankte Vanessa Jansen. Die Schule habe Generationen von Schülerinnen auf ihrem Weg begleitet. „Immer stand der Mensch im Mittelpunkt. Sie waren in allen Stürmen der Anker. Danke für Ihren Einsatz, Ihre Herzlichkeit und Menschlichkeit.“ Sie hatte als Abschiedsgeschenk farbenfrohe Papierblumen mitgebracht. Mit „einem lachenden und einem weinenden Auge“ sagten die Schülersprecherinnen Danke. Sie führten einen raffiniert geschnittenen Film vor, in dem alle Klassen gemeinsam der scheidenden Schulleiterin Freude, Gesundheit und viele schöne Momente wünschen – wobei jede Klasse nur ein bis zwei Worte sagt. „Mit einem großen Lächeln sagen wir Danke und auf Wiedersehen!“</p><p>Mit Merz bringe sie vor allem das Wort „Vertrauen“ in Verbindung, sagte Eva Rudolph, Vorsitzende der Mitarbeitervertretung. „Du vertraust auf Gott, das zeigen Deine Arbeit und Dein Leben.“ Mit einem Rosenbogen – vorerst nur als großes Bild – dankten Elisabeth Höfling und Mechtild Hentzschel vom Freundeskreis der Schule. Merz sei es zu verdanken, dass die Schule, die Schülerinnen und das Kollegium „so blühen, wie sie es jetzt tun“. Die Rosen stünden für die vielen Menschen, die Merz geprägt habe, der Rosenbogen solle das Tor zu „neuen, freudigen Aufgaben“ sein und für die „tiefen Wurzeln“, die Merz hinterlasse.</p><p><em><strong>Siemer: Den Schatz der Schule weitertragen</strong></em></p><p>Norbert Siemer hatte eine kleine Figur mitgebracht, die er von Merz bekommen habe. Sie hält ein Gefäß in den Händen und erinnere ihn an ein Wort von Paulus aus dem zweiten Korintherbrief: „Diesen Schatz tragen wir in zerbrechlichen Gefäßen.“ Die Schwestern hätten immer wieder die Erfahrung gemacht, dass das, was sie aufgebaut hatten, von anderen zerstört wurde, etwa in der Zeit des Nationalsozialismus, als der Glaube aus den Schulen verschwinden sollte. „Die Schwestern haben den kostbaren Schatz weitergetragen bis heute. Wir werden den Weg weitergehen, das Gute bewahren und dort, wo es notwendig wird, Neues beginnen.“ Für ihn liege der Schatz der Schule unter anderem in der Kirche auf dem Schulgelände, in den Klassengottesdiensten, in der Hilfe der Schwestern für die Bedürftigen, in den Gesprächen mit den Schülerinnen im Unterricht, fuhr Siemer fort. „Jeder junge Mensch ist dankbar, wenn er spürt, dass es Menschen gibt, die ihm helfen wollen. Darin liegt der Schatz unserer Schule verborgen, den wir weitertragen möchten.“ Merz wünschte er den Mut, die kommende Zeit „als etwas ganz Kostbares anzunehmen. Vielen Dank für alles und Gottes Segen.“</p><p>Sichtlich bewegt dankte Merz in einem kurzen Schlusswort für alle guten Wünsche. Sie zitierte einen Satz, den sie vor 31 Jahren bei der Verabschiedung von Schwester Lioba Mehler, ihrer Vorgängerin in der Leitung der Realschule, gesagt hatte: „Weil Gott dich nie aus seiner Liebe entlässt, wartest du vergeblich auf deine Pensionierung.“ Nun schließe sich der Kreis: „Egal wie alt man ist, wenn man Gott zum Chef hat, gibt es immer etwas zu tun.“ Sie werde nicht ganz aus der Welt sein, unter anderem als Vertretung des Schulträgers. Merz dankte allen, die ihr zur Seite gestanden waren, vor allem ihren Mitschwestern: „Ich freue mich, dass ich nun mehr Zeit für Euch habe.“ Ihrem Nachfolger Siemer wünschte sie alles Gute für die Zukunft. „Du bist im Kollegium anerkannt und geschätzt, wir erleben Dich als Menschen, der aus dem Glauben lebt. Unsere Schule soll ein Ort bleiben, an dem junge Menschen ermutigt werden, wo sie aus dem Glauben Zuversicht gewinnen und die Zukunft gestalten.“</p><p>Das Bläserensemble der Schule gestaltete den Festakt unter anderem mit einer „Greatest Showman Selection“.</p><p class="text-right">sti (POW)</p><p><iframe src="https://bistumwuerzburg.podigee.io/354-bye-bye-sr-katharina-1/embed?context=external&amp;theme=default" style="border: 0" frameborder="0" height="150" width="100%"></iframe></p><p><iframe src="https://bistumwuerzburg.podigee.io/355-bye-bye-sr-katharina-teil-2/embed?context=external&amp;theme=default" style="border: 0" frameborder="0" height="150" width="100%"></iframe></p><p>(3226/0760; E-Mail voraus)</p><p><em><strong>Bilder vom Gottesdienst finden Sie hier:</strong></em><em><a href="https://bistum-wuerzburg.px.media/share/1785405286zzXS5bUERInlEg" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">https://bistum-wuerzburg.px.media/share/1785405286zzXS5bUERInlEg</a></em></p><p><em><strong>Bilder vom Festakt finden Sie hier:</strong><a href="https://bistum-wuerzburg.px.media/share/1785405460NKp8lNE0gKZoer" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">https://bistum-wuerzburg.px.media/share/1785405460NKp8lNE0gKZoer</a></em></p>]]></content:encoded><category>Dom und Neumünster</category><category>Berichte</category><category>Bischof Franz Jung</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-74407</guid><pubDate>Thu, 30 Jul 2026 13:30:10 +0200</pubDate><title>„Danke für diese Lebensleistung“</title><link>https://bischof.bistum-wuerzburg.de/aktuell/na-detail/ansicht/danke-fuer-diese-lebensleistung/</link><description>Predigt von Bischof Dr. Franz Jung zur Verabschiedung von Schwester Katharina Merz, Oberin des Ursulinenklosters Würzburg, aus der Leitung der Ordensschulen am Mittwoch, 29. Juli 2026, im Würzburger Kiliansdom</description><content:encoded><![CDATA[<p>Liebe Schülerinnen,</p><p>liebes Lehrerkollegium,</p><p>liebe Schwestern und Brüder im Herrn,</p><p>liebe Schwester Katharina,</p><p>heute ist also endlich der Tag gekommen, vor dem Sie sich vielleicht gefürchtet, oder auf den Sie hingefiebert haben – der Tag des Abschieds von der Schulleitung. Wir haben in den vergangenen Jahren immer wieder einmal darüber gesprochen, jetzt ist er also da.</p><p>Mit Abschieden ist es so eine Sache. Auf der einen Seite sagt man, es ist jetzt gut. Denn eine Last wird einem von den Schultern genommen. Auf der anderen Seite aber hinterlässt jeder Abschied auch eine Lücke, in diesem Fall eine sehr große Lücke.</p><p>Denn Sie haben unendlich viel Energie, Zeit und Liebe in die Schulleitung und in ihre Schulen investiert. Und diese Lücke will erst einmal ausgehalten und dann langsam wieder geschlossen werden.</p><p>Über dem heutigen Tag aber steht vor allem der Dank. Der Dank der Schülerinnen, des Kollegiums und nicht zuletzt mein persönlicher Dank als Bischof für diese Lebensleistung.</p><p>Als ich mich gefragt habe, wie ich diesem Dank sichtbaren Ausdruck verleihen könnte, sind mir vier Heilige eingefallen, anhand derer ich meine Ansprache gliedern möchte.</p><p><em><strong>Die heilige Ursula</strong></em></p><p>Beginnen wir mit der heiligen Ursula, der Namensgeberin der Ursulinen. Ursula, die Stadtheilige von Köln, war eine mutige Frau. Als Verkleinerungsform von lateinisch „Ursus“ heißt „Ursula“ übersetzt „die kleine Bärin“. Ein passender Name.</p><p>Man weiß ja, dass eine Bärin zum unberechenbar wilden Tier wird, wenn sie ihre Jungen in Gefahr sieht. In der Verteidigung ihrer Kleinen nimmt sie allen Mut zusammen und wächst über die eigenen Kräfte hinaus.</p><p>Das gilt mit Fug und Recht auch für Sie, liebe Schwester Katharina. Sie kämpfen mit großer Entschiedenheit für Ihre Schülerinnen und für Ihre Schule. Das tun Sie in der Arbeitsgemeinschaft der (ehemaligen) Ordensschulen im Bistum (AGOS).</p><p>Aber das tun Sie auch öffentlich, wenn es sein muss.</p><p>Ich erinnere mich dabei an die denkwürdige Großdemonstration für die Förderung der Privatschulen „um 5 vor 12“ am 7. Dezember 2022 in München. Es war eine „Unterrichtsstunde der Superlative“, wie die Presse damals titelte. Sie hatte zum Ziel, auf die Benachteiligung der bayerischen Privatschulen hinzuweisen im Vergleich mit den staatlichen Schulen. Eine Demonstration, die im Übrigen umgehend zu einer Verbesserung der Refinanzierung der Privatschulen geführt hat!</p><p>Der Mut der kleinen Bärin hat also geholfen. Und das ganz im Sinne von Schwester Lioba, die Sie als Ihre Vorgängerin hochverehren und die gesagt hat: „Wir brauchen ein unverschämtes Gottvertrauen.“ Ein Wort wie ein Vermächtnis. Danke für dieses mutige, bärenstarke Vorbild, das auch die künftige Schulleitung wie die Freisinger Bischofskonferenz in Zukunft brauchen werden angesichts klammer Kassen.</p><p><em><strong>Die heilige Angela</strong></em></p><p>Dann die heilige Angela als die Gründerin der Ursulinen. „Angela“ heißt übersetzt die „Engelgleiche“. Daran muss ich immer denken, wenn ich Schwester Katharina sehe.</p><p>Ich frage mich dann oft: Wovon lebt die Frau eigentlich? Und isst sie ab und zu auch mal was? So feingliedrig und zierlich, ja so leicht kommt sie daher.</p><p>Und doch hat sie wie jeder Engel eine glasklare Mission. Sie lautet, jede einzelne Schülerin wertzuschätzen. Jede einzelne wahrzunehmen mit ihren Begabungen und Talenten. Und jeder die Förderung angedeihen zu lassen, die sie braucht für ihre weitere Entwicklung.</p><p>Glaube, Bildung, Qualität – kurz GBQ –, mit diesen Begriffen verbinden Sie den Anspruch Ihrer Schulen. Aus dem Glauben an die Würde des Menschen entspringt der Impuls zur Bildung. Und diese Bildung wiederum orientiert sich an dem christlichen Menschenbild. „Yes I can“, heißt der Claim der Schule. Weil jemand an mich glaubt, vermag ich mich als Person weiterzuentwickeln. Schule ist eben viel mehr als nur eine Lehranstalt. Im christlichen Sinn verstanden geht es in der Schule um Persönlichkeitsbildung, was etwas anderes ist als nur einen Lernstoff zu vermitteln.</p><p>Zur engelgleichen Angela gehören auch die Unverzagtheit und die innere Heiterkeit. Diese Heiterkeit ist nicht zu verwechseln mit einem oberflächlichen Fröhlich-Sein. Nein, die Heiterkeit der Engel rührt daher, dass sie das Angesicht Gottes schauen und vor dem Herrn ihr Loblied singen in der Anbetung. Aus diesem Geist bezieht Schwester Katharina die Kraft für die Erfüllung Ihrer zahllosen Aufgaben. Dieser Geist bewahrte Sie – und wird Sie hoffentlich auch weiterhin bewahren – vor jeder Form des Überdrusses und Kleinmutes.</p><p>Schließlich gilt: Der Engel brennt für seine Mission. Wie oft habe ich Schwester Katharina sagen hören, dass auch sie „für ihre Schulen brennt“. Es ist ihr gelungen, dieses Feuer auch in anderen zu entzünden, die in der Schule ihren Dienst tun. Dieses Feuer zu hüten, wird die Aufgabe der künftigen Schulleitung sein. Unterstützt wird sie darin sicher von dem geplanten neuen Schulträger in Form der Schwester-Lioba-Mehler-Stiftung, bei der sich Schwester Katharina auch weiterhin einbringen wird.</p><p><em><strong>Die heilige Katharina</strong></em></p><p>Dann natürlich die heilige Katharina von Alexandrien als Ihre Namenspatronin. Sie gilt passenderweise auch als die Patronin des katholischen Bildungswesens. Eine Heilige, die sich von den Männern nicht die Butter vom Brot nehmen ließ. Und eine hochgebildete, selbstbewusste Frau, deren überlegener Bildung und Weisheit keiner ihrer männlichen Widersacher beikommen konnte.</p><p>„Wir wollen junge Frauen dazu ermutigen, selbstbewusst in die Zukunft zu gehen und auch Führungsrollen zu übernehmen.“ So haben Sie, liebe Schwester Katharina, einmal gesagt. Selbstbewusst in die Zukunft schauen – wie die heilige Katharina.</p><p>Die Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt hat sich nicht umsonst ein Wort aus dem Lobgedicht des Alfanus von Salerno für die heilige Katharina auf die Fahnen geschrieben. Es lautet:</p><p>„Durch die Hilfe Gottes gestärkt,</p><p>widerstand sie kühn den Anfeindungen der Menschen,</p><p>wobei sie sich um Verheißungen kümmerte, nicht um irdische Widrigkeiten.“</p><p>Wie schön: „Sich um die Verheißungen kümmern, nicht um die Widrigkeiten.“ Ein Satz, der auch auf Ihr Engagement passt. Ich denke nur an die Übernahme der beiden Schulleitungen nacheinander, die Realschule ab 1995 und dann das Gymnasium ab 2009. Oder an die Renovierung der Schule über sieben Jahre hinweg bei laufendem Betrieb. Da muss man sich in der Tat um die Verheißungen kümmern und darf sich nicht an den Widrigkeiten festbeißen. Der Blick auf die Verheißungen hilft, die Möglichkeiten zu sehen und lösungsorientiert zu handeln, anstatt nur in den Problemanzeigen hängen zu bleiben.</p><p>Dass die heilige Katharina von Alexandrien zu den 14 Nothelfern gehört, ist kein Zufall. Ich bin sicher, dass diese Nothelferin auch Ihnen mehrfach zur Seite gestanden hat bei Ihrem Einsatz für die beiden Schulen. Das Resultat zumindest spricht für sich.</p><p><em><strong>Der heilige Mönchsvater Antonius</strong></em></p><p>Last, but not least der heilige Antonius mit dem Schweinchen. Den heiligen Antonius sieht man bis heute an der Außenwand der Antoniterkirche. Er erinnert daran, dass es die Kirche des Antoniterklosters war. Die Ursulinen kauften 1725 das leerstehende Antoniterkloster in Würzburg auf, um dort ihren Konvent und ihre Schule einzurichten.</p><p>Warum gehört der heilige Antonius in die Reihe der Heiligen des heutigen Tages?</p><p>Weil er als der Vater des Mönchtums gilt. Schwester Katharina war eben nicht nur Schulleiterin, sondern sie hat auch den Konvent der Ursulinen geleitet und wird ihn weiterhin leiten. Eine doppelte Last, die in sonstigen Konventen oft auf mehrere Schultern verteilt wird. Aber Schwester Katharina hat dieses Leitungsamt immer mit großer Hingabe, Sorgfalt und Liebe zu ihren Schwestern ausgeübt.</p><p>Zum einen war und ist ihr der Konvent Rückzugsort und innerer Halt – mit der berühmten Aussicht von ihrem Zimmer aus auf das Käppele und die Festung.</p><p>Zum anderen aber erzählt sie immer wieder, mit wie großer Begeisterung sie Ordensschwester geworden ist. Die Nachfolge der heiligen Angela Merici und das Charisma der Ursulinen, jungen Frauen den Weg in diese Welt zu bahnen und sie dazu bestmöglich zu rüsten, war ihr immer Auftrag und Berufung zugleich.</p><p>Der Mönchsvater Antonius lehrte die Mönche die Stabilitas Loci, das Bleiben an einem Ort, ohne vor sich und ohne vor den Herausforderungen des Lebens wegzulaufen. Nur wer bleibt, kann geformt werden durch die klösterliche Lebensweise. Sie sind seit Jahrzehnten an diesem Ort hier in Würzburg geblieben und werden weiter hier bleiben. Sie haben diesen Ort als ihre geistliche Heimat angenommen und gestaltet. Das ist etwas sehr Kostbares und Schönes.</p><p>Der Mönchsvater Antonius lehrte die Mönche aber auch die Kunst des Zusammenlebens. Eine geistliche Gemeinschaft muss sich daran messen lassen, inwieweit es ihr gelingt, durch den Blick auf die gemeinsame Mitte zusammenzuwachsen. Diese Mitte ist Christus. Wie die Mönchsväter sagten, verhält es sich dabei wie mit einem Rad. Je näher man der Radnabe als der Mitte kommt, umso enger fügen sich die Speichen zusammen.</p><p>Es ist schön zu sehen, mit wieviel Liebe Sie sich um die Pflege dieser inneren Mitte sorgen und aus der Nähe zu dieser Mitte auch um Ihre Mitschwestern sorgen. Das gedeihliche Miteinander liegt Ihnen im mittlerweile internationalen Konvent sehr am Herzen. Und das spürt jeder. Ja, Sie sind Ordensfrau aus tiefster Überzeugung. Und dieses Zeugnis strahlt aus. Dafür danke ich Ihnen von Herzen! Das Schweinchen des heiligen Antonius möge auch Ihnen und Ihren Mitschwestern Glück verheißen.</p><p><em><strong>Loslassen lernen und die neue Freiheit schätzen können</strong></em></p><p>Ich komme zum Schluss. Ich wünsche Ihnen, liebe Schwester Katharina, nun die innere Freiheit, loszulassen. Das ist nicht ganz einfach, vor allem wenn man mit dem Konvent gewissermaßen in der Schule lebt. Aber umso wichtiger ist es, dieses Loslassen einzuüben. Das heißt, dankbar auf das Erreichte zurückzuschauen. Aber es bedeutet auch, der nachfolgenden Schulleitung die Freiheit einzuräumen, die Dinge so zu gestalten, wie sie es für richtig erachtet.</p><p>Für Ihr überzeugendes Engagement über die mehr als 30 Jahre danke ich Ihnen noch einmal von Herzen und möchte Ihnen dafür meine Hochachtung und Anerkennung aussprechen. Nutzen Sie die neuen Freiräume und pflegen Sie in Zukunft etwas mehr Ihre musische Seite. Sie sind ja doch eher „der künstlerische Typ“, wie Sie einmal so schön sagten. Jetzt ist die Lebenskunst des Neuanfangs nach dem Abschied gefragt. Dazu begleiten Sie meine besten Wünsche! Bleiben Sie behütet und gesund! Auch Ihren Mitschwestern sage ich aufrichtig Danke für alle Unterstützung und wünsche Ihnen als Konvent Gottes reichen Segen! Amen.</p>]]></content:encoded><category>Dom und Neumünster</category><category>Dokumentationen</category><category>Bischof Franz Jung</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-74327</guid><pubDate>Mon, 27 Jul 2026 14:55:58 +0200</pubDate><title>20.000 Euro für Erdbebenopfer</title><link>https://bischof.bistum-wuerzburg.de/aktuell/na-detail/ansicht/20000-euro-fuer-erdbebenopfer/</link><description>Bistum Würzburg hilft Menschen in Venezuela mit Mitteln aus dem Katastrophenfonds</description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Würzburg/Caracas</strong> (POW) Das Bistum Würzburg unterstützt die Opfer der schweren Erdbeben in Venezuela mit einer Soforthilfe in Höhe von 20.000 Euro. Die Mittel werden aus dem Katastrophenfonds des Bistums genommen, teilte Bischof Dr. Franz Jung am Montag, 27. Juli, in Würzburg mit. Mit dem Geld werden direkte Hilfsmaßnahmen der Partnerorganisation Cáritas de Venezuela finanziert, um von der Katastrophe betroffene Familien schnell und unbürokratisch mit dem Nötigsten zu versorgen.</p><p>Die Erdbeben vom 24. Juni haben die ohnehin angespannte Lage in zahlreichen Gemeinden des südamerikanischen Landes drastisch verschärft. Viele Familien stehen nach Gebäudeschäden und dem Verlust ihrer Einkommensquellen vor dem Nichts. Durch die zerstörte Infrastruktur und instabile Märkte fehlt es am Dringendsten: Nahrungsmitteln und sauberem Trink- sowie Nutzwasser.</p><p>Um Krankheitsausbrüchen in Notunterkünften vorzubeugen und das Überleben der Menschen zu sichern, konzentriert sich das Hilfsprojekt der örtlichen Caritas auf zwei Schwerpunkte: Ernährungssicherheit sowie Wasser-, Hygiene- und Sanitärversorgung. Gezielt verteilt werden Lebensmittelpakete mit Grundnahrungsmitteln sowie Hygienesets, die je nach Bedarf der Haushalte um speziellen Bedarf für Babys oder Frauen ergänzt werden. Ein Paket mit Lebensmitteln schlägt dabei mit rund 60 Euro zu Buche, ein Hygieneset mit etwa 35 Euro.</p><p>Die Hilfe richtet sich vorrangig an die am stärksten geschwächten Bevölkerungsgruppen. Dazu zählen Familien, deren Häuser zerstört wurden, von Frauen geführte Haushalte, Schwangere und Stillende, Kinder, ältere Menschen sowie Menschen mit Behinderungen.</p><p>Janeth Marquez von Cáritas de Venezuela betont, dass die Verteilung unter strengen Transparenzkriterien erfolge. Eine lückenlose Erfassung und Nachkontrolle stellten sicher, dass die Hilfsgüter direkt bei den Bedürftigen ankommen und flexibel auf sich verändernde Notlagen reagiert werden kann.</p><p><em>Spendenkonto: Diözese Würzburg KdöR, IBAN DE40 7509 0300 0603 0000 01, Spendenzweck: Erdbebenhilfe Venezuela.</em></p><p>(3126/0751; E-Mail voraus)</p><p><em><strong>Hinweis für Redaktionen:</strong> Fotos abrufbar im Internet</em></p>]]></content:encoded><category>Weltkirche</category><category>Berichte</category><category>Bischof Franz Jung</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-74319</guid><pubDate>Mon, 27 Jul 2026 12:13:11 +0200</pubDate><title>Angelus-Gebet mit Bischof Dr. Franz Jung auf Radio Horeb</title><link>https://bischof.bistum-wuerzburg.de/aktuell/na-detail/ansicht/angelus-gebet-mit-bischof-dr-franz-jung-auf-radio-horeb-3/</link><description>Würzburg (POW) Bischof Dr. Franz Jung gestaltet am Donnerstag, 30. Juli, um 12 Uhr das Angelus-Gebet auf Radio Horeb.</description><content:encoded><![CDATA[<p>Im Anschluss spendet der Bischof den Hörern Gottes Segen. Nähere Informationen im Internet unter <a href="http://www.horeb.org" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">www.horeb.org</a>.</p><p>(3126/0749; E-Mail voraus)</p>]]></content:encoded><category>Veranstaltungen</category><category>Bischof Franz Jung</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-74317</guid><pubDate>Mon, 27 Jul 2026 10:17:02 +0200</pubDate><title>„Beheimatet in der Tradition und offen für die Fragen der Zeit“</title><link>https://bischof.bistum-wuerzburg.de/aktuell/na-detail/ansicht/ein-vorbildlicher-hirte-bis-heute/</link><description>Bischof Dr. Franz Jung feiert Pontifikalgottesdienst zum 50. Todestag von Julius Kardinal Döpfner im Kiliansdom – Gedenkgottesdienst in Döpfners Heimatort Hausen</description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Würzburg/Hausen</strong> (POW) Mit einem Gedenkgottesdienst hat das Bistum Würzburg an den 50. Todestag von Julius Kardinal Döpfner erinnert. „Julius Kardinal Döpfner hat in schwieriger Zeit dieses Bistum geleitet, den Wiederaufbau begleitet und sich zu einer wichtigen Figur der katholischen Kirche in Deutschland und weltweit entwickelt. Dankbar gedenken wir seines Wirkens“, begrüßte Bischof Dr. Franz Jung die Gläubigen am Freitagabend, 24. Juli, im Würzburger Kiliansdom. Döpfner war von 1948 bis 1957 Bischof von Würzburg, anschließend Bischof von Berlin und ab 1961 bis zu seinem Tod von München und Freising. Am 24. Juli 1976 starb er in München überraschend an einem Herzinfarkt.</p><p>Bischof Jung charakterisierte Döpfner als zupackend und energisch, lernbereit und beratungsfähig. „Energisch und mit nachhaltigem Erfolg nahm er sich der Herausforderungen in seinen drei Diözesen Würzburg, Berlin und München an. Ebenso energisch kümmerte er sich aber auch als einer der vier Moderatoren um einen guten Verlauf des Zweiten Vatikanischen Konzils wie auch später um eine gute Durchführung der Würzburger Synode“, sagte der Bischof in seiner <a href="https://pow.bistum-wuerzburg.de/aktuelle-meldungen/detailansicht/ansicht/danke-lieber-mitbruder-julius/" target="_blank" class="external-link">Predigt</a>. Döpfners „kometenhafter Aufstieg“ zeige, wie sehr man in Rom seine direkte Herangehensweise an Probleme und seine Durchsetzungskraft geschätzt habe. Seine strukturierte Persönlichkeit, sein Organisationstalent und sein geschärfter Blick für Verfahren und Regelwerke seien „eine durchaus seltene Begabung, die gerade jetzt bei der Stärkung der Synodalität der Kirche wieder dringend benötigt wird und die wir beim Synodalen Weg so manches Mal schmerzlich vermisst haben“, attestierte Bischof Jung.</p><p>Döpfner sei lebenslang bereit gewesen, dazuzulernen. Er sei „beratungswillig, ja beratungshungrig“ gewesen. Immer wieder habe er Fachleute um ihren Rat gefragt, um sich ein eigenes Urteil bilden zu können, und habe sich bemüht, den aktuellen Herausforderungen Rechnung zu tragen. Die Formulierung „in dieser Stunde der Kirche“ sei sein Markenzeichen gewesen. Vieles sei bis heute aktuell. Bischof Jung nannte etwa seinen Ausspruch „Wohnungsbau ist heute in Wahrheit Dombau, Wohnungssorge ist Seelsorge“ angesichts des am 16. März 1945 zerstörten Würzburgs. In seiner Berliner Zeit habe er sich unter anderem für die Versöhnung zwischen Polen und Deutschland eingesetzt. Sein Wort „Antisemitismus ist dem Christen vom Wesen her fremd“ sei heute wieder „von erschreckender Aktualität“, sagte Bischof Jung auch mit Blick auf den Angriff auf ein Mitglied der Deutsch-Israelischen Gesellschaft in Höchberg vergangenen Sonntag. In München habe sich Döpfner bemüht, die Reformen des Zweiten Vatikanums besonders in Fragen der Liturgie und der Einbindung der Laien umzusetzen. Um die Auseinandersetzung mit neuen Zeitströmungen zu fördern, habe er in Würzburg die Katholische Akademie Domschule und später in München die Katholische Akademie in Bayern gegründet.</p><p>Zu Beginn der Würzburger Synode habe Döpfner die rechte Einstellung zur Kirche so beschrieben: „Die Liebe zur Kirche braucht und darf keine blinde Liebe sein. Sie muss gerade auf einer Synode die Fehler, die Schwächen, die Unzulänglichkeiten sehen und aus der Gemeinschaft der Kirche, so wie sie ist, die verwandelnde, erneuernde Kraft finden.“ Für Bischof Jung „ein wegweisendes Wort, gerade auch im Blick auf unsere Diskussionen beim Synodalen Weg über die Reform der Kirche nach dem Missbrauchsskandal“. Döpfner habe während der Synode sehr unter den Spannungen zwischen „Erneuerern“ und „Bewahrern“ gelitten. Doch in seiner Schlussansprache sagte er: „Wir wurden zu einem Prozess gezwungen, dem wir einen neuen Stil des Miteinanders und Miteinanderumgehens zwischen Bischöfen, Priestern und Laien verdanken. Den möchten wir nicht mehr missen.“ Die Kirche sah er nicht „auf der Sandbank der Zerstörung, sondern auf der Werft der Erneuerung“. Für ihn sei Reform „ein Wesenselement der Kirche“ gewesen. Das Ziel müsse immer die konkrete Kirche sein, „die hier und jetzt zum Zeugnis für Gottes erlösendes Wirken gerufen ist“.</p><p>Ihn berühre die tiefe Verbundenheit Döpfners mit seiner fränkischen Heimat, fuhr Bischof Jung fort. Unterfranken war für ihn „Kiliansland“, Frankenland „Marienland“. In seine Zeit fielen die Rückführung der Reliquien der Frankenapostel Kilian, Kolonat und Totnan aus Gerolzhofen nach Würzburg im Jahr 1949 sowie die 1200-Jahr-Feier der Erhebung der Gebeine der Frankenapostel im Jahr 1952. Seine Eltern wie auch alle „schlichten und einfachen Christen“ seien ihm ein Vorbild im Glauben gewesen. „Man kann eine neue Heimat finden, wenn man den liebenden Blick, den einem die eigene Heimat schärfte, nun auch anderen Menschen und ihren Lebensräumen schenkt“, zitierte Bischof Jung und betonte, das gelte nicht nur für die Heimatliebe, sondern auch für die Beheimatung in der theologischen Tradition: „Beides, Beheimatung in der Tradition und Offenheit für die Fragen der Zeit, hat Döpfner in seiner Person zu vereinen gewusst. Das macht ihn zu einem vorbildlichen Hirten bis heute. Der Herr vergelte ihm, was er Gutes für unser Bistum Würzburg und die Kirche in Deutschland wie die Weltkirche getan hat.“</p><p><em><strong>Gedenkgottesdienst in Hausen und persönliche Erinnerungen</strong></em></p><p>In Döpfners Heimatgemeinde Hausen feierte Bischof Jung am Sonntag, 26. Juli, in der Pfarrkirche Heiligkreuz eine Pontifikalmesse. „Schön, dass Ihr das Gedächtnis an diesen großen Seelsorger und Bischof wachhaltet“, sagte der Bischof. Döpfner habe seine Kraft den Menschen geschenkt. Diakon Christoph Glaser erinnerte daran, dass Döpfner seine Ehrentitel nicht wichtig gewesen seien. So soll er bei einem Besuch dem Bürgermeister von Hausen, der ihn zuvor mit „Eure Eminenz“ begrüßt hatte, gesagt haben: „Jetzt hör‘ schon auf. Ich bin und bleibe euer Julius.“ Hausen sei für den Kardinal ein „Rückzugsort“ gewesen, sagte Andreas Wehner von der Kirchenverwaltung. Roswitha Vorbeck (73) erinnerte sich daran, wie sie als Kinder bei einem Empfang im Hausen ein Gedicht aufsagen mussten. Ein Junge habe zu Döpfner gesagt: „So ein Kradinal wie Du möchte ich auch mal werden.“</p><p>Nach dem Gottesdienst besuchte der Bischof das <a href="https://pow.bistum-wuerzburg.de/aktuelle-meldungen/detailansicht/ansicht/auf-den-spuren-kardinal-doepfners/" target="_blank" class="external-link">Julius-Kardinal-Döpfner-Museum</a> im ehemaligen Prämonstratenserkloster. In der ehemaligen Hausmeisterwohnung sind viele Erinnerungen an den Ehrenbürger Hausens zu sehen, von persönlichen Kleidungsstücken bis zur Doktorurkunde.</p><p class="text-right"><em>sti/raru (POW/Würzburger katholisches Sonntagsblatt)</em></p><p>(3126/0744; E-Mail voraus)</p><p><em><strong>Hinweis für Redaktionen:</strong> Fotos abrufbar im Internet</em></p>]]></content:encoded><category>Berichte</category><category>Bischof Franz Jung</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-74302</guid><pubDate>Sun, 26 Jul 2026 16:30:41 +0200</pubDate><title>Abschied nach fast 60 Jahren</title><link>https://bischof.bistum-wuerzburg.de/aktuell/na-detail/ansicht/abschied-nach-fast-60-jahren/</link><description>Würzburger Pfarrkirche Sankt Andreas profaniert ‒ Dankbarkeit und Schmerz im Stadtteil Sanderau ‒ Nachnutzung ab Sommer 2027 als Boulderhalle
</description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Würzburg </strong>(POW) Ein emotionaler Tag für den Würzburger Stadtteil Sanderau: Am Sonntag, 26. Juli, haben sich die Türen der katholischen Pfarrkirche Sankt Andreas als Ort des Gottesdienstes nach fast sechs Jahrzehnten für immer geschlossen. Im Auftrag von Bischof Dr.&nbsp;Franz Jung vollzog Domkapitular Dekan Stefan Gessner bei einer feierlichen heiligen Messe die offizielle Profanierung der Kirche. Symbolreich wurde am Ende des Gottesdienstes das eucharistische Brot aus der Kirche getragen. Künftig setzt die Gemeinde ihr liturgisches Leben gemeinsam mit der Pfarrei Sankt Adalbero in deren Kirche fort.</p><p>Pfarrer Tobias Fuchs begrüßte die zahlreich erschienenen Gläubigen mit spürbarer Ergriffenheit. „Wir brauchen nicht um die Wahrheit herumzureden: Dieser Gottesdienst steht unter einem besonderen Vorzeichen“, erklärte Fuchs. Für viele Menschen in der Äußeren Sanderau sei die Sankt-Andreas-Kirche über Generationen hinweg geistliche Heimat gewesen – ein Ort des Gebets, der Taufen, Erstkommunionen, Trauungen und des Abschieds von Verstorbenen.</p><p>Die Entwidmung erfolgte auf Antrag von Pfarrer Fuchs. In der Auflösungsanweisung von Bischof Jung, die zum Ende der Liturgie ebenso wie das Profanierungsdekret verlesen wurde, hob der Bischof die Bedeutung von Kirche, Pfarrhaus und Pfarrheim von Sankt Andreas hervor. Mehr als 50 Jahre habe diese Einheit ein lebendiges Zentrum für Jugendarbeit, Familienkreise sowie die Vertriebenen- und Spätaussiedlerseelsorge gebildet. „Später nun hat sich das Leben stark gewandelt. Vieles ist mit Adalbero und der Stadt insgesamt zusammengewachsen. So besteht eine große Dankbarkeit, dass die wertvolle und markante Architektur der Kirche in ihrer neuen Nutzung erhalten bleiben kann.“ Den Gläubigen der Pfarreien Sankt Andreas und Sankt Adalbero wünschte Bischof Jung die Kraft des Heiligen Geistes, „den Weg des Glaubens gemeinsam weiterzugehen und die wertvolle Gebets- und Lebensgemeinschaft von Sankt Andreas gemeinsam fortzusetzen“.&nbsp;</p><p>&nbsp;Dekan Gessner stellte in seiner Predigt das Bibelwort aus dem Buch Kohelet voran: „Alles hat seine Stunde.“ Er erinnerte an die Weihe am 30. November 1968 durch Bischof Josef Stangl. Schon als kleiner Junge habe ihn Sankt Andreas als außergewöhnliches Gotteshaus jedes Mal fasziniert, wenn er die Kirche mit seinen Würzburger Verwandten betreten habe, sagte Gessner. „Hier wird der Blick und damit das Bewusstsein automatisch nach oben ausgerichtet.“ Die Kirche sei damals für die stark wachsende südliche Sanderau neben Sankt Adalbero als zweite Pfarrkirche errichtet worden. Angesichts veränderter gesellschaftlicher Rahmenbedingungen und des Ausdünnens des kirchlichen Lebens sei nun jedoch die Zeit gekommen, verantwortungsvoll neue Wege zu gehen, betonte Gessner. „Gebäude können ihre Bestimmung verändern; Gottes Gegenwart aber bleibt. Jesus Christus geht mit seinem Volk nicht nur in steinernen Mauern.“</p><p>&nbsp;Dass die markante, an ein „Zelt Gottes“ erinnernde Architektur erhalten bleibt, ist einer ungewöhnlichen Nachnutzung zu verdanken. Den entscheidenden Anstoß habe Dr. Jürgen Emmert, Leiter der Abteilung Kunst im Bischöflichen Ordinariat, gegeben. Er habe Anfang vergangenen Jahres den Kontakt zu den Betreibern der Boulderhalle Würzburg hergestellt, berichtete Fuchs. Nach einer umfassenden Umbau- und Modernisierungsphase sollen sich die Türen Mitte 2027 erneut öffnen – dann als Boulderhalle „Rock Inn“. Pfarrer Fuchs sprach den Geschäftsführern Andreas Schmitt und Thomas Meyer seinen Dank für deren mutigen Schritt und den spürbaren Respekt gegenüber dem Bauwerk aus. Das benachbarte Pfarrhaus bleibt der Gemeinde weiterhin für die Jugendarbeit und Gruppen erhalten.</p><p>Nach dem Gottesdienst versammelten sich die Gläubigen ein letztes Mal im Pfarrsaal unter der Kirche und tauschten sich über die vielen Erinnerungen aus, die sie mit Sankt Andreas verbinden.</p><p class="text-right"><br /><em>mh (POW)</em></p><p><iframe title="Wenn ein Gotteshaus zum Kletterabenteuer wird" width="560" height="315" src="https://peertube.katholisch.social/videos/embed/xcsh71GUdknaASwi8pt1HH" allow="fullscreen" sandbox="allow-same-origin allow-scripts allow-popups allow-forms" style="border: 0px;"></iframe></p><p><br />(3126/0746; E-Mail voraus)<br /><em><strong>Weitere Bilder finden Sie hier: </strong></em>&nbsp;<em><a href="https://bistum-wuerzburg.px.media/share/17850761338gA48JX32VwsrU" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">https://bistum-wuerzburg.px.media/share/17850761338gA48JX32VwsrU</a></em></p>]]></content:encoded><category>Berichte</category><category>Bischof Franz Jung</category><category>Würzburg</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-74275</guid><pubDate>Sun, 26 Jul 2026 12:00:00 +0200</pubDate><title>„Danke, lieber Mitbruder Julius“</title><link>https://bischof.bistum-wuerzburg.de/aktuell/na-detail/ansicht/danke-lieber-mitbruder-julius/</link><description>Predigt von Bischof Dr. Franz Jung beim Pontifikalgottesdienst zum 50. Todestag von Julius Kardinal Döpfner am Freitag, 24. Juli 2026, im Würzburger Kiliansdom</description><content:encoded><![CDATA[<p>Liebe Mitbrüder im geistlichen Amt,</p><p>liebe Schwestern und Brüder im Herrn!</p><p><em><strong>Döpfner – ein durchaus nicht alltäglicher Mensch</strong></em></p><p>„Abschließend ist zu sagen, dass dieser durchaus nicht alltägliche Mensch das Zeug in sich trägt, Bedeutendes zu leisten, und dass er dies gerade dann wird tun können, wenn er sich – so paradox es im ersten Moment klingen mag – ein wenig mehr als bisher von den Aufgaben des alltäglichen Lebens zurückzieht, um in der allzu einseitigen Verausgabung seiner besten inneren Kräfte sich nicht selbst zu verlieren.“</p><p>So lautete das Resümee eines psychologischen Persönlichkeitsgutachtens über den frisch ernannten Bischof Julius Döpfner, das 1949 allein aufgrund von Schriftproben erstellt wurde. Eine bemerkenswerte Einschätzung. Um die Würdigung dieses „durchaus nicht alltäglichen Menschen, der das Zeug in sich trägt, Großes zu leisten“ soll es heute gehen anlässlich des 50. Todestages Julius Kardinal Döpfners.</p><p>Dabei kann in dieser Predigt unmöglich sein Lebenswerk gewürdigt werden. Ich möchte mich vielmehr auf die Aspekte seiner Persönlichkeit beschränken, die mich heute noch ansprechen und die Inspiration sind für mein eigenes bischöfliches Wirken.</p><p><em><strong>Zupackend und energisch</strong></em></p><p>Was mich bei einem ersten Blick auf die Persönlichkeit Döpfners fasziniert, ist seine zupackende Art. Das zeichnete ihn als Seelsorger aus. Das war aber auch sein Markenzeichen als Bischof. Sein geradezu kometenhafter Aufstieg in der kirchlichen Hierarchie zeigt, wie sehr man seine direkte Herangehensweise an Probleme schätzte und wie sehr man in Rom auf die Durchsetzungskraft des jungen Döpfner setzte.</p><p>Energisch und mit nachhaltigem Erfolg nahm er sich der Herausforderungen in seinen drei Diözesen Würzburg, Berlin und München an. Ebenso energisch kümmerte er sich aber auch als einer der vier Moderatoren um einen guten Verlauf des Zweiten Vatikanischen Konzils wie auch später um eine gute Durchführung der Würzburger Synode. Durch seine strukturierte Persönlichkeit wie sein Organisationstalent hatte er einen geschärften Blick für Verfahren und Regelwerke, die in komplexen Beratungsprozessen zum Ziel führten. Eine durchaus seltene Begabung, die gerade jetzt bei der Stärkung der Synodalität in der Kirche wieder dringend benötigt wird und die wir beim Synodalen Weg so manches Mal schmerzlich vermisst haben.</p><p>„Nichts Laues war an ihm“, so hat man nach seinem Tod seinen Charakter beschrieben. Das verlieh ihm eine natürliche Autorität. Diese innere Entschiedenheit war ein Wesenszug, den auch die Fotos widerspiegeln, die von ihm überliefert sind. Ein stattlicher Mann mit markanten Gesichtszügen, dem strengen Seitenscheitel im festen Haar und mit einem klaren, bisweilen stechenden Blick unter den buschigen Augenbrauen. Insgesamt eine imposante Erscheinung, ohne jedoch in irgendeiner Weise eitel zu sein. Er verstand sich als Mann der Kirche, der durch seine Prägung im Römischen Collegium Germanicum gelernt hatte, sich ganz für das einzusetzen, das ihm aufgetragen war.</p><p><em><strong>Lernbereit</strong></em>…</p><p>Ein zweiter Punkt, der mich anspricht im Blick auf sein Wesen, ist die lebenslange Bereitschaft, auch als Bischof dazuzulernen. Während seiner Ausbildung an der Gregoriana in Rom hatte er die traditionelle neuscholastische Theologie genossen. Aber durch seine intensive Beschäftigung mit John Henry Newman während seiner Promotion war ihm aufgegangen, dass Theologie zu treiben eben nicht bedeutet, alle Fragen abschließend zu beantworten. Vielmehr muss es darum gehen, den Glauben vor den Herausforderungen der Gegenwart immer neu zu durchdenken.</p><p>Mit Newman lernte er „die säkulare Bildung unserer Welt und Zeit zu schätzen, die Laien als Repräsentanten des Glaubenssinnes zu würdigen, die nicht-römischen Kirchen als Wege zur christlichen Wahrheit zu sehen und vor allem die Geschichte ernst zu nehmen, die lehrt, dass das, was heute ist, einmal wurde, gegebenenfalls auch anders hätte werden können, und die dafür offen macht, auch das Heute nicht als den nicht überbietbaren Endpunkt der Entwicklung zu sehen. Historisches Denken lehrt, wie Döpfner in seiner Rede gegen Ende des Konzils formulierte, ‚Reform als Wesenselement der Kirche‘ zu erkennen.“</p><p>So formulierte er zu Beginn der Würzburger Synode einmal sehr eindrücklich, was die rechte Einstellung zur Kirche auszeichnet:</p><p>„Die Liebe zur Kirche braucht und darf keine blinde Liebe sein. Sie muss gerade auf einer Synode die Fehler, die Schwächen, die Unzulänglichkeiten sehen und – wie es in der wahren menschlichen Liebe geschieht – aus der Gemeinschaft der Kirche, so wie sie ist, die verwandelnde, erneuernde Kraft finden, nicht in großen Worten, sondern in der gemeinsam gefundenen Erkenntnis des Dienstes, der uns alle verpflichtet und der hier und heute zu leisten ist.“</p><p>Ein wegweisendes Wort, gerade auch im Blick auf unsere Diskussionen beim Synodalen Weg über die Reform der Kirche nach dem Missbrauchsskandal.</p><p>Dabei verstand Döpfner sich selbst nicht als Progressiven, sehr wohl aber als einen Mann „der offenen Mitte“, der aus der Tradition heraus einen Neuaufbruch wagen wollte. Ein sehr sympathischer Ansatz, den ich persönlich gut teilen kann.</p><p><em><strong>… und beratungsfähig</strong></em></p><p>Den Weg als akademischer Lehrer hatte er verworfen. Er wünschte immer Seelsorger zu sein. So wurde er ein Seelsorger und Bischof mit einem Gespür für die Herausforderungen der Zeit und die Anfragen, die an die Kirche gestellt wurden. Um dazuzulernen und sich ein eigenes Urteil bilden zu können, bat er immer wieder Fachleute um ihren Rat. Man hat Döpfner deshalb „beratungswillig, ja beratungshungrig“ genannt, wobei sein bedeutendster Ratgeber sicher Karl Rahner war. Mit ihm tauschte er sich über aktuelle theologische Fragen aus, mit ihm setzte er sich aber auch heftig auseinander, vor allem wenn er den Eindruck hatte, dass die Theologie zu abgehoben war und von ihm als Bischof wieder geerdet werden musste im Dienst der Vermittlung zwischen den divergierenden kirchlichen Parteien.</p><p>„Ich wünsche Ihnen, dass Sie einmal zehn Jahre Bischof wären!“, soll er erbost Rahner nach einem Vortrag angeherrscht haben, in dem dieser sich über die böse „Amtskirche“ ausließ. Ich kann Döpfners Verärgerung nur allzu gut nachvollziehen gerade auch aus der Erfahrung der Debatten um die Kirchenreform. Denn dem Bischof bleibt es jenseits aller theologischen Kontroversen aufgetragen, Mittler der Einheit zu sein.</p><p><em><strong>Sein Dienst als Diözesanbischof „in dieser Stunde der Kirche“</strong></em></p><p>Sein Bemühen, den aktuellen Herausforderungen bei seinem bischöflichen Dienst Rechnung zu tragen, hat er immer wieder in die Formulierung gekleidet „in dieser Stunde der Kirche“, die zu seinem Markenzeichen wurde. Ich kann hier nur kursorisch Marksteine benennen, die zeigen, wie sehr es ihm darum ging, auf der Höhe der Zeit zu sein, ohne in der Vergangenheit zu verharren.</p><p>Für seine Würzburger Zeit sei auf den Wiederaufbau des Domes verwiesen. Döpfner warnte vor einer Musealisierung des Glaubens.</p><p>„Tradition ist nicht Versteinerung, sondern in der Kraft und in der Verheißung des Heiligen Geistes strömendes Leben. Denn wir sind eine lebendige Kirche. Deswegen muss der Dom in seiner Gestaltung als Ausdruck dieser lebendigen Kirche zeitnah sein, und zwar in dem Sinne, wie Evangelium und Christentum, wenn sie lebendig sind, immer zeitgemäß bleiben.“</p><p>Zur Zeitgemäßheit des Wiederaufbaus des Domes gehörte auch, über die Sorge um das Gotteshaus die Menschen nicht zu vergessen, die durch den Krieg ihre Häuser verloren hatten. Sein wohl bis heute berühmtestes Diktum „Wohnungsbau ist heute in Wahrheit Dombau, Wohnungssorge ist Seelsorge, und damit Herzensanliegen eures Bischofs“ stieß damals übrigens nicht auf ungeteilte Zustimmung. In konservativen Kreisen wurde dieses Wort durchaus kritisch aufgenommen, sah man doch hierin die Prioritäten falsch gesetzt.</p><p>Mit aller Entschiedenheit wandte sich Döpfner gegen die Versuchung, sich als Kirche von der Welt zurückzuziehen, wenn er ausführte:</p><p>„Der katholische Mensch ist weltoffen. Es ist unkatholisch, rückständig zu sein, ins Ghetto zu flüchten, diese Welt und diese Zeit sich selbst zu überlassen. Unser Jahrhundert mit seinen Strömungen in Kultur, Wirtschaft und Politik ist des Herrn und ist somit uns als Aufgabe gestellt.“</p><p>Ein Wort von ungebrochener Aktualität bis heute – wie die Auseinandersetzung mit den Piusbrüdern zuletzt wieder gezeigt hat.</p><p>Für seine Berliner Zeit sei verwiesen auf seine Initiative zur Versöhnung zwischen Polen und Deutschland, in der er eine der Herausforderungen der Stunde sah. Mutig brach er das damalige Tabu und sprach offen über die deutsche Kriegsschuld. Jeder Form von Revanchismus erteilte er eine Absage und warb dafür, die Versöhnung zwischen den Völkern anzubahnen, ohne einander die Schuld aufzurechnen.</p><p>In der Auseinandersetzung mit dem SED-Regime erinnerte er daran, dass der Christ eine Ideologie mit aller Kraft bekämpfen muss, „doch niemals darf er die Menschen hassen, die dahinter stehen“. Im Blick auf das Verhältnis von Juden und Christen betonte er mit aller Entschiedenheit: „Antisemitismus ist dem Christen vom Wesen her fremd.“ Ein Wort, das auch heute wieder – Gott sei es geklagt – von erschreckender Aktualität ist und das erneut in Erinnerung gerufen werden muss.</p><p>Und noch ein Wort aus Döpfners Berliner Zeit sei zitiert, das er anlässlich der Grundsteinlegung der Gedenkkirche „Maria Regina Martyrum“ – seinem Herzensprojekt – äußerte. „Die Kirche soll uns mahnen, daß wir die letzte Ordnung nicht vergessen. Wer die Gottesverehrung abschaffen will, bereitet dem Götzendienst den Weg.“ Auch das ein wegweisendes Wort. Es gibt eben kein weltanschauliches Vakuum. Wo man nicht mehr an Gott glaubt, werden Ersatzgötter an seine Stelle treten und den Menschen in ihre Abhängigkeit bringen.</p><p>Für seine Münchner Zeit, die gekennzeichnet war durch sein Bemühen, die Reformen des Zweiten Vatikanum besonders in Fragen der Liturgie und der Einbindung der Laien umzusetzen, sei an seine hellsichtige Analyse zur Lage des Glaubens im Erzbistum erinnert. Döpfner sagte:</p><p>„Das Traditionschristentum auf dem Land ist in Gefahr, in bloßer Konvention zu erschlaffen, das geistige Klima der Stadt gibt die Chance zu einem umfassenden Dialog, fordert aber gleichzeitig den katholischen Glauben zu einer höchst differenzierenden Auseinandersetzung mit den neuesten Zeitströmungen heraus.“</p><p>Eine Analyse, die auch in unserem ländlich geprägten Bistum Würzburg bis zum heutigen Tag Gültigkeit beanspruchen kann. In München versuchte er diese Auseinandersetzung zu fördern durch die Gründung der Katholischen Akademie in Bayern, wie er schon zuvor in Würzburg die Katholische Akademie Domschule im Burkardushaus mit derselben Zielsetzung ins Leben gerufen hatte.</p><p><em><strong>„Praedicamus Crucifixum“ und das Leben als Bischof in Spannungen</strong></em></p><p>Als Wahlspruch hatte sich Döpfner einen Vers des Apostels Paulus aus dem Ersten Korintherbrief (1Kor 1,23) gewählt: „Nos autem praedicamus Christum crucifixum“.</p><p>Zu Deutsch: „Wir dagegen verkünden Christus als den Gekreuzigten.“ Ein markantes Wort, das nicht nach Anpassung klang, sondern den Widerspruch zur Welt unterstrich. Er selbst gibt an, durch den Primizspruch des späteren Wiener Kardinals König auf diesen Vers aufmerksam geworden zu sein. Überdies verwies er auf die Zweite Kreuzwegstation bei seinem elterlichen Haus in Hausen, die ihn an dieses Wort erinnerte. Sein bischöfliches Selbstverständnis sah er in diesem Paulus-Zitat zusammengefasst. Er führte dazu in seinem ersten Hirtenbrief aus:</p><p>„Im Zeichen meines Wahlspruchs will ich der erste Kreuzträger des Bistums sein, indem ich frohgemut die schmerzende Last trage, die sich unter den Ehrungen des Bischofsamtes verbirgt, und all euer Leid in väterlicher Hirtensorge mit euch teile.“</p><p>An der Feststellung, dass mit dem bischöflichen Amt erhebliche Lasten einhergehen, hat sich nichts geändert. Die Spannungen, die es als Bischof auszuhalten gilt, hat auch Döpfner zur Genüge durchlitten. Erinnert sei zum einen an seine tiefe Enttäuschung nach der Veröffentlichung der Enzyklika „Humanae Vitae“ Pauls VI., die in Deutschland zu einem regelrechten Aufbegehren gegen Rom führte. Mit der „Königsteiner Erklärung“ mühte er sich, die Wogen wieder zu glätten.</p><p>Zum anderen sei erinnert an die Spannungen nach dem Konzil zwischen Erneuerern und Bewahrern, die sich bei der Würzburger Synode unter seinem Vorsitz fortsetzten und unter denen er sehr litt. Dennoch beschrieb er in seiner Schlussansprache den Verlauf der Würzburger Synode als einen Prozess, bei dem man gelernt habe „miteinander zu streiten, ohne sich zu zerstreiten“. Und weiter:</p><p>„Wir wurden zu einem Prozess gezwungen, dem wir einen neuen Stil des Miteinanderredens und Miteinanderumgehens zwischen Bischöfen, Priestern und Laien verdanken. Den möchten wir nicht mehr missen.“</p><p>Ähnliches könnte man festhalten für die gemeinsamen Lernerfahrungen von Bischöfen und Laien während der Sitzungen des Synodalen Wegs in den vergangenen Jahren. Für Döpfner war jedenfalls klar, dass Reform zum Wesenselement der Kirche gehört, wie der bereits erwähnte Titel seines gleichlautenden Vortrags besagte.</p><p>Mit dem Bild von der Werft verdeutlichte er die Mühen, die es braucht, um das Kirchenschiff wieder flott zu machen. Döpfner beschrieb es so:</p><p>„Die Kirche liegt nicht auf der Sandbank der Zerstörung, sondern auf der Werft der Erneuerung. Zugegeben, eine Werft ist keine idyllische Waldwiese. Dort kann es laut, windig, ungemütlich und gelegentlich sogar gefährlich sein. Aber dort werden Schiffe nicht verschrottet, sondern ausgerüstet zu neuer Fahrt.“</p><p>Bei allem Streben nach Erneuerung mahnte Döpfner jedoch eine „nüchterne Liebe“ zur Kirche an. Für die Steuerung des Kirchenschiffs ginge es darum, zwischen der Skylla einer romantisch verklärten Kirche von gestern und der Charybdis einer bloß erträumten Kirche von morgen hindurch zu navigieren. Ziel müsse immer die konkrete Kirche sein, „die hier und jetzt zum Zeugnis für Gottes erlösendes Wirken gerufen ist“. Dem ist nichts hinzuzufügen.</p><p><em><strong>Döpfners tiefe Verbundenheit mit seiner fränkischen Heimat</strong></em></p><p>Was mich immer wieder neu berührt, ist die tiefe Verbundenheit Döpfners mit seiner fränkischen Heimat. „Meine fränkischen Jahre“ – so ist ein Radiobeitrag überschrieben, in dem Döpfner in geradezu hymnischen Worten das Frankenland ob seiner Schönheit rühmt, unter anderem „das schöne Würzburg, diese Stadt zum Verlieben, für die kein Wort des Lobes zureicht“, wie er sagt. Und weiter:</p><p>„Wenn ich als Erzbischof von München und Freising an diese Jahre in der fränkischen Heimat denke, kann ich einem Lächeln nicht wehren. Ich war damals – wie so manche Franken – skeptisch gegen Bayern im engeren Sinn, also gegen Altbayern, auch gegen München, das mir – man verzeihe mir – wie ein anmaßender Emporkömmling vorkam gegenüber dem alten, noblen Würzburg.“</p><p>Unterfranken war für ihn „Kiliansland“ und „Frankenland war Marienland“, wie Döpfner betonte. In seine Zeit fiel 1949 die triumphale Rückführung der Reliquien Kilians und seiner Gefährten aus Gerolzhofen nach Würzburg und 1952 konnte er die 1200-Jahr-Feier der Erhebung der Gebeine der Frankenapostel begehen. Resümierend hält Döpfner fest:</p><p>„Man kann eine neue Heimat finden, wenn man den liebenden Blick, den einem die eigene Heimat schärfte, nun auch anderen Menschen und ihren Lebensräumen schenkt. Mir scheint, beides sei in unserer so mobilen und weithin entwurzelten Zeit vonnöten, dass wir die Wurzel tief senken und zugleich den Blick weiten.“</p><p>Ein wunderbares Wort, das nicht nur für die Heimatliebe gilt, sondern auch für die Beheimatung in der theologischen Tradition. Nur wer tief in der Tradition verwurzelt ist, kann auch den Blick weiten für die neuen Anfragen, die an ihn herangetragen werden. Beides, Beheimatung in der Tradition und Offenheit für die Fragen der Zeit, hat Döpfner in seiner Person zu vereinen gewusst. Das macht ihn zu einem vorbildlichen Hirten bis heute.</p><p><em><strong>Bodenständig und demütig</strong></em></p><p>Und noch ein Wort hat mich sehr berührt. Es betrifft sein Selbstverständnis als Christ und als Bischof. In Erinnerung an seine Eltern bekannte er:</p><p>„Ich darf einmal ganz offen gestehen: Ich habe als Prediger und Bischof noch nicht eine Sekunde die Versuchung gespürt, dass ich in diesem Beruf ein vollkommeneres Christenleben führe, als mein Vater und meine Mutter es getan haben. Wenn ich mit meiner Berufung den Ruf des Herrn so ernst nehme wie meine Eltern und so viele ganz schlichte und einfache Christen in ihrem Beruf, in ihrem Ehestand, dann danke ich Gott von ganzem Herzen.“</p><p>Worte, die zu Herzen gehen. Hieraus spricht keine klerikale Überlegenheitsattitüde, sondern der selbstkritische Blick dessen, der für die Seelenführung vieler Menschen Verantwortung trägt und zugleich weiß, wie sehr er in die Schule der einfachen Christenmenschen gehen muss. Von ihnen konnte er die tägliche Treue und die tiefe innerliche Christusverbundenheit lernen. Diese Haltung bewahrte ihn davor, abgehoben zu werden. Sie war ihm zugleich Ansporn, seinerseits das Beste zu geben.</p><p><em><strong>Zum Schluss</strong></em></p><p>Ich hatte meine Ausführungen begonnen mit dem Gutachten über Döpfner, in dem es hieß, dass dieser das Zeug in sich trage, Bedeutendes zu leisten, wenn er sich ein wenig mehr als bisher von den Aufgaben des alltäglichen Lebens zurückziehen würde, um in der allzu einseitigen Verausgabung seiner besten inneren Kräfte sich nicht selbst zu verlieren.</p><p>Es gehört zur Tragik seines Lebens, dass Döpfner genau das versagt blieb aufgrund der überbordenden Aufgabenfülle und seines ausgeprägten Pflichtbewusstseins. Die Verausgabung „seiner besten inneren Kräfte“ war die Folge. Über die körperlichen Anzeichen einer tiefgreifenden inneren Erschöpfung setzte er sich jahrelang hinweg in der Hoffnung, sich in den wenigen Mußestunden regenerieren zu können. Als er dann endlich in Urlaub fahren wollte, holte der Herr ihn heim in den ewigen Urlaub.</p><p>So stand auch sein – für Außenstehende überraschendes – Sterben unter dem Wort vom Kreuz, das zu predigen er sich zur Aufgabe gemacht hatte. Im Blick auf sein reich erfülltes Leben fühlt man sich an die Worte des Apostels Paulus erinnert, der in seiner Abschiedsrede sagte (Apg 20,24):</p><p>„Aber ich will mit keinem Wort mein Leben wichtig nehmen, wenn ich nur meinen Lauf vollende und den Dienst erfülle, der mir von Jesus, dem Herrn, übertragen wurde.“</p><p>Der Herr vergelte ihm, was er Gutes für unser Bistum Würzburg und die Kirche in Deutschland wie die Weltkirche getan hat. Er schenke ihm nun die Zeit, von seinen Mühen auszuruhen (Offb 14,13).</p><p>Danke, lieber Mitbruder Julius. Ruhe in Frieden. Amen.</p>]]></content:encoded><category>Dom und Neumünster</category><category>Dokumentationen</category><category>Bischof Franz Jung</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-74173</guid><pubDate>Fri, 17 Jul 2026 20:36:32 +0200</pubDate><title>Die neuen Möglichkeiten erkennen</title><link>https://bischof.bistum-wuerzburg.de/aktuell/na-detail/ansicht/die-neuen-moeglichkeiten-erkennen/</link><description>Bischof Dr. Franz Jung begrüßt vier Frauen und einen Mann als Pastoral- beziehungsweise Gemeindereferenten – Mit Bibel und Urkunde beauftragt – Pontifikalmesse unter dem Leitwort: „Begeistert ins Weite“</description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Würzburg </strong>(POW) Bischof Dr. Franz Jung hat bei einem Gottesdienst am Freitagabend, 17. Juli, im Würzburger Kiliansdom vier Frauen und einen Mann zum Dienst als Gemeinde- oder Pastoralreferenten und -referentinnen beauftragt. Verena Deuchert&nbsp;(39) begrüßte er als Gemeindereferentin. Lea Brenner (29), Susanne Händel (27), Karolin Proksch (27) und Markus Wissel (27) ernannte er zur Pastoralreferentin beziehungsweise -referenten. Mit den neu Beauftragten gibt es derzeit 132&nbsp;Pastoralreferentinnen und -referenten sowie 101 Gemeindereferentinnen und -referenten im Bistum Würzburg.<br /><br />Der Gottesdienst stand unter dem Motto „Begeistert ins Weite“. Ihn feierten Angehörige und Freunde der Beauftragten sowie Seelsorgerinnen und Seelsorger aus den aktuellen Einsatzpfarreien und Pastoralen Räumen der neuen Gemeinde- und Pastoralreferentinnen und -referenten mit. Die über 30&nbsp;Ministrantinnen und Ministranten kamen mehrheitlich aus den Einsatzorten der neu Beauftragten.<br /><br />Bischof Jung ermutigte die Beauftragten zu Offenheit für Neues und zu ehrlicher Selbstprüfung. In seiner Predigt stellte er die biblische Szene vom erfolglosen Fischfang der Jünger in den Mittelpunkt und deutete sie als Bild für persönliche und kirchliche Krisenerfahrungen. Viele Menschen verharrten wie die Jünger zunächst in vertrauten Mustern, obwohl diese „fruchtlos“ blieben, sagte der Bischof. Entscheidend sei der Mut, „anzulanden“ und sich der eigenen Wirklichkeit zu stellen. Erst eine solche Haltung eröffne die Möglichkeit, neue Wege zu erkennen.<br /><br />Mit Blick auf die Zukunft der Kirche sprach Bischof Jung von notwendigen „Teachable Moments“ – Momenten, in denen Menschen bereit seien, dazuzulernen und neue Perspektiven zuzulassen. Oft seien es nicht große Umbrüche, sondern kleine Veränderungen, die Wirkung zeigten: „Das Netz auf der rechten Seite auswerfen“ bedeute, Neues zu wagen, auch ohne sichere Erfolgsaussicht. Zugleich betonte der Bischof die geistliche Dimension des Handelns. Nicht Organisation oder Aktivität allein führten zum Ziel, sondern die Beziehung zu Christus. „Es ist die Liebe zum Herrn, die uns Jesus erkennen lässt“, sagte Jung mit Verweis auf den Lieblingsjünger im Evangelium.<br /><br />Gott komme den Menschen bereits entgegen, betonte der Bischof: Wie im Evangelium sei der Tisch schon gedeckt. In der Eucharistie werde diese Wirklichkeit sichtbar, müsse jedoch im eigenen Leben immer neu entdeckt werden. Bischof Jung wünschte den Ausgesandten „österliche Augen“, um auch in schwierigen Situationen Fülle und neue Möglichkeiten zu erkennen, und dankte ihnen für ihre Bereitschaft zum Dienst.<br /><br />Bei der Beauftragung überreichte Bischof Jung den Frauen und Männern neben einer bischöflichen Urkunde jeweils eine Heilige Schrift als Symbol für ihre Aufgaben im Dienst der Diözese. Zuvor stellten die Diözesanreferenten der beiden Berufsgruppen, Pastoralreferent Johannes Reuter und Gemeindereferentin Roswitha Schuhmann, dem Bischof die zu Beauftragenden vor. Diese bekannten vor der Gemeinde ihren Glauben. Ordinariatsrat Robert Hambitzer, Leiter der Hauptabteilung Personal, bat darum, die Frauen und Männer dauerhaft in den Dienst des Bistums Würzburg zu übernehmen.<br /><br />Im Namen aller Beauftragten dankte Verena Deuchert Bischof Jung, allen Ausbildungsverantwortlichen, den Heimat- und Ausbildungsgemeinden sowie allen, die zum Gelingen des Gottesdienstes beigetragen haben. Besonderer Dank galt den Familien, Partnerinnen und Partnern, Freundinnen und Freunden: „Ihr habt unsere Begeisterung geteilt, unsere Sorgen ausgehalten und uns immer wieder Mut gemacht.“&nbsp;<br /><br />Domorganist Professor Stefan Schmidt und die Band „Project Heaven“ begleiteten die Feier musikalisch. An den Gottesdienst schloss sich ein Empfang vor dem Burkardushaus an. Die Kollekte geht an den Ökumenischen Hospizverein im Landkreis Miltenberg (<a href="https://www.hospizverein-miltenberg.de)" target="_blank" rel="noreferrer">www.hospizverein-miltenberg.de)</a>.</p><p class="text-right"><br />mh (POW)</p><p><br />(3026/0721; E-Mail voraus)</p><p><br />Weitere Bilder finden Sie hier: <a href="https://bistum-wuerzburg.px.media/share/1784313336MNsr6WHPru5fbb" target="_blank" class="external-link" rel="noreferrer">https://bistum-wuerzburg.px.media/share/1784313336MNsr6WHPru5fbb</a></p>]]></content:encoded><category>Dom und Neumünster</category><category>Berichte</category><category>Bischof Franz Jung</category><category>Aschaffenburg</category><category>Kitzingen</category><category>Würzburg</category><category>Bad Kissingen</category><category>Miltenberg</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-74043</guid><pubDate>Mon, 13 Jul 2026 09:30:04 +0200</pubDate><title>40 Jahre Deutsch-Irische Gesellschaft</title><link>https://bischof.bistum-wuerzburg.de/aktuell/na-detail/ansicht/40-jahre-deutsch-irische-gesellschaft/</link><description>Jubiläum mit Gästen aus Irland gefeiert – Jeweils ein Playmobil-Set der Frankenapostel für besondere Persönlichkeiten</description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Würzburg </strong>(POW) Mit einem Fest im Innenhof des Hauses der Ausbildung hat die Deutsch-Irische Gesellschaft (DIG) Würzburg am Samstag, 11. Juli, ihr 40-jähriges Bestehen gefeiert. Rund 130 Gäste aus Deutschland und Irland kamen zu der Jubiläumsveranstaltung zusammen, darunter Bischof Dr. Franz Jung, Generalvikar Dr. Jürgen Vorndran, die irische Botschafterin Maeve Collins, Generalkonsul James C. O’Shea, Würzburgs Oberbürgermeister Martin Heilig sowie Delegationen aus der Partnerregion Wicklow mit Vertretern von Wicklow County Council und Bray Municipal District, heißt es in einer Pressemitteilung.&nbsp;</p><p>Matthias Fleckenstein, Vorsitzender der Deutsch-Irischen Gesellschaft Würzburg, begrüßte zahlreiche Vertreter aus Politik, Kirche und Gesellschaft sowie langjährige Wegbegleiter der deutsch-irischen Freundschaft, beispielsweise die früheren Bürgermeister Marion Schäfer-Blake und Dr. Adolf Bauer, die die Verbindung mit Irland nach Kräften unterstützt hätten. Die Ehrenmitglieder George Jones und Pat Doyle aus Irland, Traute Gottschalk, Witwe des Gründungsvorsitzenden, sowie die beiden Vorsitzenden von Wicklow County Council und Bray Municipal District erhielten als Erinnerung jeweils ein Playmobil-Set der Frankenapostel. Für die musikalische Gestaltung sorgten die Bands „The Connemara Club“ und „Jolly Alehouse“.</p><p>Gegründet wurde die Gesellschaft 1986 auf Initiative von Jürgen Gottschalk. Eines ihrer wichtigsten Ziele war eine Städtepartnerschaft zwischen Würzburg und einer irischen Kommune. Dieses Vorhaben stieß zunächst auf Skepsis im Rathaus, wo es hieß, Würzburg habe bereits genügend Partnerstädte. 1999&nbsp;schließlich entstand die bis heute lebendige Partnerschaft mit Bray und der Grafschaft Wicklow. Enge Kontakte pflegt die Gesellschaft zudem nach Mullagh, dem Heimatort des heiligen Kilian, und unterstützt in Zusammenarbeit mit dem Bistum Würzburg dort das Saint Kilian’s Heritage Centre.</p><p>(2926/0699; E-Mail voraus)</p><p><em><strong>Hinweis für Redaktionen: </strong>Foto abrufbar im Internet</em></p>]]></content:encoded><category>Berichte</category><category>Bischof Franz Jung</category></item><item><guid isPermaLink="false">news-74035</guid><pubDate>Sun, 12 Jul 2026 15:47:45 +0200</pubDate><title>„Die Glaubensgemeinschaft stärken und mit dem Bischof sprechen“</title><link>https://bischof.bistum-wuerzburg.de/aktuell/na-detail/ansicht/die-glaubensgemeinschaft-staerken-und-mit-dem-bischof-sprechen/</link><description>Wallfahrtswoche mit vielfältigem Programm – Insgesamt rund 12.700 Menschen nehmen an Wallfahrtsangeboten und Ehejubilarsgottesdiensten in der Woche davor teil</description><content:encoded><![CDATA[<p><strong>Würzburg </strong>(POW) Das Interesse an der Kiliani-Wallfahrtswoche ist ungebrochen: Rund 9500 Menschen haben an den Gottesdiensten und Veranstaltungen zwischen Sonntag, 5., und Sonntag, 12. Juli, in Würzburg teilgenommen. Am Donnerstag und Freitag vor Beginn der Wallfahrtswoche feierten zudem fast 1600 Ehepaare die Gottesdienste für Ehejubilare mit, die 2026 auf 25, 50, 60, 65 oder gar 70 Ehejahre blickten. Den Kiliani-Abschluss bildete ein großer Gottesdienst für Familien und die Weltkirche unter dem Motto „Eine Kirche in vielen Sprachen“ mit Bischof Dr. Franz Jung am Sonntag, 12. Juli. Am Ende des Gottesdiensts wurde der Schrein mit den Häuptern Kilians, Kolonats und Totnans wieder im Altar platziert.</p><p><br />Neben der Wallfahrt zum Grab der Frankenapostel und dem Besuch der Gottesdienste war auch in diesem Jahr die anschließende Begegnung und der Austausch untereinander und mit Vertretern des Bistums für die Gläubigen ein wichtiger Baustein. Gerlinde Wiesner aus Urspringen (Landkreis Main-Spessart) erklärte, stellvertretend für viele: „Es ist schön, einfach diese Atmosphäre zu genießen, die Glaubensgemeinschaft zu erleben und zu stärken und auch ein bisschen mit dem Bischof zu sprechen.“ Bischof Jung und seine Mitbrüder im Bischofsamt sowie weitere Mitglieder der Bistumsleitung nahmen sich stets ausgiebig Zeit, mit den Menschen ins Gespräch zu kommen. Aufgrund der Bauarbeiten am Kilianshaus fanden die Begegnungen nach den Gottesdiensten in diesem Jahr auf dem Platz vor dem Würzburger Burkardushaus statt.</p><p><br />„Schön, dass alle Völker, Sprachen und Nationen heute um den Schrein unserer Bistumspatrone vereint sind. Sie kamen aus der Fremde und waren davon überzeugt, dass in Christus alle Menschen eine Familie sind“, begrüßte Bischof Jung die rund 700 großen und kleinen Gottesdienstbesucher im Gottesdienst für die muttersprachlichen Gemeinden und Familien zum Abschluss der Kiliani-Wallfahrtswoche. Aus Aschaffenburg war ein Chor aus Mitgliedern der italienischen, vietnamesischen und philippinischen Gemeinden angereist, der sich eigens für diesen Gottesdienst zusammengefunden hatte. Bischof Jung gratulierte zudem auf Italienisch der italienischen Gemeinde zu ihrem Geburtstag – sie werde heuer 60 Jahre alt, so wie er selbst.</p><p><br />Der Apostel Paulus gebe zum Abschluss der Kiliani-Wallfahrtswoche drei Aufträge mit, sagte Bischof Jung. Diese kreisten um die Gegensätze Finsternis und Licht, Gut und Böse, Leben und Tod. Meist lebe man in einer Art Halbdunkel – nicht ganz gut, aber auch nicht ganz schlecht. Mal sei in der Familie alles gut, dann wieder werde wegen der kleinsten Kleinigkeit gestritten. Ein Kind des Lichts zu werden gelinge nur, wenn man jeden Morgen mit dem Gebet zu Christus beginne, um den Tag in seiner Liebe und Barmherzigkeit sehen zu können. Wer zu Hause gelernt habe, zu teilen, Rücksicht zu nehmen, zu lieben und zu vergeben, der merke, wie schlimm Habgier sei oder Rücksichtslosigkeit, und dem tue es weh, wenn Menschen einander verletzen. Der Bischof ermutigte, Missstände anzusprechen und nicht mitzumachen, wenn andere ausgeschlossen werden. Nur wenn das Böse aufgedeckt werde, verliere es seine Kraft und die Welt könne zum Guten verändert werden. Gleichgültigkeit dagegen öffne dem Bösen Tür und Tor. Es gehe darum, aufzuwachen und die Welt jeden Tag ein wenig heller zu machen. Jeder Sonntag sei eine Erinnerung an die Auferstehung Christi. „Mit ihm sollen wir aufstehen und neue Menschen werden. Steh auf mit Christus, dann wird er selbst Dein und unser Licht sein.“</p><h3 style="margin-top: 8px; margin-bottom: 8px;">„Musikalisches Abendgebet“ als Einstimmung und Eröffnung mit Reliquienprozession</h3><p>Bereits am Samstag, 4. Juli, dem Vorabend der offiziellen Eröffnung, setzte die Mädchenkantorei am Würzburger Dom im Neumünster einen Akzent. Mit einem musikalischen Abendgebet stimmten sich die Teilnehmenden auf die Wallfahrt ein. Neben persönlichen Glaubenszeugnissen der Chormitglieder erklangen unter anderem Lieder auf Suaheli, die der Chor als Kulturbotschafter für seine anstehende Reise im Sommer nach Tansania vorbereitet hat.</p><p><br />Bei der Eröffnung der Wallfahrtswoche am Sonntag, 5. Juli, begleitete Bischof Jung die traditionelle Reliquienprozession mit den Häuptern der Frankenapostel von der Pfarrkirche Sankt Burkard über die Alte Mainbrücke bis zum Kiliansdom. Daran nahmen auch Delegationen aus Irland und Schottland teil. In seiner Predigt mahnte der Bischof, dass getauft zu sein bedeute, einen persönlichen Auftrag zu haben. Er rief dazu auf, sich mutig in gesellschaftliche Debatten einzumischen und Polarisierungen entgegenzuwirken.</p><p><br />Weihbischof Paul Reder feierte am Montagvormittag, 6. Juli, einen bewegten Gottesdienst mit über 1000 Kommunionkindern aus dem gesamten Bistum. Passend zur biblischen Erzählung vom blinden Bartimäus ermutigte er die Kinder, „für eine heilere Welt aufzustehen“. Für Begeisterung sorgte eine gemeinsame Mitmachaktion im Dom, bei der alle Anwesenden symbolisch im Takt der Musik „ruderten“ – angelehnt an den Weg des heiligen Kilian übers Meer.</p><p><br />Am Montagabend stand der Pontifikalgottesdienst für Politiker und Räte auf dem Programm. Im Kiliansdom forderte Bischof Jung einen klaren Blick auf die Realität und warnte vor Nationalismus und Ideologisierung. Er appellierte an die Verantwortungsträger in Staat und Kirche, den Notschrei von Menschen am Rande der Gesellschaft zu hören und Betroffene zur Eigenverantwortung zu befähigen. Die anwesenden Landes- und Kommunalpolitiker zeigten sich von den Impulsen sowie der lebendigen Gemeinschaftsatmosphäre im Dom beeindruckt.</p><p><br />Am Dienstagvormittag, 7. Juli, feierte Weihbischof em. Ulrich Boom im Kiliansdom eine Messe mit Gläubigen aus der Region Aschaffenburg sowie mit Pfarrhausfrauen aus dem gesamten Bistum. Er rief dazu auf, Hoffnung und Zuversicht in die Welt zu tragen, da Gott im Vertrauen auf den Aufbruch alles zu einem guten Ende führe. Am Dienstagnachmittag zelebrierte Bischof Jung im Dom einen Gottesdienst vor Priestern, Diakonen und hauptamtlich Mitarbeitenden des Bistums und der Caritas. Er stellte fünf Quellen der Ermutigung vor – darunter Lob, Teamarbeit und das Feiern von Erfolgen – und dankte der Dienstgemeinschaft für den gemeinsamen Einsatz beim 104. Deutschen Katholikentag. Bei der ökumenischen Wort-Gottes-Feier am Dienstagabend mit Bischof Jung und dem evangelischen Dekan Dr. Wenrich Slenczka vor Einsatzkräften und Notfallseelsorgerinnen und &nbsp;seelsorgern berichteten fünf Mitglieder der Blaulicht-Familie von prägenden und schweren Momenten ihrer Arbeit.</p><p><br />Am Gedenktag der Frankenapostel, Mittwoch, 8. Juli, betonte Weihbischof Boom beim Pontifikalamt für die Region Main-Rhön, dass, wie Kilian und Gefährten gezeigt hätten, ein Aufbruch stets Mut, Durchhaltevermögen und Vertrauen erfordere. Am selben Tag reiste Weihbischof Reder in den Landkreis Rhön-Grabfeld zum Sonderpädagogischen Förderzentrum „Irena-Sendler-Schule“ in Hohenroth. Nach einer Wort-Gottes-Feier, bei der er das Wallfahrtsmotto durch ein szenisches Spiel veranschaulichte, informierte sich der Weihbischof bei einem Rundgang über das ganzheitliche Förder- und Betreuungsangebot. Bischof Jung besuchte zeitgleich die Johannes-de-la-Salle-Berufsschule in Aschaffenburg, eine Caritas-Förderschule für junge Menschen mit besonderem Unterstützungsbedarf. Nach einem Gottesdienst in der Marktkirche Sankt Agatha ermutigte er die Schülerinnen und Schüler, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen und ihre Chancen zu nutzen.</p><p><br />Beim Kiliani-Gottesdienst für Ordenschristen am Mittwochnachmittag ermutigte Bischof Jung rund 150 Ordensfrauen und -männer dazu, dem Vorbild der Frankenapostel zu folgen und die eigene Berufung durch eine „zweite Bekehrung“ neu zu beleben. Er betonte, dass dieser Schritt aus der Routine heraus zu größerer geistlicher Fruchtbarkeit führe, während das Ausweichen vor diesem Ruf das anfängliche Feuer zu löschen drohe.</p><p><br />Christinnen und Christen seien aufgefordert, den Glauben zu verkünden, „nicht allein mit Worten, sondern auch durch Engagement in und für die Gesellschaft und Einstehen für die christlichen Werte“, betonte Generalvikar Dr. Jürgen Vorndran am Donnerstag, 9. Juli, beim Gottesdienst für Marktkaufleute und Schausteller in der Marienkapelle. Bischof Jung betonte beim Wallfahrtsgottesdienst für die Region Würzburg, Christinnen und Christen müssten sich trotz eines rauer werdenden gesellschaftlichen Klimas mutig in Debatten einmischen, da das Evangelium politisch sei und die Kraft habe, die Gesellschaft zum Besseren zu verändern.</p><p>Bei der englischsprachigen „Kiliani Lecture“ am Donnerstagabend warnte der Theologe Joshua Furnal vom Saint Patrick’s College im irischen Maynooth vor den Gefahren künstlicher Empathie und plädierte dafür, dass die Kirche als „Dritter Raum“ für echte Fürsorge aktiv werde.</p><p><br />Viele bunte Pilgerstäbe brachten die rund 750 Kindergartenkinder aus den Dekanaten Main-Spessart und Miltenberg zum Tag der Kindergartenkinder am Freitagmorgen, 10. Juli, mit und legten sie auf dem Weg von der Pfarrkirche Sankt Burkard zum Kiliansdom an der Statue des heiligen Kilian auf der Alten Mainbrücke ab. Bischof Jung feierte mit ihnen eine Segensfeier.</p><p><br />Am Freitagabend verlieh im Auftrag von Bischof Jung Weihbischof Reder 20 Frauen und zwei Männern die Missio canonica.</p><p><br />Alle zwei Jahre wird der Gottesdienst für Menschen im Alter, in Krankheit und mit Behinderung angeboten. Bischof Jung feierte ihn am Samstagmorgen, 11. Juli, mit rund 650 Menschen aus ganz Unterfranken. Und erlebte im Anschluss eine Überraschung: Die Malteser überreichten dem Bischof als Dankeschön für seine Unterstützung eine eigene Malteser-Einsatzjacke.</p><p><br />Am Samstagabend öffneten sich die Domtüren auch in diesem Jahr für eine „Nacht der Hoffnung“. Bis Mitternacht konnten die Gläubigen bei meditativen Texten, ruhiger Musik, Anbetung, Glaubensgesprächen und Stille im stimmungsvoll beleuchteten Gotteshaus sich selbst vor Gott bringen, gemeinsam den Glauben feiern und die Beziehung zu Jesus Christus vertiefen – oder einfach eine Kerze anzünden.</p><h3 style="margin-top: 8px; margin-bottom: 8px;">Glaubensfest ohne gravierende Zwischenfälle</h3><p>Die 16 ehrenamtlichen Sanitätskräfte des Malteser Hilfsdiensts (MHD) betreuten während der gesamten Wallfahrtswoche und der vorgeschalteten Ehejubilarsgottesdienste die Pilgerinnen und Pilger und leisteten insgesamt 312 ehrenamtliche Stunden. Insgesamt sei die Wallfahrtszeit ruhig verlaufen. Neben Wespenstichen und zahlreichen kleineren Verletzungen sei es aufgrund der Temperaturen auch zu mehreren Kreislaufbeschwerden gekommen. In zwei Fällen sei ein Transport in eine Klinik notwendig geworden. Ein besonderer Schwerpunkt war der Gottesdienst für Menschen im Alter, in Krankheit und mit Behinderung am Samstagvormittag, bei dem die Malteser mit 100 Einsatzkräften sowie weiterer Unterstützung aus anderen Malteser-Gliederungen für den Transport, die Begleitung und Verköstigung der Pilgerinnen und Pilger verantwortlich waren. „Die Krankenwallfahrt ist für uns ein besonderer Höhepunkt. Hier geht es nicht nur um sanitätsdienstliche Absicherung, sondern vor allem um Begleitung, Aufmerksamkeit und die Möglichkeit, kranken und älteren Menschen eine unbeschwerte Teilnahme an der Wallfahrt zu ermöglichen. Dass das durch das engagierte Zusammenspiel von Maltesern, Caritas und vielen Helfenden gelingt, macht diese Veranstaltung so wertvoll“, sagte Einsatzleiterin Monika Selbach.</p><p><br />Kiliani-Manager Matthias Reichert bilanzierte: „Nach dem tollen 104. Deutschen Katholikentag war auch die Kiliani-Wallfahrtswoche ein Fest des Glaubens und der Begegnung.“ Das Jahresmotto „Hab Mut, steh auf!“ sei „eine Haltung, und diese Botschaft nehmen die Menschen aus der Kiliani-Woche mit“.</p><p><br />Informationen zur Kiliani-Wallfahrtswoche sowie zahlreiche Bildergalerien im Internet unter<a href="https://kiliani.bistum-wuerzburg.de" target="_blank" class="external-link"> https://kiliani.bistum-wuerzburg.de</a>.<br />&nbsp;</p><p class="text-right"><em>mh/sti (POW)</em></p><p>(2926/0698; E-Mail voraus)</p><p><em><strong>Hinweis für Redaktionen:</strong> Fotos abrufbar im Internet</em></p>]]></content:encoded><category>Weltkirche</category><category>Berichte</category><category>Weihbischof Paul Reder</category><category>Weihbischof Ulrich Boom</category><category>Bischof Franz Jung</category><category>Kiliani</category></item></channel></rss>